Schon ganz wild aufs Ötigheimer Dorffest

Ötigheim (sl) – Mit großem Mut und viel organisatorischem Aufwand will Ötigheim trotz Pandemie eine Feier veranstalten. Das Fest zieht dafür aufs Gelände der Volksschauspiele um.

Wo steht die Bühne? Wo die Tische? Patric Kohm, Maximilian Tüg und Praktikantin Alisia Meisch (von rechts) sind schon ziemlich weit mit ihren Planungen. Foto: Sebastian Linkenheil

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Wo steht die Bühne? Wo die Tische? Patric Kohm, Maximilian Tüg und Praktikantin Alisia Meisch (von rechts) sind schon ziemlich weit mit ihren Planungen. Foto: Sebastian Linkenheil

Die Sommermonate sind in der Region traditionell die Zeit der Volks-, Stadt-, Dorf- und Vereinsfeste. Wie 2020 macht die Pandemielage in den meisten Fällen auch dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung. Aber Ötigheim will jetzt ein Zeichen setzen und plant für den 3. bis 5. September ein Etjer Dorffest, wie es so noch nie da war. Geimpfte, Getestete und Genesene dürfen mitfeiern.
Hauptamtsleiter Patric Kohm dankt Maximilian Tüg, dem geschäftsführenden Vorstand der Volksschauspiele, für das Entgegenkommen, denn zum ersten Mal wird das Dorffest, das sonst immer rund um das Rathaus gefeiert wurde, diesmal auf dem Gelände von Deutschlands größter Freilichtbühne stattfinden. Dafür spreche nicht nur die Atmosphäre, die Möglichkeit der stimmungsvollen Beleuchtung am Abend und die Infrastruktur mit gastronomisch nutzbaren Einrichtungen, sondern vor allem die bessere Lenkbarkeit der Besucherströme. Die Festveranstalter hängen sich auch an das Hygienekonzept der Volksschauspiele, das sich während der Theatersaison bewährt hatte.

Obergrenze von 875 Personen bleibt

Das bedeutet, dass immer maximal 875 Personen gleichzeitig zugelassen sind und dass man sich zum Feiern anmelden muss. Das ist über Tischreservierungen möglich, erklärt Kohm. Diese können ab Dienstag, 17. August, 10 Uhr, über den Internetauftritt der Gemeinde (www.oetigheim.de) oder im Büro der Volksschauspiele vorgenommen werden. Aber Achtung: Weil die Ötigheimer gegenüber den Auswärtigen einen kleinen Vorsprung bekommen sollen, ist am Dienstag und Mittwoch nur die Reservierung durch Einheimische erwünscht. Diese finden in den nächsten Tagen auch noch einen Programm-Flyer mit einem QR-Code im Briefkasten. Alle anderen, die gerne mitfeiern wollen, können dann ab Donnerstag, 19. August, ihre Reservierungen vornehmen.

Es können ausschließlich Tische für acht Personen gebucht werden. Die Tischreservierung kostet fünf Euro pro Person, also 40 Euro pro Tisch. „Das ist aber kein Eintritt, jeder erhält Verzehrbons für denselben Wert, die auf dem Festgelände wie Bargeld eingesetzt werden können“, erklärt Kohm eine Maßnahme, die verhindern soll, dass im größeren Stil mutwillig Reservierungen vorgenommen und dann nicht wahrgenommen werden.

Schulterschluss bei Vereinen

Ein Dutzend Ötigheimer Vereine beteiligen sich am Fest mit Programmeinlagen und kulinarischem Angebot. Zum ersten Mal in der Ötigheimer Festgeschichte werden die Vereine keine eigenen Verkaufsstände haben. Die Mitglieder werden die vorhandenen Essens- und Getränkestände in gemischten Teams und im Schichtbetrieb bespielen. Die Einnahmen werden am Ende brüderlich geteilt. „So was hätte es vor Corona nicht gegeben“, schmunzelt Kohm. Alle Vereine seien ganz wild darauf, loszulegen, hat er in den Vorbesprechungen gespürt.

Für alle, die eine Reservierung haben, ist am Freitag, 3. September, von 18 bis 20 Uhr Einlass, das eigentliche Festprogramm beginnt um 20.30 Uhr mit „Zimmer mit Musik“. Der Festbetrieb endet um 0 Uhr, das Gelände schließt um 1 Uhr. Am Festsamstag ist von 16 bis 18 Uhr Einlass. Den Fassanstich um 17 Uhr umrahmt der Musikverein und unterhält bis 19 Uhr. Um 20.30 Uhr übernimmt „Krüger Rockt“, ein Walking-Act, wie Kohm ankündigt. Die Bewirtung endet um 0 Uhr, das Gelände schließt um 1 Uhr. Am Sonntag gibt es zwei Zeitfenster: Erster Einlass ist von 11 bis 13 Uhr. Um 12 Uhr tritt der Liederkranz auf, um 13.30 „Harmonie Karlsruhe Brass“. Um 16 Uhr schließt das Festgelände und wird desinfiziert. Der zweite Einlass ist von 17 bis 19 Uhr. Ab 18 Uhr spielt „2Cool“, um 21 Uhr endet die Bewirtung, um 22 Uhr ist das Fest zu Ende. Während der Einlasszeiten bestehen Coronatest-Möglichkeiten.

Ihr Autor

BT-Redakteur Sebastian Linkenheil

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Erstellt:
13. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 46sec

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