Sanierung des Loffenauer Sportplatzes kostet mehr

Loffenau (ama) – Die Sanierung des Loffenauer Sportplatzes wird 32.000 Euro teurer als gedacht. Statt rund 260.000 Euro kostet das Vorhaben etwa 292.000 Euro.

Ende der Fahnenstange erreicht: Der Loffenauer Kunstrasen. Foto: Adrian Mahler

© ama

Ende der Fahnenstange erreicht: Der Loffenauer Kunstrasen. Foto: Adrian Mahler

Das teilte Bürgermeister Markus Burger in der Gemeinderatssitzung am Dienstag mit. Trotz der Kostenerhöhung stimmten die Räte einstimmig dafür, die Sanierung des Kunstrasenplatzes auszuschreiben und im Haushalt von 2022 zu berücksichtigen.

Wegen der Anpassungen wird es aber immer wahrscheinlicher, dass sich der geplante Baubeginn im März nach hinten verschiebt. Wie es zu der Kostenerhöhung kam, erklärte Markus Burger: „Bei einem Vor-Ort-Termin mit dem beauftragten Planer im November sind weitere notwendige Maßnahmen aufgefallen. Zum Beispiel sind die vorhandenen Tore nicht kippsicher.“ Sie könnten umfallen, wenn sich etwa ein Kind an die Querlatte hängt. „Die Tore müssen zur Sicherheit beschwert werden.“

Außerdem sind laut Burger einige Pfosten der Zuschauerbarriere lose und müssen ausgetauscht werden. Und am Spielfeldrand hin zum offengelegten Lützelbach sei die Anbringung eines Lochblechs notwendig. Das wirke wie ein Sieb, um zu verhindern, dass das Korkfüllmaterial des neuen Kunstrasenplatzes bei starken Regenfällen aufgeschwemmt wird und in den Bach fließt, sagte Burger.

Ist Korkfüllung das richtige Material?

Reiner Singer, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, sagte: „Wenn wir jetzt schon Bleche brauchen, habe ich Bedenken, dass die Korkfüllung das richtige Material ist.“ Ihm fehlten Informationen, was das beste Material sei. Bürgermeister Burger entgegnete, dass er mit Mitgliedern des Gemeinderats im Sommer viele Plätze mit Korkfüllmaterial angeschaut habe. „Es war aber niemand von den Freien Wählern dabei“, betonte er.

Als Alternative zu dem Gemisch aus Kork und Sand bleibe nur ein Füllmaterial rein aus Sand. „Das führt bei Stürzen aber zu Verbrennungen“, erklärte Burger. Plastik sei dagegen gar keine Option, weil das Projekt dann keine Förderung für den kommunalen Sportstättenbau bekommen hätte.

Wolfgang Reik bedauerte, dass die Förderung für den zusätzlichen Betrag nun nicht mehr greift. „Wir hätten mehr als 78.000 Euro bekommen, wenn wir die Zusatzkosten früher gekannt hätten“, sagte der Fraktionssprecher von SPD und Aktive Loffenauer Bürger. „Aber wir können das nicht mehr rückgängig machen.“

Bürgermeister Burger schlug deshalb vor, einen Antrag auf Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock des Landes zu stellen. „Loffenau hat in der Vergangenheit immer Gelder bekommen. Mit dem Ausgleichsstock können wir die Kosten für den Verein und die Gemeinde reduzieren“, sagte Burger. Von den Gesamtkosten von etwa 313.000 Euro (zuzüglich Planungsbüro) würden bestenfalls bis zu 50 Prozent gefördert.

„Die Pachtzahlung ist sehr kompliziert“

Die Gemeinde übernehme dann 70 und der TSV Loffenau 30 Prozent der Kosten, betonte Burger. Hinsichtlich der Pacht und Pflegepauschale zwischen Gemeinde und Verein legten sich die Gemeinderäte in der Sitzung noch nicht fest. „Die Pachtzahlung ist sehr kompliziert“, sagte Reiner Singer. „Wir brauchen mehr Informationen, wie das andere Vereine machen.“ Singer bezweifelte zudem, dass man sich an den alten Zeitplan halten könne. „Im März anzufangen ist riskant.“ Wenn etwa Schnee falle, werde es schnell eng, vor dem Cordial-Cup am 9. und 10. April fertig zu sein. Auch Burger sprach sich dafür aus, die Austragung eines der größten Jugendfußballturniere Europas nicht zu riskieren. „Wir sind froh, dass wir das Turnier haben.“

Deshalb laufe es voraussichtlich darauf hinaus, direkt nach dem Turnier mit der Sanierung zu beginnen, so Burger. Hintergrund der Maßnahme ist, dass der seit 2006 genutzte Kunstrasen seit einiger Zeit in einem sehr schlechten Zustand ist. „An einer Sanierung unseres einzigen Sportplatzes führt kein Weg vorbei“, so Burger. Die Auftragsvergabe soll in der Gemeinderatssitzung am 22. Februar besprochen werden.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.