Schutzstreifen finden in Baden-Baden großen Anklang

Baden-Baden (nof) – Der neu aufgebrachte Schutzstreifen für Radfahrer zwischen Sandweier und Oos kommt gut an. Das geht aus Leserzuschriften hervor, die die Redaktion dieser Tage erreichten.

Die neuen Schutzstreifen auf der Straße zwischen Sandweier und Baden-Oos sollen Radfahrern mehr Sicherheit bieten. Foto: Leonard Suchanek

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Die neuen Schutzstreifen auf der Straße zwischen Sandweier und Baden-Oos sollen Radfahrern mehr Sicherheit bieten. Foto: Leonard Suchanek

„Was lange währt, fährt endlich gut“, schreibt zum Beispiel BT-Leser Norbert Hartmann: „Jubel und Dank von allen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern, die von Sandweier nach Baden-Oos (oder umgekehrt) fahren wollen, an die Verantwortlichen der Stadt Baden-Baden und des Ortsteils Sandweier. Der lange gehegte Wunsch einer zweiten gesicherten Radwegmöglichkeit wurde mit dem Anbringen von Fahrradweg-Schutzstreifen auf der Ortsverbindungsstraße erfüllt.“ Einen Wunsch hat Hartmann aber noch: „Wenn jetzt noch der offizielle Fuß- und Radweg von Baden-Oos nach (durch) Sandweier zeitnah so verbessert wird, dass er für Fußgänger und Radfahrer gefahrfrei genutzt werden kann, dann kann man zufrieden sein“, so Hartmann.

Auch Leonard Suchanek freut sich über den neuen Schutzstreifen. „Die L67 hat zwischen der Ampelkreuzung in Oos und dem Ortseingang Sandweier endlich einen Fahrradstreifen! Wenn man vorher zum Einkaufen nach Oos mit dem Rad fahren wollte, war der ,offizielle‘ Radweg durch die Unterführung am Bahnhof. Dadurch spart man sich jetzt zirka 2,5 Kilometer“, schreibt Suchanek, der auch seine Drohne dabei hatte und gleich ein schönes Foto mitgeliefert hat.

Teil eines Modellprojekts

Der Schutzstreifen wurde Anfang vergangener Woche im Rahmen von Modellprojekten der AGFK-BW (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V.) und des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg aufgebracht. Baden-Baden wird sich an dem zweijährigen Modellprojekt, das bereits seit Frühjahr 2020 läuft, mit einer Strecke beteiligen und testen, ob die neuartigen Schutzstreifen das Fahrradfahren sicherer und angenehmer machen. Das Modellprojekt auf dem Abschnitt der K 9617 und L 67 von Sandweier nach Baden-Oos untersucht den Einsatz von „Schutzstreifen außerorts“. Bisher waren solche Lösungen nicht zulässig, hatte die Stadtverwaltung kürzlich zum Hintergrund mitgeteilt. In den letzten Jahren haben sich Pedelecs und E-Bikes, mit denen man komfortabel auch weitere Strecken zurücklegen kann, als feste Größe im Straßenverkehr etabliert. Dadurch werden auch Landstraßen zunehmend interessant für den Radverkehr. Die Schutzstreifen machen den Radverkehr für die Autofahrer sichtbar.

Der Radverkehr hat seinen Platz im Verkehrsraum. Und die Markierung von Schutzstreifen sei im bestehenden Straßenraum oftmals die einzige Möglichkeit, kurzfristig eine Führung für den Radverkehr für alle Verkehrsteilnehmer sichtbar zu machen und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. So auch auf der Strecke zwischen Sandweier und Baden-Oos, „da der Bau eines straßenbegleitenden Radwegs aufgrund der langen Brücke über die B3 neu und die Bahntrasse mit enormen Kosten verbunden wäre“.

Die Realisierung des neuen Schutzstreifens außerorts wird im Rahmen des Landesgemeinde-Verkehrsfinanzierungsgesetztes gefördert.

Ihr Autor

BT-Redakteur Nico Fricke

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Erstellt:
24. Mai 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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Heiko Detschermitsch 24.05.202122:55 Uhr

Nachtrag zu meinem ersten Kommentar: es muss natürlich heißen:
Der schutzstreifen darf immer dann überfahren werden, sofern es nötig ist. Also quasi bei jedem entgegen kommenden Fahrzeug, weil es sonst zu eng wird. Durchgängig darf er nicht befahren werden. Sorry, ich hatte mich im ersten Kommentar nicht korrekt ausgedrückt - er soll vom motorisierten Verkehr nicht genutzt werden, kann aber bei Bedarf genutzt werden. Die entsprechende Passage der stvo hierzu kann leicht gegoogelt werden, damit es jeder nachlesen kann.

Heiko Detschermitsch 24.05.202122:44 Uhr

Danke für den Artikel, man sollte jedoch bei all der Freude die PKW und auch die LKW Fahrer darauf hinweisen, dass dieser Schutzstreifen überfahren werden darf. Einige Verkehrsteilnehmer versuchen den Streifen auf keinen Fall zu überfahren, dadurch wird es manchmal sehr eng zum Gegenverkehr - gerade wenn dieser auch versucht den Streifen nicht zu befahren fehlen schnell die Außenspiegel. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es zu einem Unfall kommt. Dies liegt allerdings an der Unwissenheit der Verkehrsteilnehmer, dass dieser Streifen sehr wohl mit dem Auto genutzt werden soll. Natürlich immer nur dann wenn kein Radfahrer darauf unterwegs ist.


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