Seelöwenbulle Gino lebt künftig auf Teneriffa

Karlsruhe (BT) – Ein gebürtiger Karlsruher zieht um: Seelöwenbulle Gino wird im Laufe des Jahres umgesiedelt, damit es in der Seelöwenanlage des Zoos weiterhin friedlich bleibt.

Ein echter Karlsruher: Gino wurde 2018 im Zoo geboren. Er wird künftig auf Teneriffa leben. Foto: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

Ein echter Karlsruher: Gino wurde 2018 im Zoo geboren. Er wird künftig auf Teneriffa leben. Foto: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

Nach fast vier Jahren im Karlsruher Zoo soll Seelöwenbulle Gino in diesem Jahr in südlichere Gefilde umziehen. Wie der Zoo am Dienstag mitteilte, wird Gino im Loro Parque („Papageienpark“) auf der kanarischen Insel Teneriffa ein neues Zuhause finden.

Gino ist gebürtiger Karlsruher und kam 2018 im Zoo zur Welt. Der Umzug ist unvermeidlich, da Revierstreitigkeiten zu befürchten sind, sollte er sich die Seelöwenanlage noch längere Zeit mit seinem Vater Stevie teilen müssen. In der Natur besetzen Seelöwenbullen eigene Reviere, die sie gegen andere Männchen verteidigen. Auf etwaige Verwandtschaftsverhältnisse nehmen die agilen Schwimmer dabei keine Rücksicht.

Arbeitsbesuch in Karlsruhe

Das Unternehmerehepaar Wolfgang und Brigitte Kiessling war für einen Arbeitsbesuch nach Karlsruhe gereist, um dabei auch das Tier in Augenschein zu nehmen. Wolfgang Kiessling ist Gründer, Besitzer und Generaldirektor des Loro Parques in Puerto de la Cruz auf der Kanareninsel Teneriffa.

Im Loro Parque soll Gino in eine bestehende Gruppe integriert werden. „Es ist mir eine Freude, diesen jungen Kalifornischen Seelöwen nach Teneriffa zu holen“, betont Kiessling. In den kommenden Monaten soll sein Umzug vorbereitet werden. Per Flugzeug wird es dann für Gino auf die Kanaren gehen.

Auch Fledermäuse gehen mit

Neben dem Seelöwen wird der Loro Parque nach Angaben des Zoos zudem eine größere Gruppe Brillenblattnasen aus Karlsruhe erhalten. Die südamerikanische Fledermausart wird im Zoo Karlsruhe im Exotenhaus in einer begehbaren Anlage gehalten, in der sich die Tiere gut vermehren. Für sie soll auf den Kanaren eine neue Anlage errichtet werden.

Soll im Loro Parque angesiedelt werden: Eine Brillenblattnase an der Decke der Fledermaushöhle im Exotenhaus des Karlsruher Zoos. Foto: Rainer Deible/Zoo Karlsruhe

© Rainer Deible

Soll im Loro Parque angesiedelt werden: Eine Brillenblattnase an der Decke der Fledermaushöhle im Exotenhaus des Karlsruher Zoos. Foto: Rainer Deible/Zoo Karlsruhe

„Der Austausch von Tieren innerhalb der Zoogemeinschaft ist ein ganz wichtiger Baustein unserer Zuchtprojekte“, erläutert Matthias Reinschmidt, der vor seiner Zeit als Zoodirektor in Karlsruhe Kurator und Zoologischer Direktor im Loro Parque war. Dort hatte er unter anderem mit der Nachzucht der in der Natur ausgestorbenen, grau-blauen Spix-Aras große Erfolge.

Zum Artikel

Erstellt:
25. Januar 2022, 14:39 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.