Schutz für gesamte Kernstadt Gernsbach

Gernsbach (BT) – Das Land und die Stadt haben sich auf die gemeinsame Planung und Umsetzung eines 100-jährlichen Hochwasserschutzes im Bereich der Kernstadt entlang der Murg verständigt.

Die Murg bedroht Gernsbach immer wieder (hier ein Bild vom März 2019). Die vier Pfeiler der Stadtbrücke (Hintergrund) sind dabei Teil des Problems. Ein Neubau der Stadtbrücke könnte die Gefahr von Hochwasser verringern. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Die Murg bedroht Gernsbach immer wieder (hier ein Bild vom März 2019). Die vier Pfeiler der Stadtbrücke (Hintergrund) sind dabei Teil des Problems. Ein Neubau der Stadtbrücke könnte die Gefahr von Hochwasser verringern. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Um mit den in einer Machbarkeitsstudie aufgezeigten Maßnahmen zeitnah starten zu können, hat das Land einer Mitteilung zufolge nun eine Vereinbarung vorgeschlagen, die der Stadt Gernsbach die Trägerschaft für die Maßnahmen überträgt und eine 70-prozentige Kostenbeteiligung des Landes vorsieht. „Die zwischen Land und Stadt abgestimmte Vereinbarung ist ein Riesenschritt. Mit den darin enthaltenen Maßnahmen werden wir nicht nur die gesamte Gernsbacher Nordstadt vor großen Hochwasserereignissen schützen, sondern auch den Bereich der Bleichstraße, des Wörthgartens sowie der Schlossstraße“, freut sich Bürgermeister Julian Christ in der städtischen Mitteilung.

Die Hochwassergefahrenkarte und vergangene Hochwasserereignisse (wie im Jahr 2004) zeigen die Hochwassergefährdung an der Murg. Nachdem die Vorplanung zur Gewässeraufweitung auf Höhe des Wörthgartens abgeschlossen und der Sanierungsplan aus dem 2005 umfassend ergänzt worden sei, soll es nun an die Umsetzung der Maßnahmen gehen. Im Jahr 2019 hatte der Gemeinderat einstimmig die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz entlang der Murg (Gewässer 1. Ordnung) beschlossen. Die Studie sieht neun Hochwasserschutzmaßnahmen vor, die nacheinander geplant und umgesetzt werden sollen. Damit wird der Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser gewährleistet, erläutert die Stadt weiter.

Weitere Hochwasserschutz-Studie ab Weisenbach bis zur Murginsel beauftragt

Die nun vorliegende Vereinbarung mit dem Land umfasse die Bereiche der Bleichstraße, des Katz’schen Gartens und des Wörthgartens. Zudem enthalte die Vereinbarung „die klare Zielsetzung, direkt nach Umsetzung dieser Maßnahmen den Hochwasserschutz in der Schlossstraße zu realisieren“.

Für den Bereich ab Weisenbach bis zur Murginsel (Gewässer 2. Ordnung) ist ebenfalls eine Hochwasserschutz-Studie beauftragt worden, um auch für diesen Bereich Maßnahmen zum Schutz vor Überschwemmungen zu entwickeln, informiert die Stadtverwaltung weiter: Hier seien ergänzende Vermessungen der Uferlinie durchgeführt worden, um genaue Grundlagen für die Bearbeitung zu haben. Mit ersten Ergebnissen werde zur Jahresmitte gerechnet.

„Die Abstimmung mit dem Land war konstruktiv und stets an der Sache orientiert. Das nun vorliegende Ergebnis überzeugt, da es nicht nur eine einzelne Maßnahme im Blick hat, sondern den gesamten kernstädtischen Hochwasserschutz einschließlich der Schlossstraße“, wird Bürgermeister Christ zitiert. Die geplante Vereinbarung soll dem Gemeinderat bei seiner Sitzung am 22. März zur Beschlussfassung vorgelegt werden.


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