SVO-Fußballer: Neustart im Pokal

Baden-Baden/Achern (moe) – Lange 228 Tage saßen die Fußballer des SV Oberachern wettbewerbstechnisch auf dem Trockenen, im Verbandspokal steht nun am Sonntag der ersehnte Neustart an.

Schuss ins Viertelfinale? Kapitän Nicola Leberer und sein SVO haben die nächste Runde im Visier. Foto: Frank Seiter

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Schuss ins Viertelfinale? Kapitän Nicola Leberer und sein SVO haben die nächste Runde im Visier. Foto: Frank Seiter

Ein Achtelfinale im südbadischen Verbandspokal taugt in den seltensten Fällen für die Geschichtsbücher, und wenn, dann höchstens als kleine Randnotiz. Im Fall der Partie des FSV Rot-Weiß Stegen gegen den SV Oberachern ist das ein wenig anders. Denn wenn der Fußball-Landesligist aus dem Freiburger Umland am Sonntag um 15 Uhr den Oberligisten aus dem Achtertal empfängt, kann man zweifelsfrei von einer historischen Note sprechen: Die Partie ist das erste Pflichtspiel einer Mannschaft aus dem Bezirk Baden-Baden seit dem zweiten Lockdown.

Entsprechend groß ist die Vorfreude: „Endlich ist es so weit, dass wir wieder mit dem Wettkampfsport beginnen“, sagt Christian Dusch, der für den Spielbetrieb zuständige Vizepräsident des Südbadischen Fußball-Verbands (SBFV) dazu passend.

Für die Beteiligten ist es ein Stück weit Rückkehr zur fußballerischen Normalität, wobei die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus freilich omnipräsent sind. Die Teams müssen strenge weitergehende Hygieneanforderungen erfüllen, insbesondere ein umfassendes Testkonzept. Das wird den Sieger auch in der nächsten Woche begleiten, denn der Zeitplan zur Ermittlung des südbadischen Vertreters am DFB-Pokal, der bis zum 30. Juni gemeldet werden muss, ist ambitioniert: diese Woche Achtelfinale, nächste Woche Viertel- und Halbfinale und eine Woche später dann das Finale.

350 Zuschauer sind zugelassen

Laut aktueller Corona-Verordnung wären theoretisch bis zu 750 Zuschauer in der Stegener Kageneck-Sportanlage möglich, allerdings: Nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt und in Abstimmung mit den beiden Vereinen wurde die Zuschauerzahl reduziert, um Abstände konsequent einhalten zu können. „Alle Beteiligten haben das Ziel, das Spiel sicher und im Einklang mit den staatlichen Vorgaben durchzuführen. Deshalb musste die Zuschaueranzahl auf 350 begrenzt werden“, erklärt Dusch. Bei den Spielern wird allerdings auch die reduzierte Kulisse Erinnerungen an vergangene Zeiten wecken.

Der SV Oberachern musste insgesamt 228 Tage auf die Rückkehr zum Wettkampfsport warten, trainiert wird immerhin schon seit dem 20. Mai. Dennoch gilt es jetzt, ohne zuvor ein Testspiel absolviert zu haben, gleich wieder Farbe zu bekennen. „Es ist bislang eine sehr komplexe Vorbereitung. Wir müssen im gesamten Trainerstab sehr hellhörig sein und aufpassen, dass wir eine gute Mischung in der Trainingssteuerung hinbekommen. Bisher haben die Jungs das sehr gut angenommen“, sagt SVO-Trainer Mark Lerandy.

Lerandy: „Wollen mit aller Macht eine Runde weiter“

Die Achtertäler tragen zwar die klare Favoritenbürde beim zwei Klassen tiefer angesiedelten Gegner, doch im Pokal ist der Klassenunterschied bekanntlich nicht der entscheidende Gradmesser. Schon beim 2:1-Erfolg in der letzten Runde beim Landesligisten SV Oberwolfach tat sich die Lerandy-Elf bis zum Schluss mehr als schwer. Die Rot-Weißen aus Stegen schafften den Sprung in die Runde der letzten 16 durch ein 2:1 beim Landesligisten VfR Bad Bellingen und einen 2:0-Heimerfolg gegen den Ligakonkurrenten FSV Altdorf.

Lerandy weiß, dass die Partie am Sonntag kein Selbstläufer wird. „Am Ende des Tages wollen wir natürlich mit aller Macht eine Runde weiterkommen. Im Idealfall mit einem guten Spiel und keinen Verletzten“. Ins gleiche Horn bläst auch Oberacherns sportlicher Leiter Pino Alesi: „Es ist immer schwer gegen einen hoch motivierten unterklassigen Gegner“. Lerandy kann dabei fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf den verletzten André Lamm steht ihm der komplette Kader zur Verfügung.

Dem SV Oberachern steht für die Partie ein Kontingent von 150 Eintrittskarten zur Verfügung. Detaillierte Infos zum Kartenerwerb sind für die SVO-Fans unter der Mailadresse info@svoberachern.de erhältlich.

Ihr Autor

BT-Redakteur Moritz Hirn und Richard Morgenthaler

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Erstellt:
11. Juni 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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