Schul-Digitalisierung: Landkreis nutzt Förderungen

Rastatt (dm) – Der Landkreis Rastatt hat die Fördertöpfe, die den Schulen zur Digitalisierung bereitgestellt wurden, weitgehend ausgeschöpft. Viel Geld floss beispielsweise in Hardware.

Der Landkreis investierte zwar viel in Hardware, große Beträge flossen aber auch in Software und Dienstleistungen wie technischen Support. Symbolfoto: Marijan Murat/dpa

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Der Landkreis investierte zwar viel in Hardware, große Beträge flossen aber auch in Software und Dienstleistungen wie technischen Support. Symbolfoto: Marijan Murat/dpa

Ein Sofortausstattungsprogramm als Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt Schule, ein Unterstützungsbudget, Zusatzprogramme für Administration und Leihgeräte: Bund und Land haben einige Fördertöpfe bereitgestellt, um die Schulen während der Corona-Pandemie zu unterstützen. Für die Bildungsstätten des Landkreises Rastatt standen daraus rund 1,68 Millionen Euro bereit, wie die Verwaltung jüngst den Schul-Ausschuss informierte.

Allein rund 737.100 Euro flossen aus dem Sofortausstattungsprogramm in die kreiseigenen Schulen. Damit wurden 1.066 mobile Endgeräte – also Tablets, Notebooks oder PCs mit Touchscreen – inklusive Zubehör und Dienstleistungen für Schüler und vereinzelte Lehrkräfte beschafft. Zusätzlich hat man rund 16.000 Euro in professionelle Online-Lehrangebote gesteckt und setzt 20.000 Euro für Lizenz- und Dienstleistungskosten ein. Zuletzt standen immer noch Lieferungen einiger Notebooks und anderer Equipments aus. Grund seien „erhebliche, offenbar weltweite Lieferschwierigkeiten“. Nach der Corona-Pandemie sollen die im Zuge des Programms bestellten Geräte weiter „sinnvoll“ zum Einsatz kommen.

Investitionen für bessere Raumluft

Des Weiteren kamen im Landkreis knapp 200.000 Euro Unterstützungsbudget an. Dieses Geld wurde zu fast 80 Prozent für Digitalisierungsmaßnahmen wie Videokonferenzen oder weitere mobile Endgeräte verwendet; das restliche Budget ging in „Maßnahmen zur Raumluft“, also vorrangig CO2-Ampeln, vereinzelt auch in mobile Raumlüfter, wie es in der Auflistung heißt.

Rund 365.100 Euro erhält der Landkreis für die Administration der Schul-IT. Aufgrund dieser zusätzlichen Mittel hat der Landkreis zwei IT-Systembetreuer für die Kreisschulen eingestellt. Diese kümmern sich vorrangig um die Betreuung der Infrastruktur, die durch den Digitalpakt und dessen Zusatzprogramme stark angewachsen ist. Die Kreisverwaltung stellt in diesem Zusammenhang fest, dass die langfristige Finanzierung der Schul-Digitalisierung und deren Administration einer landesweiten Lösung bedürfe.

Berater für digitale Fragen eingestellt

Bereits ein wesentlicher Teil der Lehrkräfte an den Landkreisschulen wurden mit mobilen Endgeräten ausgestattet. Durch das Zusatzprogramm „Leihgeräte für Lehrkräfte“, aus dem der Landkreis Rastatt 352.000 Euro erhält, können nun auch diejenigen ausgestattet werden, die noch kein schuleigenes Tablet oder Notebook haben. Die Ausschreibung ist für Mai geplant, sodass die Umsetzung zum neuen Schuljahr erfolgen könnte.

Unterdessen ist im Medienzentrum Mittelbaden zum 1. Februar mit Markus Blechinger eine neue Stelle zur Betreuung der digitalen Technik besetz worden („Mobile Device Management“) – er ist über die Landkreisschulen hinaus zuständig. Zu den Aufgaben gehört die technische Beratung der Schulen und deren Träger in Sachen Betreuungskonzeption und Einsatz von iPads und Co. Bis Mitte April sind bereits 1.800 mobile Endgeräte von 38 Schulen von 20 Schulträgern aufgenommen worden. Für interessierte Schulen wurden bereits Präsenz- und Onlinefortbildungen veranstaltet.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
4. Mai 2021, 10:48 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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