Schulamt verpflichtet in Gaggenau neue Lehrer

Gaggenau (vgk) – Feierliche Verpflichtung: In der Aula der Merkurschule in Gaggenau wurden am Freitag 102 neue Lehrkräfte des Schulamtsbezirks Rastatt verpflichtet.

Lehrervereidigung des Schulamtsbezirks Rastatt in der Merkurschule Ottenau mit Mund- und Nasenschutz. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Lehrervereidigung des Schulamtsbezirks Rastatt in der Merkurschule Ottenau mit Mund- und Nasenschutz. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Die neuen Lehrkräfte werden am Montag erstmals als Beamte vor ihren Klassen stehen. „Heute ist ein besonderer Tag, eine lange, anspruchsvolle Ausbildung geht zu Ende. Sie haben ihr Berufsziel erreicht“, sagte anlässlich ihrer Vereidigung der leitende Schulamtsdirektor des Schulamts Rastatt, Wolfgang Held. Die Behörde ist zuständig für die Schulbezirke Baden-Baden, Freudenstadt und Rastatt. Ihrer Aufsicht unterstehen 132 Grund-, Haupt-, Real-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen, Schulkindergärten und Ganztagsschulen mit insgesamt 30.000 Schülern und 2.800 Lehrern.

Wie bereits im vergangenen Jahr stand auch dieser feierliche Akt in der Aula in der Merkurschule Ottenau unter dem Einfluss von Covid-19. Die Fenster waren weit geöffnet und die Stühle auf Abstand gestellt. Zur Anwendung kam die 3G-Regel. Zudem musste während der gesamten Veranstaltungsdauer ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Die Gäste begrüßte Konrektor Jan Stenger.

Mit Blick auf die noch immer herrschende Pandemie und das aktuell geltende Regelwerk für den Präsenzunterricht führte Held aus: „Sie arbeiten nicht unter normalen Bedingungen.“ Auch wisse er, dass nicht jeder an seiner Wunschschule einen Platz bekommen habe.

Veränderte soziale Rolle der Schule

In diesem Zusammenhang erinnerte Held an die baden-württembergische Landesverfassung, die gleichwertige Lebensverhältnisse im Land vorschreibt. Er bat deshalb die Junglehrer, an ihren Einsatzorten sich zumindest auf Zeit „auf die Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler einzulassen“. Gleichfalls betonte der Schulamtsdirektor die veränderte soziale Rolle der Schule: „Sie werden als Lehrer stark in der Öffentlichkeit stehen, es mit Eltern zu tun bekommen, die meinen, mehr über Erziehung- und Bildung zu wissen als man selbst.“ Diesbezüglich sei es von großer Bedeutung, sich seiner Rolle als Lehrkraft bewusst zu sein, „in ihren Möglichkeiten und Grenzen“.

„Sie sind wissenschaftlich ausgebildet und Experten für den Unterricht“, meinte Held und riet, dass das Arbeiten im Team die bessere Variante sei. Abschließend wünschte Held den Neuen „kooperative Kollegen, hilfsbereite Kollegen, lernwillige Schüler und eine hilfsbereite Schulleitung“.

Dramatischer Lehrermangel

Grußworte sprachen unter anderem Tatjana Platz, Beauftragte für Chancengleichheit und Beratung, sowie Dr. Titus Bailer, örtliche Vertrauensperson für Schwerbehinderte. Den dramatischen Lehrermangel – insbesondere im ländlichen Raum – thematisierte der Vorsitzende des Personalrats, Bernhard Baumstark. Achim Rheinschmidt umrahmte die Feier musikalisch.

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Erstellt:
10. September 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
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