Schulentwicklung im Ried vorerst ohne Rektorin

Rastatt (ema) – Die Grundschule Ottersdorf braucht einen neuen Schulleiter. Christine Hillert wechselt nach Gaggenau. Derweil laufen Beratungen über eine mögliche Außenstelle in Wintersdorf.

Die ehemalige Haupt- und Werkrealschule in Wintersdorf könnte auf Dauer Standort einer Grundschule werden. Foto: Archiv

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Die ehemalige Haupt- und Werkrealschule in Wintersdorf könnte auf Dauer Standort einer Grundschule werden. Foto: Archiv

Ausgerechnet in den Vorbereitungen für eine mögliche Erweiterung der Grundschule Ottersdorf in Richtung Wintersdorf kehrt Schulleiterin Christine Hillert der Bildungseinrichtung im Rieddorf den Rücken. Die Rektorin wird in gleicher Funktion künftig die Hebelschule in Gaggenau übernehmen – und zwar zum 1. August, wenn rechtzeitig die Ernennung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe erfolgt, wie der Rastatter Schulamtsdirektor Wolfgang Held dem BT sagte

Der Wechsel an die Gaggenauer Grundschule kommt überraschend – zumal der Rastatter Gemeinderat in seiner Sitzung am 26. Juli über die Perspektiven der Ottersdorfer Grundschule im Zusammenhang mit einem Standort Wintersdorf beraten soll.

Schulamt nennt keine Präferenz

Im Wintersdorfer Schulgebäude ist derzeit noch die Hans-Thoma-Schule untergebracht. Die Schulgemeinschaft wird voraussichtlich nach den Herbstferien den Neubau im Ötigheimer Weg beziehen. Die Stadtverwaltung hatte bereits im vergangenen Jahr signalisiert, in der ehemaligen Haupt- und Werkrealschule Wintersdorf eine Grundschule zu etablieren – entweder als eigenständige Bildungsstätte oder als Außenstelle der Grundschule Ottersdorf. Das Staatliche Schulamt Rastatt hat mittlerweile zu den jeweiligen Alternativen – auch die Erhaltung des jetzigen Zustands gehört dazu – eine ausführliche Stellungnahme vorgelegt. Zu Präferenzen der staatlichen Behörde wollte sich Amtsleiter Held gegenüber dem BT nicht äußern; man wolle die Kommune bei der Schulentwicklung beraten und dabei Vor- und Nachteile der jeweiligen Variante auflisten. Zu berücksichtigen bei der Entscheidung sind Themen wie Klassenbildung, Ganztagsbetrieb, der deutsch-französische Zug, Vertretungen, digitale Vernetzung oder Schulweg. Vor allem die Aufrechterhaltung des bilingualen Zugs als das herausragende Merkmal der Grundschule Ottersdorf gilt bei einer Zwei-Standort-Lösung als nicht leicht umsetzbar. Die Stadtverwaltung selbst hält sich noch bedeckt. Man werde den Gemeinderat am 26. Juli über mögliche Perspektiven informieren und dann das Thema zunächst den beiden Ortschaftsräten zur Beratung überlassen.

Rektorin Hillert war gestern für das BT nicht zu sprechen. Sie leitet seit 2009 die Grundschule. Ihre Aufgaben wird im neuen Schuljahr vorerst Konrektorin Nelli Lichtenberg übernehmen.

Im Staatlichen Schulamt geht man davon aus, dass die Rektorenstelle nach der Ausschreibung wohl frühestens zum zweiten Schulhalbjahr ab Februar 2022 besetzt werden kann.


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