Sascha tanzt für seine Partnerin

Karlsruhe (BT) – Jeden ersten Samstag im Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder im Februar Saruskranich Sascha kennen.

Saruskranich Sascha versucht jedes Jahr aufs Neue, seine Partnerin Sarah zu beeindrucken. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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Saruskranich Sascha versucht jedes Jahr aufs Neue, seine Partnerin Sarah zu beeindrucken. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Bereits von weitem bin ich gut zu hören. Meine Rufe sind sehr laut und kaum zu verwechseln. Mein Name ist Sascha, ich bin ein Saruskranich und lebe im Zoo Karlsruhe gemeinsam mit meiner Partnerin Sarah. Dort fallen wir nicht nur wegen unserer lauten Rufe auf, sondern auch wegen unserer Größe. Mit einer Höhe von bis zu 1,8 Metern und einer Flügelspannweite, die sogar 2,8 Meter erreichen kann, sind wir nämlich die größten Kraniche der Welt.

Ursprünglich leben meine Artgenossen in Asien und Australien. Dort waren wir früher auch ziemlich häufig. Mittlerweile gibt es aber nur noch wenige Verwandte von mir in der Natur. Deshalb gilt meine Art auch als gefährdet. Häufig werden meine Artgenossen von Menschen gejagt. Noch viel schlimmer ist aber, dass die Menschen immer mehr Lebensraum zerstören, in dem sich Saruskraniche aufhalten können und in dem sie genug Futter finden.

In den Feuchtwiesen oder Sümpfen gibt es am meisten zu fressen: Insekten, Mäuse, Frösche, kleine Reptilien, Wasserpflanzen und Samen. Um Acker- und Bauland zu bekommen, werden diese Gebiete von den Menschen immer mehr trockengelegt. Damit fehlt den Saruskranichen in der Natur dann das Futter. Im Zoo muss ich mir darum zum Glück keine Sorgen machen, da versorgen mich die Tierpfleger bestens mit ausreichend Nahrung.

Balz erinnert an Ballett

Genau gleich wie bei meinen Verwandten in der Natur ist, dass wir Saruskraniche eigentlich unser ganzes Leben in einer festen Partnerschaft verbringen. Mit meiner Partnerin Sarah habe ich bereits mehrfach Nachwuchs gehabt. Auch wenn wir schon lange zusammen sind, versuche ich jedes Jahr neu, sie für mich zu begeistern. Das nennt man bei uns Balz, und wir führen dabei wunderbare Tänze auf. Zuerst springen wir mit ausgebreiteten Flügeln umher. Das sieht ein bisschen so aus wie bei Balletttänzern. Dann verbeugen wir uns immer wieder, treten mit unseren Füßen in die Luft und rufen ganz laut. Aktuell tanze ich wieder ganz viel für meine Partnerin.

Wenn im Frühjahr dann die Eier gelegt werden, bei uns Saruskranichen sind es normalerweise zwei, wechseln wir uns beim Brüten ab. Nach einem guten Monat schlüpfen die Küken, die noch ganz klein und flauschig sind. Der Nachwuchs wächst schnell, und schon im Herbst sind die „Kleinen“ bereits so groß wie wir.

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Erstellt:
7. Februar 2021, 13:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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