Schulen: Ohne Testmöglichkeiten gilt Fernunterricht

Baden-Baden/Rastatt (naf) – Schulen müssen in den Fernunterricht, wenn im Stadt- oder Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 200 liegt oder es nicht genug Tests gibt.

Eine Schülerin macht selbst einen Nasenabstrich für einen Antigen-Schnelltest. Symbolfoto: Christoph Soeder/dpa/Archiv

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Eine Schülerin macht selbst einen Nasenabstrich für einen Antigen-Schnelltest. Symbolfoto: Christoph Soeder/dpa/Archiv

Was in der vergangenen Woche noch unsicher war, hat sich nun bestätigt. Die Details zur Öffnung der Schulen sind geklärt: Mit der aktualisierten Corona-Verordnung hat die Landesregierung festgelegt, dass in Stadt- und Landkreisen, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 liegt, am übernächsten Tag auf Fernunterricht umgestellt werden muss. Neben der Notbetreuung sind Abschlussklassen und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) G und K von dieser Regelung ausgenommen.

Doch nicht nur der Inzidenzwert, auch die laut Landesregierung „inzidenzunabhängige Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte“ ist zu einer Bedingung für den Präsenzbetrieb geworden. Ohne Tests kann also kein Wechselunterricht angeboten werden.

Fernunterricht, falls Tests nicht reichen sollten

Bereits vergangenen Freitag informierte Schulamtsleiter Wolfgang Held die Schulen über Handlungsmöglichkeiten, sollten die nötigen Testkits des Landes nicht rechtzeitig eintreffen. Die jeweilige Kommune, andere Schulen oder das Landratsamt könnten in diesem Fall aushelfen, so Held. Sollten auch dann die Tests nicht ausreichen, müssen die Klassen im Fernunterricht bleiben. Jedoch habe Held weder von Schulen im Landkreis Rastatt noch im Stadtkreis Baden-Baden am Montagvormittag eine derartige Rückmeldung erhalten. Falls es doch zu Engpässen kommen sollte, „hat die Notbetreuung Vorrang“, stellt Held klar. Diese müsse in jedem Fall gewährleistet sein.

Auch das Regierungspräsidium Karlsruhe berichtet auf BT-Anfrage, dass die Tests „wie vorgesehen“ an die Schulen, die in den Zuständigkeitsbereich des Präsidiums fallen, geliefert wurden. „Nach hiesiger Erkenntnis waren alle Schulen rechtzeitig am Montag zum vorgesehenen Schulstart versorgt“, sagte Pressesprecherin Clara Reuß am Dienstag. Das Präsidium gehe davon aus, dass der Start weitestgehend reibungslos erfolgt ist.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nadine Fissl

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Erstellt:
21. April 2021, 16:39 Uhr
Lesedauer:
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