Seit 45 Jahren im Einsatz für Behinderte im Landkreis Rastatt

Rastatt (BT) – 1976 übernimmt Hasso Schmidt-Schmiedebach den Vorsitz der Lebenshilfe, eine richtige Feier soll nach der Pandemie stattfinden.

Jutta Brüchert und Prof. Dr. Rupert Felder überreichen Hasso Schmidt-Schmiedebach (von links) ein Geschenk. Foto: Lebenshilfe

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Jutta Brüchert und Prof. Dr. Rupert Felder überreichen Hasso Schmidt-Schmiedebach (von links) ein Geschenk. Foto: Lebenshilfe

Seit 45 Jahren kümmert er sich als Vorsitzender der Lebenshilfe um das Wohl von Menschen mit Behinderungen im Landkreis: Hasso Schmidt-Schmiedebach. In der jüngsten Vorstandssitzung erfuhr er coronabedingt nur eine kurze Würdigung. „Das richtige Feiern holen wir nach“, versprachen die stellvertretenden Vorsitzenden Jutta Brüchert und Prof. Dr. Rupert Felder.

76-Jähriger von Lobrede gerührt

Es war eine Überraschung für Hasso Schmidt-Schmiedebach, als sein Stellvertreter, Prof. Dr. Rupert Felder, eine kleine Laudatio hielt und auf sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement zurückblickte. „Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet“, zeigte sich der 76-Jährige gerührt und nahm ein Foto von einer Spendenübergabe in seiner Anfangszeit entgegen, heißt es in einer Mitteilung.

Angebot seit 1976 ständig ausgebaut

Die Anfangszeit sah mit Blick auf die heutige Situation völlig anders aus. Im Jahr 1976 übernahm Schmidt-Schmiedebach als junger Rechtsanwalt den Vorsitz des Vereins mit gerade mal 6.500 D-Mark auf dem Konto. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Angebote für Menschen mit Behinderung stetig ausgebaut sowie deren Teilhabe an der Gesellschaft und die Inklusion gefördert, so die Mitteilung.

Aktuell profitieren mehr as 500 Menschen mit Handicap

Heute zählen zur Lebenshilfe ein Schulkindergarten und eine inklusive Kindertagesstätte. Die offenen Hilfen bieten viele ambulante Dienste in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit. In den Murgtal-Werkstätten & Wohngemeinschaften, ein Unternehmen der Lebenshilfe, erhalten über 500 Menschen mit Handicap an mehreren Standorten begleitete Angebote zum Wohnen, Arbeiten und Lernen.

„Es wurde unheimlich viel erreicht“, zollte Felder seinen Respekt. Er sei mit Schmidt-Schmiedebach auch freundschaftlich verbunden und wisse, dass er seinen Beruf als Rechtsanwalt nach dem Kriterium ausgesucht habe, Menschen helfen zu können. Als „Impulsgeber und Motivator“ habe er an der Spitze eines engagierten Vorstandsteams dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen ohne Vorbehalte Mitbürgern mit Behinderung begegnen. „Wir können nur Angebote und Anreize schaffen, angenommen werden muss diese von der Bevölkerung“, sagte Hasso Schmidt-Schmiedebach: „Das hat bisher sehr gut funktioniert, dafür bin ich dankbar und froh.“


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