Schüler in und um Bühl mit Corona infiziert

Bühl (BNN) – Die Lage ist angespannt: Immer mehr Schüler in und um Bühl infizieren sich mit Corona. Wegen den steigenden Infektionszahlen werden zunehmend Klassen separiert.

Ab in die Klasse: In der Regel machen die Schüler drei Mal pro Woche einen Schnelltest. Foto: Andreas Bühler

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Ab in die Klasse: In der Regel machen die Schüler drei Mal pro Woche einen Schnelltest. Foto: Andreas Bühler

An den Schulen in der Region steigen die Infektionszahlen. Die Schulleiter berichten deswegen von einer zunehmenden Zahl an Klassen, deren Unterricht weitgehend separat organisiert wird. Bislang ist Online-Unterricht offensichtlich noch nicht notwendig.

Die Situation ist insgesamt angespannt, die Schüler werden generell drei Mal pro Woche, Schüler in betroffenen Klassen sogar täglich getestet. In Bühl befindet sich ein Lehrer in Quarantäne, ergab eine Umfrage dieser Zeitung.

„An den Grundschulen sind einige Klassen betroffen. Diese Klassen wurden kurzzeitig alle separiert, da ein oder mehrere Schüler positiv getestet wurden“, skizziert Constance Velimvassakis die aktuelle Lage in Bühl. Das bedeutet: Kein gemeinsamer Unterricht und keine Pausen mit anderen Klassen, Tests erfolgen dann täglich. Die Infektionsrate laufe weiterhin hoch, es gebe täglich neue Fälle an den Bühler Schulen, stellt die geschäftsführende Schulleiterin der Zwetschgenstadt fest.

Die Übertragung erfolge oft im privaten Bereich. „Eine Infektion verbreitet sich schnell im familiären Umfeld, sodass ganze Familien in Quarantäne wechseln.“ Bislang gebe es noch keinen Fernunterricht. „Lediglich ein Lehrer befindet sich zur Zeit in Quarantäne“, rundet Constanze Velimvassakis das Bild ab.

Schnelltests täglich vor Unterrichtsbeginn

In Sinzheim scheint die Lage noch entspannt. Schulleiter Christoph Hagel: „Wir sind an der Lothar-von-Kübel-Realschule bisher ganz gut weggekommen und weitgehend von solchen Fällen verschont geblieben.“ Allerdings befinden sich auch in Sinzheim fünf Klassen in der sogenannten Kohorte, fasst der geschäftsführende Schulleiter für Sinzheim zusammen: „Es gibt fünf Fälle, deshalb werden diese Klassen separiert und nehmen somit auch die Mahlzeiten gesondert ein.“

Er zeigt sich froh über die „extrem hohe Impfquote unter den Kollegen an den Schulen in Sinzheim“. Die wenigen noch nicht geboosterten Lehrer unterziehen sich nach seinen Angaben jeden Tag vor Unterrichtsbeginn einem Schnelltest. Generell sei es auch für die Schüler notwendig, jeweils Montag, Mittwoch und Freitag einen Schnelltest zu machen. „Jeden Tag ein Schnelltest gab es nur für eine Woche zu Beginn des Schulbetriebes nach den zurückliegenden Weihnachtsferien.“

In Rheinmünster verschafft sich Rolf Schemel auf Anfrage einen Überblick am Computer. „Ich spreche jetzt in erster Linie über die Realschule. An den umliegenden Schulen gibt es nach meiner Erkenntnis überall einzelne Corona-Infektionen. Wenn sich diese sprunghaft entwickeln, bekomme ich das mitgeteilt“, zieht der geschäftsführende Schulleiter der Realschule Lichtenau-Rheinmünster Bilanz.

Nach genauer Durchsicht kommt Schemel auf mittlerweile insgesamt 20 positiv getestete Schüler allein an der Realschule Rheinmünster. „Es gibt quasi hier an der Realschule in jeder Klasse einen positiven Schüler. Das verteilt sich auf die verschiedenen Klassen von der fünften bis zur zehnten.“ Eine Klasse aus dieser Realschule sei unterdessen besonders betroffen und werde genau beobachtet. „In dieser Klasse sind bereits vier Schüler positiv getestet. Wenn noch ein Schüler dazukommt, separieren wir die Klasse.“

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Ihr Autor

BNN-Redakteur Andreas Bühler

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Erstellt:
29. Januar 2022, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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