Schutz vor Einbruch: Infomobil in Bühlertal

Bühlertal (nad) – So haben Einbrecher keine Chance: In Bühlertal hat die Polizei Immobilienbesitzern Tipps gegeben, wie sie Wohnungen oder Häuser sicherer machen können.

Das Einbruch-Informationsfahrzeug und die Profis: Ralf Kaufmann, Tamara Mild und Jannis Bodle (von links). Foto: Natalie Dresler

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Das Einbruch-Informationsfahrzeug und die Profis: Ralf Kaufmann, Tamara Mild und Jannis Bodle (von links). Foto: Natalie Dresler

Wie man sein Zuhause richtig vor Einbrechern schützen kann – darüber haben am Donnerstag Polizei und Landeskriminalamt (LKA) in einem Informationsfahrzeug voll von anschaulicher Sicherheitstechnik Auskunft gegeben. Interessierte Bürger konnten sich in Bühlertal kostenlos und individuell über die vielen Schutzmaßnahmen beraten lassen.

Richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik – zwei essenzielle Aspekte, wenn es um den Schutz vor Einbrechern geht. Zwar geht es im Bühler Raum laut Polizeioberkommissar Ralf Kaufmann aktuell ruhig zu und nur „der eine oder andere“ Einbruch findet statt, dennoch ist eine professionelle Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema wichtig.

Polizeioberkommissar Ralf Kaufmann (rechts) zeigt einem Hausbesitzer, welche Schutzvorrichtungen er am Fenster anbringen kann. Foto: Natalie Dresler

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Polizeioberkommissar Ralf Kaufmann (rechts) zeigt einem Hausbesitzer, welche Schutzvorrichtungen er am Fenster anbringen kann. Foto: Natalie Dresler

Mit der 2012 gestarteten Kampagne „K-Einbruch“ will die Polizei auch diejenigen erreichen, die sich bisher keine Gedanken über Einbruchschutz gemacht haben, und allen die Möglichkeit geben, sich umsonst und persönlich beraten zu lassen, ohne dabei „Angst schüren“ zu wollen. Auf dem Parkplatz der Bühlertäler Touristeninformation hatte am Donnerstag das große Informationsfahrzeug der Polizei von 10 bis 16 Uhr seine Türen geöffnet. Kaufmann, Polizeikommissarin Tamara Mild und Jannis Bodle vom LKA standen Interessierten mit Tipps und Tricks zur Seite und machten auf gängige Sicherheitsdefizite aufmerksam.

„Die Polizei empfiehlt in erster Linie eine mechanische Absicherung“, betonte Kaufmann während des Rundgangs durch das Info-Mobil. An den ausgestellten Fenstern demonstrierte er, wie man diese anhand sogenannter „Pilzkopfverriegelungen“ nachrüsten kann, die einen höheren Aushebelschutz gewährleisten. Noch viele weitere Instrumente, die den Einbrechern den Zugang zur Wohnung oder zum Haus erschweren sollen, wurden vom Präventionsprofi vorgestellt: Sicherheitsschließbleche und Querriegelschlösser für Haustüren, moderne Einbruchmeldeanlagen, automatische Panikschlösser und digitale Türspione konnten unter anderem von den Bürgern inspiziert werden. Auch Sicherheitsmaßnahmen an Kellerfenstern und Schächten wurden vorgestellt, denn diese seien nicht außer Acht zu lassen.

Die meisten Einbrüche finden abends statt

Doch nicht nur die neueste und beste Sicherungstechnik spielt beim Einbruchschutz eine wichtige Rolle, sondern auch das eigene Verhalten. So empfehlen die Experten zum Beispiel, Anwesenheit zu suggerieren. Ihnen zufolge finden die meisten Einbrüche zwischen 17 und 22 Uhr und vor allem in den dunklen Wintermonaten statt. Zeitschaltuhren für Lampen oder Smartphone-Apps, über die man ferngesteuert Licht zu Hause anschalten kann, seien eine gute Methode, um nicht den Eindruck von Abwesenheit zu erwecken. Flyer mit den „zehn goldenen Regeln für ein sicheres Zuhause“ machen außerdem darauf aufmerksam, dass man Fenster- und Balkontüren schon bei kurzer Abwesenheit verschließen sollte, und die Haustür auch tagsüber stets abgeschlossen sein sollte.

In Bühlertal nutzten am Donnerstag einige Hausbesitzer das Beratungsangebot. Aber auch, wer die Aktion verpasst hat, kann Termine mit den Profis bei sich zu Hause vereinbaren. Auf diese Weise werden die heimischen Gegebenheiten kostenlos überprüft. Interessierte können sich an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Rastatt wenden, die unter (0 72 22) 76 14 05 erreichbar ist. Weitere Sicherheitstipps oder Fördermöglichkeiten findet man online unter www.k-einbruch.de.

Ihr Autor

BT-Volontärin Natalie Dresler

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Erstellt:
16. Juli 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

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