Sandweier: „Stöcke Nord“ nimmt Fahrt auf

Baden-Baden (sga) – Für eine dorftypische Vielfalt: In „Stöcke Nord“ sollen bis zum Jahresende junge Familien ihr neues Zuhause finden. Dort werden insgesamt 30 neue Häuser gebaut.

Bis Ende des Jahres sollen die Gebäude bezugsbereit sein und neue Wohnflächen für junge Familien entstehen. Foto: Sarah Gallenberger

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Bis Ende des Jahres sollen die Gebäude bezugsbereit sein und neue Wohnflächen für junge Familien entstehen. Foto: Sarah Gallenberger

Für Wolfram Birk steht das Zusammenleben in Sandweier an oberster Stelle. Deshalb freut sich der Ortsvorsteher auch über das Neubaugebiet „Stöcke Nord“, wo bis Ende dieses Jahres künftig reichlich Platz für junge Familien entstehen soll. Zwei der insgesamt 30 Häuser stehen bereits.

„Eins wird sogar schon bewohnt“, erzählt Birk beim Rundgang durch das Baugebiet. Auch der Rest sei bereits in trockenen Tüchern, unter den Eigentümern sind sechs Familien aus Baden-Baden mit derzeit 12 Kindern. So erschließe sich für Birk mit dem Vorhaben eine insgesamt 1,2 Hektar große Fläche, die – trotz ihres Neubau-Charmes – für eine „dorftypische Vielfalt“ in Sandweier sorgt.

Die gleiche Meinung vertritt auch OB Margret Mergen: „Hier entsteht Wohnraum, der an anderer Stelle wieder frei wird. Dadurch kommt Bewegung in den Markt und die ein oder andere neue Familie nach Sandweier.“ Allein die Tatsache, dass der Bebauungsplan im Mai 2018 durch den Gemeinderat verabschiedet worden sei und voraussichtlich bereits Ende dieses Jahres komplett umgesetzt sein werde, zeige: „Wir wollen Lebensraum für jeden Geschmack entwickeln, und zwar schnell.“

Freuen sich auf das Endergebnis: Alexander Wieland, Margret Mergen, Annette Sauer und Wolfram Birk (von links). Foto: Sarah Gallenberger

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Freuen sich auf das Endergebnis: Alexander Wieland, Margret Mergen, Annette Sauer und Wolfram Birk (von links). Foto: Sarah Gallenberger

Die Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung (GSE) sieht das genauso – und setzt den Wunsch durch den Bau verschiedener Haustypen um: Die Grundstücke wurden für drei Mehrfamilienhäuser, elf frei stehende Einfamilienhäuser, zehn Doppelhaushälften und sechs Reihenhäuser vorbereitet. Letztere verfügen jeweils über eine Wohnfläche von 139 Quadratmetern, eine Garage und einen Stellplatz. „Zusammen mit Terrasse und Garten ergibt sich daraus eine Grundstücksfläche von 205 bis 299 Quadratmetern“, geht Annette Sauer (Vertrieb GSE) genauer auf die Planung ein.

Auch hinter der Anordnung der Gebäude steckt ein Gedanke, erklärt Geschäftsführer Alexander Wieland: „Im Zentrum stehen die massiven Bauten. Für Auflockerung sorgen die Einfamilienhäuser, die den Rahmen ergeben.“ Jahrzehntelang sei das gesamte Bauprojekt ein Thema gewesen, das viele beschäftigt hat. „Gemeinsam mit dem Fachgebiet Tiefbau setzen wir es nun um.“ Und zwar auch auf eine ökologische Art und Weise, wie Sauer erläutert: „Wir sprechen hier von KfW-Effizienzhäusern.

45 Prozent weniger Energieverbrauch

Das bedeutet, dass 45 Prozent Energie gespart und ein entsprechendes KfW-Darlehen in Anspruch genommen werden kann.“ Ein Punkt, der besonders für junge Familien eine große Rolle spielen könnte. Denn ein Eigenheim könne sich nicht jeder leisten, das wisse auch OB Mergen. „Deshalb spielt für viele Käufer eine mögliche Förderung eine große Rolle“, die (unter Einhaltung der Einkommensgrenze) 15 Euro pro Quadratmeter auf dem Grundstückspreis ausmacht – für maximal vier Kinder unter 18 Jahren.

Genug Anreiz für die insgesamt 43 Bewerber habe die Ausstattung gegeben: Vinyl-Beläge in Holzoptik, Küche, Bad und WC, Fußbodenheizung (Luft-Wasser-Wärmepumpe). Und auch um das Haus herum soll es schön aussehen. Deshalb sei laut Sauer die Entscheidung auf eine robuste Verkleidung der Mülltonnen sowie das Setzen von Hecken und Kirschbäumen gefallen. „Was die Gestaltung des eigenen Gartens betrifft, kann sich dann jeder selbst verwirklichen.“


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