SV Mörsch darf in der Landesliga spielen

Rheinstetten (rap) – Nun ist es fix: Der Südbadische Fußballverband hat dem Antrag des 1. SV Mörsch auf einen freiwilligen Abstieg in die Landesliga stattgegeben.

Sollen sich in der Landesliga weiter entwickeln: Die Mörscher Talente Luis Heitz (links) und Jonas Mohr.  Foto: Frank Vetter

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Sollen sich in der Landesliga weiter entwickeln: Die Mörscher Talente Luis Heitz (links) und Jonas Mohr. Foto: Frank Vetter

Am Donnerstagmittag hatte Pascal Huber dann endgültig Klarheit. Endlich hatte der Spielausschuss Gewissheit, in welcher Liga der 1. SV Mörsch in der kommenden Runde gegen den Ball treten wird. Schwarz auf weiß teilte der Südbadische Fußballverband den Nordbadenern mit, dass der freiwillige Abstieg in die Fußball-Landesliga genehmigt wurde. Eine weitere Horror-Saison in der Verbandsliga bleibt den Kickern aus der Sandgrube damit erspart. Einem Neuanfang unter Neutrainer Christian Hofmeier, der zu seinem Heimatverein zurückkehrt, steht damit nichts mehr im Weg.

Dabei hätte der SVM durchaus die Berechtigung gehabt, auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga zu spielen. Auf dem außerordentlichen Verbandstag beschlossen die Delegierten bekanntlich den Saison-Abbruch mit Meistern, aber keinen Absteigern (wir berichteten). Für die Gelb-Schwarzen hätte eine weitere Verbandsligasaison aber keinen Sinn gemacht. „Nachdem es früh absehbar war, dass wir wohl absteigen würden, waren die Kaderplanungen ganz klar auf die Landesliga ausgerichtet. Mit dem angestrebten Kader wären wir in der Verbandsliga chancenlos gewesen“, meint Huber. Und auch Hofmeier ist „froh“ über die Entscheidung des Verbands: „Eine weitere Saison in der Verbandsliga wäre happig gewesen, gerade für die Entwicklung der Spieler.“

Landesliga-Start am 22./23. August

Wirklich überrascht war Huber von dem zu erwarteten SBFV-Ergebnis nicht. „Wir haben schon damit gerechnet, dass der Antrag durchgewunken wird“, sagt der SVM-Spielausschuss. Christian Dusch, SBFV-Vizepräsident und Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, habe ihm bereits mündlich zugesagt, dass der freiwillige Abstieg erlaubt werde. „Aber was Schriftliches in den Händen zu haben, ist dann einfach noch mal etwas anderes“, erklärt Huber.

Damit starten die Nordbadener am Wochenende 22./23. August, der SBFV hatte am Dienstag den Rahmenterminkalender für die Saison 2020/21 veröffentlicht, in der Landesliga, Staffel 1 in die Runde und dürfen sich auf heiße Derbys gegen RW Elchesheim, FV Würmersheim VfB Bühl, SV Sinzheim, TSV Loffenau und FV Ottersweier freuen.

Spätestens dann soll die katastrophale Vorsaison in Südbadens Oberhaus (ein Sieg, drei Remis, 14 Niederlagen) endgültig vergessen und abgehakt sein. „Wir vom Vorstand werden kein konkretes Saisonziel ausgeben. Wichtig ist, dass die Mannschaft schnell zusammenwächst und sich entwickelt“, sagt Huber, der aber nachlegt: „Eine Spaßveranstaltung wird es aber nicht werden, wir gehen die neue Aufgabe Landesliga mit ordentlich Disziplin an.“

Hofmeier: „Gute Mischung beisammen“

Auch wenn der personelle Aderlass in der Sandgrube in den vergangenen zwei Jahren groß war (Christof Leiss, Maximilian Schmitt, Leon Preine, Markus Baumann, Nico Bretzinger), ist der aktuelle Kader allemal landesligatauglich. Neben hoffnungsvollen Talenten wie Jonas Mohr und Luis Heitz werden einige alte Hasen wie Tobias Gauder, Kevin Clussmann, der als spielender Co-Trainer agiert, und Daniel Rimmelspacher wieder die SVM-Kickstiefel schnüren. „Gerade die Neuzugänge haben alle einen SVM-Hintergrund. Wenn bei den Routiniers der Körper mitspielt, haben wir eine ganz gute Mischung beisammen für eine gute Ausgangsposition in der Landesliga. Wir wollen uns einfach etablieren“, sagt Hofmeier, der trotzdem von einer „kleinen Wundertüte“ spricht.

Und wer weiß, so eine Wundertüte kann ja für ganz viel Spaß, Freude und Erfolg sorgen – natürlich auch in der Landesliga.

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Erstellt:
5. Juli 2020, 10:00 Uhr
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