Schnelles Internet für Neusatz

Bühl (cn) – Schnelles Internet im Blick: Georg Friedmann von den Bühler Stadtwerken hat den Masterplan für Neusatz vorgestellt.

An einigen Schautafeln informieren sich die Bürger, wo überall Glasfaserkabel gelegt werden soll. Foto: Christina Nickweiler

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An einigen Schautafeln informieren sich die Bürger, wo überall Glasfaserkabel gelegt werden soll. Foto: Christina Nickweiler

In großen Schritten soll Neusatz bis zum Herbst an das schnelle Internet angeschlossen sein. Bei der Sitzung des Ortschaftsrates Neusatz am Dienstagabend stellte Georg Friedmann von den Bühler Stadtwerken den Masterplan für Neusatz vor.

Bei seinen Ausführungen demonstrierte Friedmann Modelle, wie sie im Laufe des Jahres in die Straßen des Ortes eingebracht werden sollen. Den Planungen entsprechend soll die Infrastruktur für das Glasfasernetz über Neusatzeck, dem Kloster bis hoch zu Unterstmatt gelegt werden. Beim Kloster und in der Schwarzwaldstraße sollen Knotenpunkte, die als Verteilerstationen dienen, eingerichtet werden.

Während den Stadtwerken Bühl die straßenbaulichen Maßnahmen obliegen, wird die Stadt Bühl mit anderen Kommunen aus der Region über den kommunalen Betreiber „Baden.net“ in Erscheinung treten, informierte Friedmann in der Ortschaftsratssitzung.

Bund fördert Ausbau des Breitbandnetzes

Der Hintergrund dafür, dass viele Kommunen selbst den Ausbau des Glasfasernetzes in die Hand nehmen müssen, ist der Umstand, dass die großen privaten Anbieter aus Kostengründen ihre Dienste lediglich in bereits erschlossene und dicht besiedelte Gebiete den Bürgern anbieten. Ländliche Regionen oder abseits liegende Orte waren oder sind deshalb vom schnellen Internet abgeschnitten. Um diese „weiße Flecken“ zu beseitigen, fördert der Bund den Ausbau des Breitbandnetzes. Ohne öffentliche Förderung würde sich die Stadt den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur nicht leisten können, ergänzte Friedmann.

Bereits kommende Woche sollen die Straßenbauarbeiten in der Schwarzwaldwaldstraße beginnen. „Uns sitzt die Zeit im Nacken, weil die Sanierung der Straßendecke ansteht“, erläuterte Friedmann und fügte hinzu, dass bis Ende Mai alle Baumaßnahmen bezüglich des Breitbandausbaus abgeschlossen sein sollen.

In einem nächsten Schritt werden dann in die Leerrohre die aus mehreren Fasern bestehenden Kabelstränge „eingeblasen“, erfuhren die Ortschaftsräte. Bis zum Herbst soll das Breitbandnetz bis zum Kloster und spätestens bis Ende des Jahres bis Unterstmatt dann in Betrieb gehen können. Franz Fallert (Freie Wähler) meinte: „Ich bin sehr glücklich, dass Neusatz angeschlossen wird.“

Während und nach Friedmanns Präsentation hatten Bürger die Gelegenheit Fragen zu stellen. Friedmann kündigte an, dass es in Kürze für die Bürger möglich sein wird, sich abends im Rathaus beraten zu lassen, um Fragen rund um die Verträge mit dem Betreiber „Baden.net“ zu klären.

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Erstellt:
4. März 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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