Schulschach: Alle drei Gaggenauer Teams weiter

Gaggenau (ham) – Das Goethe-Gymnasium trumpft bei den badischen Schulschachmeisterschaften auf – alle Teams konnten sich für die nächste Runde qualifizieren.

Joel Kraus trägt mit 5:2 Punkten maßgeblich zum badischen Titel des Goethe-Gymnasiums Gaggenau bei. Foto: Hartmut Metz

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Joel Kraus trägt mit 5:2 Punkten maßgeblich zum badischen Titel des Goethe-Gymnasiums Gaggenau bei. Foto: Hartmut Metz

Trotz der Corona-Pandemie ist dieses Jahr wieder die Schulschachmeisterschaft über die Bühne gegangen, in der sowohl geübte Vereinsspieler als auch Anfänger gemeinsam für ihre Schule antreten. Da bereits im letzten Jahr der Wettbewerb ausgesetzt werden musste, hatte der Deutsche Schachbund (DSB) für dieses Jahr online eine Plattform geschaffen, auf der auch das Goethe-Gymnasium Gaggenau (GGG) mitspielte – und das sehr erfolgreich: Alle drei Teams qualifizierten sich dabei für die deutsche Ebene!

In dem siebenrundigen Online-Turnier profitierten die Gaggenauer allerdings von der Vermengung der Wertungsklassen (WK). Die Mädchen mit Michelle Falk (2 Punkte), Gina Peschel (1,5), Julia Kriska (1) und Halime Karademir (2), wurden zwar nur 21. mit 2:12 Punkten – doch weil in der WK Mädchen sonst nur das St. Ursula Gymnasium aus Freiburg mitspielte, reichte das zur badischen Vizemeisterschaft.

Badischer Meistertitel für die Jüngsten

Noch weit besser schlugen sich die Jüngsten in der WK 3 mit dem badischen Titel. Im Feld der meist deutlich älteren Kontrahenten sammelte das Quartett gute 7:7 Mannschaftspunkte. Das GGG-Team führte Dominik Schmitt an, der am Spitzenbrett exzellente fünf Punkte auf der Habenseite verbuchte. Dieselbe Bilanz kann Joel Kraus an Position drei vorweisen. Sein Vereinskamerad bei der Rochade Kuppenheim, Rouven Wieser, holte 3,5 Zähler. Nils Grohs (1) vervollständigte das Meister-Team.

Die Schüler der Gaggenauer Oberstufe lagen mit 9:5 Mannschaftspunkten gleichauf mit dem Tabellendritten des Gesamtklassements. Wegen der geringeren Zahl an Brettpunkten reichte es „nur“ zu Rang sechs – in der Wertungsklasse 1 bedeutete dies aber letztlich doch Bronze und die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften der Oberstufe knapp vor dem Rastatter Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, das mit 8:6 Punkten Vierter der WK 1 wurde. Beim GGG ragte einmal mehr Spitzenspieler Daniel Schmitt heraus, der fünf Zähler eroberte. Dieses Ergebnis gelang ebenso Sandro Nichterlein auf Position zwei vor Daniel Vadasi (2) und Noah Kraus (4).

Einen ähnlichen Erfolg konnte das GGG auch schon 2018 verbuchen, als es die Schule in der Altersklasse WK 2 bis nach Berlin zum deutschen Schulschachfinale schaffte. Ohne den Beistand des Weisenbacher Erfolgscoachs Nikolaus Sentef, der 2018 deutscher Schachtrainer des Jahres wurde, lief es diesmal weniger gut auf nationaler Ebene. Nur Platz 22 sprang am Wochenende unter knapp 30 Teams heraus.

Pech hatte in der WK 2 das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) Gernsbach. Mit 8:6 Zählern belegte ein Trio Rang neun im Gesamtklassement. Das bedeutete in der Altersklasse den undankbaren vierten Rang. Mit einer vollzähligen Mannschaft hätte es zu einer Medaille reichen können. William Brüstle, Ryan Chalak und Luka Dancevic überzeugten durchweg mit 4,5:2,5 Punkten. Die zweite WK-2-Mannschaft des ASG kam in der Gesamtwertung auf Rang 18. Für sie spielten Vincent Brüstle (2), Niklas Kunz (3,5), Emanuele Ciancemino (4) und Adam Toth (3).

Große Sehnsucht nach dem realen Brett

Bei den Jüngsten der WK 4 gefiel zudem die Zweite des LWG. Für die Rastatter erkämpften Raphael Kölmel (4), Anna Knopf (4), Tim Krug (3) und Jonas Gütle (3,5) die badische Vizemeisterschaft. Die Mannschaft verbuchte im Feld der fast durchweg älteren Rivalen ausgezeichnete 7:7 Punkte und Platz 15 in der Gesamtwertung.

Trotz der Erfolge online waren sich selbst die Sieger im Nachgang einig im Wunsch: Die Sehnsucht sei groß, dass die Schulschach-Arbeitsgemeinschaften wie in alten Zeiten stattfinden können und sich die Schüler im nächsten Jahr wieder an realen Holzbrettern messen dürfen!

Ihr Autor

BT-Redakteur Hartmut Metz

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Erstellt:
22. April 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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