Schwarzwaldbad in Bühl startet am 13. Mai in die Saison

Bühl (BNN) – Das Warten hat ein Ende: Am 13. Mai startet das Bühler Schwarzwaldbad in die Saison. Und das sogar mit einer Neuerung.

Die Vorbereitungen laufen: An den fünf Becken (hier das Sprungbecken) ist vor dem Saisonstart einiges zu tun. Am Beckenkopf werden Hohlräume verdichtet. Foto: Bernhard Margull

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Die Vorbereitungen laufen: An den fünf Becken (hier das Sprungbecken) ist vor dem Saisonstart einiges zu tun. Am Beckenkopf werden Hohlräume verdichtet. Foto: Bernhard Margull

Freitag, der 13., soll dem Bühler Schwarzwaldbad Glück bringen: An diesem Tag im Mai startet das Freibad in die Sommersaison. Große Hoffnungen sind mit ihr verknüpft, könnte es doch die nach zwei Corona-Jahren erste „normale“ Saison werden.

Sie beginnt allerdings ungewöhnlich: Erstmals gibt es eine offizielle Eröffnung, berichtet Markus Benkeser, der Geschäftsführer der Bühler Sportstätten GmbH. Um 17 Uhr geht’s los, auch die Musikschule werde dabei sein. „Anbaden“, so lautet der Arbeitstitel der Premierenveranstaltung.

Mehr als 1.000 PacksEpoxidharz gebraucht

In diesen Tagen laufen noch die Arbeiten, um das Freibad fit für den erhofften Besucherandrang zu machen. „Wir haben das Nichtschwimmerbecken für Erwachsene einer Komplettsanierung unterzogen“, berichtet Benkeser. Sämtliche Fugen und der gesamte Beckenkopf standen dabei im Blickpunkt. An den Fugen hätten sich mit der Zeit zu viele Algen gebildet, die nun entfernt worden seien: „Das ist eine Aufgabe, die alle paar Jahre wieder ansteht.“ Der Beckenkopf wiederum sei undicht geworden. Wenn Hohlräume entstehen und sich mit Wasser füllen, könne das bei Frost zu springenden Fliesen führen, so Benkeser. Dass diese Schäden dieses Mal umfangreicher waren als in anderen Jahren, habe ihn überrascht, da der Winter nicht so kalt gewesen sei. Die entstandenen Hohlräume seien nun mit Epoxidharz verfüllt worden, wobei etwas mehr als 1.000 Packungen benötigt worden seien. „Ich hoffe, dass wir an der Stelle jetzt Ruhe haben“, sagt der Geschäftsführer. Diese Ruhe hat ihren Preis: Knapp über 80.000 Euro waren für die Sanierungsarbeiten zu bezahlen.

Aktuell geht es an die Endreinigung und das Befüllen der Becken. Daneben sind auch Arbeiten zu erledigen, die nicht auf Anhieb mit einem Schwimmbad in Verbindung gebracht werden. So sind Baumpfleger auf dem mehr als 12.000 Quadratmeter großen Freigelände unterwegs. Sie überprüfen die Bäume auf Totholz, „damit alles verkehrssicher ist und später nicht etwas herunterfällt“. Um die 2.000 Bäume, Hecken und Sträucher gibt es hier. Auch der Kinderspielplatz wird überprüft und auf Vordermann gebracht, wozu auch eine Sandreinigung zählt. Daneben waren und sind kleinere Arbeiten zu erledigen, Ausbesserungen beim Pflaster etwa oder das Neueinsäen von Teilen der Liegewiese.

Kontrolle: Baumpfleger überprüfen die Bäume auf dem Gelände des Schwarzwaldbads und entfernen Totholz. Foto: Bernhard Margull

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Kontrolle: Baumpfleger überprüfen die Bäume auf dem Gelände des Schwarzwaldbads und entfernen Totholz. Foto: Bernhard Margull

Mit Beginn der Saison im Freibad endet sie im Hallenbad – zumindest für die Öffentlichkeit, nur Schulen und Vereine können es dann noch einige Wochen nutzen. Schon in den Vorjahren war der bis 30. Juni dauernde Kombi-Betrieb beider Bäder nicht mehr möglich gewesen. Allerdings hat sich der Grund dafür geändert: 2019 gab es technische Probleme, 2020 und 2021 lag es an Corona, dieses Mal ist es der Personalmangel, der einen Parallelbetrieb nicht zulässt. Dank sechs Jobber, die einen Vertrag für die Sommersaison unterschrieben haben, sei der Freibadbetrieb mit seinen fünf Becken gewährleistet. Das aber fordere das insgesamt 23 Köpfe zählende Team (davon sind jeweils vier an der Kasse und in der Reinigung eingesetzt). „Man braucht pro Tag mindestens sechs Aufsichtspersonen im Freibad“, sagt Benkeser. Die Anforderungen draußen plus ein Betrieb drinnen, das sei bei der vorhandenen Personaldecke nicht zu leisten. Auch wenn es einige Bewerbungen gebe, bleibe der Mangel an qualifizierten Kräften ein Thema: „Wir haben uns zumindest nicht verschlechtert“, so Benkeser. „Einen Fachangestellten würden wir aber sofort einstellen.“

Saison bis18. September

Nun hofft der Geschäftsführer auf einen schönen Sommer. Das Saisonende ist auf den Sonntag, 18. September, terminiert, und wenn bis dahin 168.000 Besucher die Kassenschranken passiert hätten, wäre das ein Ergebnis, über das Benkeser sich freuen würde. Es wäre kein Rekordwert – der liegt bei 200.000 –, aber die Rückkehr auf das Niveau von 2019. Dann ließe sich zum Saisonschluss auch feiern: Ein offizieller Abschluss samt Mitwirkung der Musikschule ist eine weitere Neuerung. Einen Titel trägt die Veranstaltung (noch) nicht, „Ausbaden“, lacht Benkeser, sei aber keine gute Idee. Denn im Freibad soll alles rund laufen.

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Ihr Autor

BNN-Redakteur Wilfried Lienhard

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Erstellt:
27. April 2022, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 10sec

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