Scherzheim: Ortsdurchfahrt wird sicherer

Lichtenau (iru) – Eine Fußgängerampel soll an der Durchfahrtsstraße im Lichtenauer Ortsteil Scherzheim für mehr Sicherheit sorgen. Außerdem werden die Bushaltestellen umgestaltet.

Bisher ist die Fahrbahn knapp acht Meter breit. Das soll sich nach dem Umbau der Ortsdurchfahrt ändern. Foto: Ingbert Ruschmann

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Bisher ist die Fahrbahn knapp acht Meter breit. Das soll sich nach dem Umbau der Ortsdurchfahrt ändern. Foto: Ingbert Ruschmann

Umfangreiche bauliche Maßnahmen sind geplant. Dabei sollen auch die Interessen mobilitätseingeschränkter Menschen besser berücksichtigt werden. Unter anderem wird auf der innerörtlichen Landesstraße 75 (ehemals B 36) endlich ein Fußgängerüberweg geschaffen.

Der Lichtenauer Gemeinderat billigte in seiner jüngsten Sitzung einen Planentwurf für die Verlegung und den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen und die Einrichtung einer Fußgängerüberquerung. Die vom Vertreter des projektbegleitenden Acherner Ingenieurbüros RS, Rudolf Martin, vorgestellte Planung sieht auf dem insgesamt etwa 150 Meter langen, im Wesentlichen zwischen der Kirch- und Blumenstraße gelegenen Teilabschnitt der L75 gleich mehrere Einzelmaßnahmen vor. Auf der gesamten Länge des in die Planung einbezogenen Bereichs soll die Fahrbahnbreite von knapp acht auf sechseinhalb Meter reduziert und der Fußweg auf der Westseite entsprechend verbreitert werden. Die Planer versprechen sich davon eine spürbare Reduzierung des Verkehrsflusses. Ein weitläufiger gestalteter Einmündungsbereich in die Helmlinger Straße soll zudem für mehr Übersichtlichkeit für Fahrzeugführer, die in die L75 einfahren, sorgen.

Als weitere bauliche Maßnahmen werden die beiden Bushaltestellen umgebaut. Gegenstand der Planung ist vor allem die Ausstattung mit speziell abgerundeten Bordsteinen, sogenannten Busborden. Durch diese wird ein nahes Heranfahren der niederflurigen Busse ermöglicht. Fahrgäste können also einsteigen, ohne dass ein Höhenunterschied zu überwinden wäre. Zudem werden Blindenleitlinien installiert, die einen barrierefreien Zugang zu den Bussen erleichtern. Während die östlich gelegene Haltestelle an ihrem angestammten Platz verbleibt, muss die westliche Anlage in südlicher Richtung verschoben werden.

Zebrastreifen nicht möglich

Eine Ampel mit entsprechenden Fahrbahnmarkierungen soll künftig das gefahrenlose Überqueren der Scherzheimer Ortsdurchfahrt sicherstellen. Ein Fußgängerüberweg in Form eines Zebrastreifens, stellte Martin klar, sei aus planungsrechtlicher Sicht nicht möglich. Zum einen hätte dafür eine Insel in die Fahrbahnmitte eingebaut werden müssen, was aus Platzgründen nicht umsetzbar wäre, zum anderen sei hierfür das erforderliche Verkehrsaufkommen zu gering gewesen, sagte er.

Udo Klett (BfL) sah in der Variante mit dem Zebrastreifen und der Fahrbahninsel den positiven Effekt einer zu erwartenden Geschwindigkeitsreduzierung durch die Fahrbahnverengung. „Die von Süden kommenden Fahrzeuge rauschen da geradewegs durch“, betont Klett mit Blick auf die gerade durch den Ort laufende Streckenführung.

Nach kurzer Diskussion verständigte sich das Gremium darauf, die Möglichkeiten des Einbaus von Fahrbahnteilern an den Ortseingängen in einem gesonderten Verfahren aufzugreifen. Am Ende billigte der Gemeinderat die vorgestellte Planung. Nun sollen die Kosten des Projekts und mögliche Zuschussansprüche, insbesondere für den Umbau der Bushaltestellen, ermittelt werden.

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Erstellt:
19. Dezember 2020, 12:00 Uhr
Lesedauer:
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