Schnelltest, Speis und Trank

Rastatt (fuv) – Einige Gastronomen in Rastatt bietet Corona-Schnelltests direkt an ihrem Lokal an. Die Wirte sprechen von einer „Win-Win-Situation“ angesichts der aktuellen Lage.

Teststationen, wie hier beim „Avocado“ in Rastatt werden von den Wirten angesichts der aktuellen Lage als „Win-Win-Situation“ gesehen.  Foto: Frank Vetter

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Teststationen, wie hier beim „Avocado“ in Rastatt werden von den Wirten angesichts der aktuellen Lage als „Win-Win-Situation“ gesehen. Foto: Frank Vetter

Der eine hat einen ganzen Container auf dem Parkplatz stehen, der andere einen Zeltaufbau, ein Dritter wickelt das Prozedere durch ein Fenster im Haus ab: Einige gastronomische Betriebe in Rastatt bieten ihren Gästen auf dem eigenen Gelände Corona-Schnelltests an.

Seit Wiedereröffnung der Gastronomie gilt die Testpflicht für Gäste, auch im Außenbereich (noch), wie Dehoga- Kreisvorsitzender Frank Hildenbrand betont. Wer nicht das Glück hat, auf eine Teststation um die Ecke verweisen zu können, greift zum Selbsttest oder baut auf externe Anbieter. „Die kommen in der Regel auf uns zu und fragen, ob wir Interesse haben“, so Hildenbrand, Wirt des Niederbühler „Schnick-Schnack“. Bei ihm erfolgt der Testabstrich an einem Fenster neben der Eingangstür. Dann warten die Gäste geduldig, bis das Ergebnis da ist. „Für die Gastronomie ist das eine Win-Win-Situation. Unsere Gäste sind froh, vor Ort getestet zu werden, wir haben keine Aktion damit, und die Testanbieter machen ihren Umsatz.“

„Wichtigste ist das Einhalten der Regeln“

Von einer Win-Win-Situation spricht auch Robert Amos von „Lehners Wirtshaus“ am Eingang zum Schlosspark. Bei ihm ist das Mobile Testzentrum Mittelbaden (MTZ) aktiv, das auch eine Station vor der benachbarten Schlossgalerie betreibt. MTZ-Geschäftsführer Arne Schumacher sei als Hotelier in Iffezheim schließlich auch Kollege. Neben der Terrasse wurde das Lagerzelt zum Testzentrum umfunktioniert, so Amos. „Wir haben den Vorteil, dass das MTZ Spucktests anbietet. Das empfinden gerade Gäste mit kleineren Kindern als sehr angenehm“, so Amos weiter. Dennoch gebe es völlig uneinsichtige Kunden, die sich auch lauthals beschweren. Aber da könne man nichts machen, sagt er achselzuckend. Wie die meisten Rastatter Gastronomen hält er sich strikt an die Landesverordnung. „Nur so können wir unserer Leidenschaft, Gastgeber zu sein, gerecht werden.“

Mario Matosin vom „Avocado“ pflichtet ihm bei: „Das Wichtigste ist das Einhalten der Regeln und das Überprüfen der Tests.“ Seine Gäste sähen die Testpflicht als notwendig an. Außerdem geht er davon aus, dass die Testpflicht für die Außengastronomie entfallen wird.

Einen anderen Test-Modus bietet Torsten Pall im „Goldenen Hirsch“ an. Die Gäste müssen sich kostenpflichtig selbst testen. Dabei erhalten sie eine Anleitung vom zertifizierten Personal, das den Selbsttest auch überwacht, wie Pall betont.

Geschäft startete unterschiedlich

Für die Gaststätten, die schon geöffnet haben, startete das Geschäft unterschiedlich. Die Wirte, deren Personal im Zuge der Pandemie zum Teil abgewandert ist, sind froh, wenn es nicht ganz so wild losgeht. Für die geringer als erwartete Frequenz macht ein Wirt die Testpflicht mitverantwortlich. Bei anderen ist im Außenbereich immer wieder die „Hütte voll“ – im Rahmen der Verordnung natürlich.

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Erstellt:
4. Juni 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
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