SV Ottenau freut sich auf Kunstrasenplatz

Gaggenau (vgk) – Mit der Baugenehmigung für den Umbau des Murgstadions rückt für die Sportvereinigung Ottenau ein lang gehegter Wunsch näher.

Vorstand und Arbeitskreis mit einem Modell: Für den neuen Kunstrasen (rechts) wird der bestehende Rasenplatz um rund 15 Meter nach links verlegt. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Vorstand und Arbeitskreis mit einem Modell: Für den neuen Kunstrasen (rechts) wird der bestehende Rasenplatz um rund 15 Meter nach links verlegt. Foto: Veronika Gareus-Kugel

„Es fehlt nur noch die Baufreigabe, der rote Punkt“, freute sich Vorsitzender Manfred Striebich am Freitagabend bei einer Pressekonferenz. Hinter dem Umbau steht das Ziel, den Verein attraktiver und zukunftsfähig zu machen.

Schon seit Langem sorgt die räumliche Trennung zwischen Stadion (Rasenplatz) an der Murg und Hartplatz hinter der Merkurschule für Unzufriedenheit bei SVO-Trainern und Vereinsleitung. Doppelstrukturen müssen unterhalten werden. Auch entsprechende Wetterereignisse sorgen oftmals für Unmut, wenn große Pfützen auf dem Platz das Training erschweren oder unmöglich machen. Insbesondere die Jugend hat unter diesem Sachverhalt zu leiden.

Der Hartplatz hinter der Merkur-Schule war zu Beginn der 70er-Jahre als Schulsportplatz mit einem Nutzungsrecht für die Sportvereinigung angelegt worden. Es wurde an dieser Stelle viel experimentiert, um die Fläche optimal nutzen zu können, jedoch mit geringem Erfolg, wie Peter Schillinger ausführt.

Gesamtkosten bei rund 800.000 Euro

Nachdem Vermessungen die Chance eröffnen, durch Geländeveränderungen ein Kunstrasenfeld mit DFB-Normgröße zu erhalten, nehmen die Planungen Fahrt auf. Der bestehende Rasenplatz muss nur um rund 15 Meter in Richtung der Parkplätze der Sportgaststätte verschoben werden.

Nach einstimmiger Beschlussfassung durch Vorstand und Abteilungsleiter holte man Architekt Carlo Lehmann, einen Fachmann für Sportstättenbau, ins Boot. Der „Arbeitskreis Umbau Murgstadion“ wurde gegründet. Nachdem zwischenzeitlich sämtliche Gutachten eingeholt sind, unter anderem ein Lärmgutachten und ein Lichtemissionsgutachten oder eines im Hinblick auf ein 100-jährliches Hochwasser, konnte der Bauantrag gestellt werden, erläuterte der Architekt.

Der Stadtverwaltung habe man vorgeschlagen, für die am Stadion vorbeiführende Straße ein eingeschränktes Halteverbot auszusprechen. Als Parkfläche könne der Verein die hinter der Sportanlage liegenden Flächen mitnutzen. Diese hat die Stadt an die Daimler AG vermietet.

Für das Projekt werden vom Verein rund 800.000 Euro veranschlagt, finanziert über ein Darlehen. Der Badische Sportbund steigt in die Finanzierung mit einer Fördersumme in Höhe von 30 Prozent des Gesamtvolumens ein.

Auch die Stadt Gaggenau habe Förderung zugesagt. Über deren Höhe hat der Gemeinderat am 25. Oktober zu entscheiden. Außerdem werden noch für die Projektverwirklichung bis zu 6.000 Stunden Eigenleistung veranschlagt, um die Kosten weiter zu reduzieren.

Im Anschluss an die Pressekonferenz wurde das Projekt den Teilnehmern der Jahreshauptversammlung vorgestellt, wo es ebenfalls auf großes Wohlwollen stieß.

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Veronika Gareus-Kugel

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Erstellt:
3. Oktober 2021, 17:31 Uhr
Lesedauer:
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