Schlaglöcher und wildes Parken bei Schloss Favorite im Visier

Rastatt (sl) – Klagen über Schlaglöcher auf einer Zufahrt zu Schloss Favorite lassen die Stadt Rastatt über eine Sanierung nachdenken – und über parkende Autos, die dort eigentlich nicht hingehören.

Provisorisch mit Sand hat die Schlösserverwaltung Schlaglöcher auf einem Wirtschaftsweg bei Schloss Favorite eingeebnet, die eigentlich zuständige Stadtverwaltung denkt nun über eine dauerhaftere Lösung nach.Foto: Sebastian Linkenheil

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Provisorisch mit Sand hat die Schlösserverwaltung Schlaglöcher auf einem Wirtschaftsweg bei Schloss Favorite eingeebnet, die eigentlich zuständige Stadtverwaltung denkt nun über eine dauerhaftere Lösung nach.Foto: Sebastian Linkenheil

Wenn man von jemandem sagt, er habe auf Sand gebaut, dann meint man landläufig, dass sein Vorhaben nicht von Dauer sein kann. Das gilt auch für jenen Sand, mit dem die Staatlichen Schlösser und Gärten die Schlaglöcher auf der Zufahrt zu Schloss Favorite aus Richtung Haueneberstein im vergangenen Herbst provisorisch geflickt haben. Wohlgemerkt: Ohne dafür zuständig zu sein! Denn das ist im Fall dieses Feld- und Wirtschaftswegs vor den Toren des Schlossparks die Stadt Rastatt.

BT-Leser mahnt dauerhafte Lösung an

Der Hinweis, der seinerzeit zur sandigen Schadensbegrenzung führte, kam von einem BT-Leser. Ein anderer Leser musste nun feststellen, dass nach rund einem halben Jahr die sandgefüllten Löcher wieder vom Regen ausgewaschen sind. Ja, es kam einiges runter diesen Winter. „Gerade für ältere Menschen, die einen Rollator benutzen müssen, ist dieser Zugang zum Schlosspark sehr gefährlich“, klagt er, „selbst ich als normaler Fußgänger muss bewusst aufpassen, damit ich nicht in diesen Schlaglöchern umknicke“, mahnt er eine dauerhaftere Lösung an. Den Kopf in den Sand zu stecken, hat eben noch nie viel geholfen.

Kaltasphalt als Sofortmaßnahme

Folge der Anfrage unserer Zeitung war denn auch eine „Ortsbesichtigung“ des städtischen Kundenbereichs Ökologie und Grün. „Als Sofortmaßnahme hat Ulrich Steinam vom Kundenbereich eine Verfüllung der Schlaglöcher mit Kaltasphalt in die Wege geleitet“, berichtet die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg: „Problem erkannt, Problem kurzfristig behoben“, klopft sie den eifrigen Verwaltungskollegen auf die imaginäre Schulter. Allerdings ist über die Osterwoche noch nicht all zu viel passiert. Hoffentlich verläuft die Sache nicht im Sande. Immerhin ist schon ein Bagger vor Ort.

Viel passiert ist noch nicht, aber der Bagger steht schon bereit. Foto: Sebastian Linkenheil

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Viel passiert ist noch nicht, aber der Bagger steht schon bereit. Foto: Sebastian Linkenheil

Auf Wirtschaftsweg sind eigentlich keine Autos zulässig

Ein weiteres Problem lässt sich aber nicht so schnell lösen, gibt Dießelberg zu bedenken. Denn um die Schlaglöcher nachhaltig zu beseitigen, wäre eine generelle Sanierung des Feldwegs mit einem neuen Asphaltbelag notwendig. Und jetzt kommts: Hierzu brauche es zunächst eine grundsätzliche Klärung, wie mit den dort parkenden Autos umzugehen ist. Die sind bei schönem Wetter fast so zahlreich wie Sand am Meer. Auch der Autor hat seinen Wagen schon dort platziert. Aber: Auf dem Wirtschafts- und Feldweg sind eigentlich gar keine Pkw zulässig! Lassen Sie sich keinen Sand in die Augen streuen: Die Stadtverwaltung wird sich des Themas annehmen und will die Sache mit der Staatlichen Schlösserverwaltung besprechen. Schon jetzt ist der seit Jahrzehnten beliebte „wilde“ Parkplatz mit einer Absperrschranke verbarrikadiert, was das Parkproblem bei Schloss Favorite weiter verschärfen dürfte. Schließlich ist es auf dem offiziellen Parkplatz des beliebten Ausflugsziels an sonnigen Wochenenden bereits bisher nicht immer ganz leicht, sein Fahrzeug abzustellen.

Die beliebte Zufahrt hat die Stadt für Autos bereits abgesperrt. Foto: Sebastian Linkenheil

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Die beliebte Zufahrt hat die Stadt für Autos bereits abgesperrt. Foto: Sebastian Linkenheil

Ihr Autor

BT-Redakteur Sebastian Linkenheil

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Erstellt:
11. April 2021, 10:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

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