Schulen und Kitas im Landkreis bleiben zu

Rastatt (naf) – Endlich herrscht Klarheit an den Schulen und Kitas im Landkreis Rastatt. Das Landratsamt kündigt Fernunterricht ab einer Inzidenz von 200 an. Die Notbetreuung findet weiterhin statt.

Wegen der Corona-Infektionszahlen kehren Schulkinder im Landkreis Rastatt am Montag zunächst in den Fernunterricht zurück. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

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Wegen der Corona-Infektionszahlen kehren Schulkinder im Landkreis Rastatt am Montag zunächst in den Fernunterricht zurück. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Die Mitteilung des Landratsamts erreichte die Schulleiter Freitagmorgen; der Beschluss zu den Kitas ging mittags in die E-Mail-Postfächer ein: Die Einrichtungen bleiben am Montag geschlossen.

Als Grund wird die Inzidenz des Landkreises genannt, die den Wert von 200 am Donnerstag um drei Tage in Folge überschritten hatte. Das Landratsamt beruft sich dabei auf einen Beschluss des Kultusministeriums, der regelt, dass Präsenzunterricht nur in Stadt- und Landkreisen mit einem Inzidenzwert unter 200 stattfinden darf.

Außerdem sei am Wochenende mit einer Überarbeitung der Corona-Verordnung des Landes zu rechnen, wie Pressesprecher Benjamin Wedewart auf BT-Anfrage bestätigt. In der neuen Fassung soll der Fernunterricht ab einer Inzidenz von 200 klar geregelt sein.

Verordnung klärt die Details

Auch wenn die Schulen schon jetzt – unabhängig von der Verordnung – sicher wissen, dass sie am Montag keinen Präsenzunterricht anbieten dürfen, so sei die aktualisierte Verordnung trotzdem wichtig, um die Details zu regeln. „Momentan müsste tagesaktuell je nach Inzidenzwert entschieden werden, ob die Schulen öffnen dürfen oder nicht“, erklärt Wedewart. Liege die Zahl an einem Tag über 200 und am darauffolgenden darunter, so müssten die Lehrer innerhalb eines Tages von Fern- auf Präsenzunterricht wechseln – das soll die Verordnung verhindern. „Wir hoffen ganz klar, dass es so geregelt wird, dass die Schulen schließen müssen, wenn der Inzidenzwert an drei Tagen über 200 liegt und sie wieder öffnen, sobald er fünf Tage darunter liegt“, so Wedewart. Denn die tagesaktuellen Änderungen seien in der Praxis schwer zu vermitteln. „Das ist kein Zustand für die Schulen, jeden Tag schauen zu müssen, wie hoch die Inzidenz liegt“, sagt der Pressesprecher. Mit der Verordnung erhoffe man sich mehr Klarheit.

Klarheit, die es bei den Kitas bereits gibt. Diese werden wieder geöffnet, „sobald der Inzidenzwert von 200 fünf Tage in Folge unterschritten wurde“, teilt Wedewart mit. Die Notbetreuung findet unterdessen sowohl in den Kitas als auch in den Schulen weiterhin regulär statt. Abschluss- sowie Sonder- und Förderklassen sind von der neuen Regelung ausgeschlossen.

Gerade noch rechtzeitig

Auch bei Schulamtsleiter Wolfgang Held sorgte die gestrige Nachricht aus dem Landratsamt für Gewissheit: „Spätestens heute haben wir es wissen müssen“, sagt er am Freitag. So blieb noch Zeit, um Schüler und Eltern zu informieren und die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Diese würden sich allerdings im Rahmen halten. „Die Schulen haben gewusst, dass das mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt. Ich gehe davon aus, dass sie ihre Pläne bereits in der Schublade haben“, ist sich der Amtsleiter sicher. Schließlich dauert dieses Wechselspiel bereits seit einem Jahr an.

Auch Held erwartet die neue Verordnung so bald wie möglich. „Tagesaktuell über die Schulschließungen zu entscheiden, macht keinen Sinn.“ Der Aufwand wäre viel zu groß, schließlich müssten die Eltern auch vorplanen können.

Außerdem teilt der Schulamtsleiter mit, dass das Landratsamt auch bei einer Inzidenz im Landkreis unter 200 für einen Hotspot in einer einzelnen Kommune Fernunterricht anordnen kann. Dies geschieht dann als Allgemeinverfügung.

Für Klassen, die ab Montag in den Wechselunterricht starten dürfen, gilt die Testpflicht. Sollten die dafür nötigen Landes-Tests nicht rechtzeitig angekommen sein, so sollte die jeweilige Kommune auf eigene geplante Lieferungen oder Bestände zurückgreifen oder im Landkreis um Unterstützung bitten.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nadine Fissl

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Erstellt:
16. April 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 40sec

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