SV Bühlertal will gegen Waldkirch nachlegen

Bühlertal (rap) – Gegen Verbandsliga-Topteams glänzt der SV Bühlertal regelmäßig – gerade zuhause auf dem Mittelberg. Am Sonntag will der SVB nun auch auswärts beim FC Waldkirch einen Sieg einfahren.

„Herzstück“ vor der Abwehr: SVB-Laufwunder Marcel Heller (links). Foto: Frank Seiter/Archiv

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„Herzstück“ vor der Abwehr: SVB-Laufwunder Marcel Heller (links). Foto: Frank Seiter/Archiv

Der Betzenberg war in den 90er Jahren die – zumindest fußballerisch – gefürchtetste Erhebung in Deutschland. Selbst die Ruhmreichen von der Säbener Straße waren gegen die „Roten Teufel“ dort oben, 285 Meter oberhalb von Kaiserslautern, meist chancenlos. Manch‘ Bundesligist schlotterten schon bei der Anreise die Knie. Auch in der Verbandsliga verbreitet eine Anhöhe derzeit Angst und Schrecken. In der immer noch jungen Saison forderte der Bühlertäler Mittelberg bereits drei Opfer: Den FC Auggen, aktueller Spitzenreiter, Kehler FV, der ambitionierte Traditionsverein aus der Ortenau, und den Offenburger FV, die bis dato einzig verlustpunktfreie Mannschaft. Alle drei reisten hoffnungsvoll auf den Mittelberg – und verließen selbigen wieder mit einer Niederlage in der Sporttasche.

Westermann: „Jetzt zählt es“

Dabei sorgte der 2:0-Sieg am vergangenen Sonntag gegen den OFV nicht nur weiterhin für eine makellose Heimbilanz (neun Punkte, 9:2 Tore), sondern war auch die perfekte Reaktion auf den doch recht enttäuschenden Auftritt zuvor beim Kellerkind FC Teningen (1:1). „Nach dem Spiel in Teningen war der Sieg die richtige Antwort“, sagt der spielende Co-Trainer Nico Westermann. „Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und dem OFV Paroli geboten.“ Durch den Erfolg hat der SVB auch den Anschluss an die vorderen Plätze hergestellt, liegt als Tabellenachter nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter FC Auggen (13 Zähler).

Für den Bühlertäler Edeltechniker wartet die wirkliche Herausforderung auf die Rot-Weißen aber erst am Sonntag, wenn es zum Rangzehnten FC Waldkirch (sieben Punkte) geht. „Dass wir in solchen Highlightspielen fast immer gut aussehen, ist keine neue Erkenntnis. Jetzt zählt es, gegen einen Gegner unserer Kragenweite. Die Kunst ist es, nach so einem Spiel wie gegen Offenburg nachzulegen und weitere drei Punkte zu holen“, erläutert Westermann, der einen Auswärtssieg fest einplant: „Das Ziel muss es sein, dass wir uns weiter von den hinteren Rängen absetzen. Mit einem Erfolg in Waldkirch müssen wir die nächsten Wochen nicht nach unten schauen.“

Vorsicht vor Rautenberg

Damit das Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, muss der SVB vor allem Sandro Rautenberg unter Kontrolle bekommen. Der FCW-Stürmer steht nach fünf Einsätzen schon wieder bei vier Toren. „Er ist schon eine Maschine, die wir in den Griff bekommen müssen. Gelingt uns das, wird es bestimmt einfacher, dort zu gewinnen“, sagt Westermann, der auf Maximilian Keller und Jonas Schneider (beide Urlaub) verzichten muss. Auch der Einsatz des angeschlagenen Goalgetters Gregor Dörflinger ist noch ungewiss. Dafür kehren Mittelfeldmotor Marcel Heller (studienbedingt) und Youngster Maxi Weiß (Rotsperre) zurück in den Kader. „Marcel ist das Herzstück vor der Abwehr. Dass er dabei ist, gibt uns Sicherheit“, findet der spielende Co-Trainer von Johannes Hurle. „Um zu gewinnen, müssen wir diszipliniert spielen und den taktischen Matchplan befolgen“, sagt Westermann.

Gelingt dies und die Mittelberg-Meute bringt drei Punkte mit aus Waldkirch, kann sie sich schon auf ihr nächstes, dann viertes Opfer konzentrieren: den SC Lahr.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
18. September 2021, 15:00 Uhr
Lesedauer:
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