Selbach: Verbindungsstraße soll sicherer werden

Gaggenau (vgk) – Der Ortschaftsrat Selbach hofft, für die Verbindungsstraße zwischen Staufenberger Weg und Erlengasse eine Verkehrsregelung gefunden zu haben, die den Bereich sicherer macht.

Eine durchaus gefährliche Gefällstrecke liegt zwischen altem Turnplatz und Staufenberger Weg. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Eine durchaus gefährliche Gefällstrecke liegt zwischen altem Turnplatz und Staufenberger Weg. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Ein entsprechender Änderungsvorschlag wird jetzt der Stadtverwaltung vorgelegt. Die topografische Lage von Selbach bietet nicht die besten Voraussetzungen für den Autoverkehr. Seit 2014 beschäftigt sich der Ortschaftsrat immer wieder mit einer angemessenen Verkehrsregelung auf der Verbindungsstraße zwischen Staufenberger Weg und Erlengasse. Jetzt hofft das Gremium eine Möglichkeit gefunden zu haben, um diesen Bereich für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen.

Auch wenn Ortschaftsrat David Braunagel sich gegenteiliger Meinung zeigte und die Vermutung äußerte, dass sich das Problem an dieser Stelle noch verschärfen könnte, wurde mit sieben Ja- und einer Neinstimme beschlossen, der Stadtverwaltung vorzuschlagen, die Verkehrsführung auf der Straße zwischen Staufenberger Weg und Erlengasse zu ändern.

Ausgangslage: Der Staufenberger Weg ist schmal. Autos haben wenig Möglichkeiten, auszuweichen. Die Erlengasse, im unteren Bereich eine Spielstraße, ist breit genug für den Verkehr. Die verbindenden Gemeinsamkeiten beider Straßen sind die Eberstein-Ganztagsgrundschule, die Turnhalle und das Feuerwehrdepot.

Wütend über regelwidriges Parkverhalten vieler Eltern

Regelrecht wütend über das regelwidrige Parkverhalten vieler Eltern, die ihren Kindern wohl am liebsten noch den Schulranzen bis ins Klassenzimmer hinterhertragen möchten, zeigte sich Ortsvorsteher Michael Schiel bei einem Vororttermin. Geparkt werde meistens im dort bestehenden Halteverbot. Rettungskräften werde die Ausfahrt verstellt. Einsicht in das eigene Fehlverhalten gebe es nicht. Im Gegenteil: Anfeindungen seien die Regel. „Es wurde schon mehrfach von Beinaheunfällen berichtet“, ärgerte sich Schiel.

Jetzt hofft der Ortsvorsteher auf Besserung. Die Einmündungsbereiche auf beiden Seiten des Weges sind sehr unübersichtlich und für alle Verkehrsteilnehmer schlecht einsehbar. „Zu der Unübersichtlichkeit kommt noch das steile Gefälle in Richtung Staufenberger Weg im Bereich des alten Turnplatzes. Außerdem tragen fahrradfahrende Kinder zusätzlich zur Verschärfung der Situation bei. „Wer hier nicht Schritttempo fährt, hat schon verloren“, meinte Schiel.

Eine „unechte Einbahnstraße“ soll es jetzt richten. Unecht deshalb, um den Nutzern des Turnplatzes ein An- und Abfahren zu ermöglichen. Folgt die Stadtverwaltung der Empfehlung des Ortschaftsrats, dann wird zukünftig eine Einfahrt in Richtung Staufenberger Weg ab der Feuerwehrauffahrt nicht mehr möglich sein. Ein Verbot, das nach der Einmündung Brunnenrain wiederholt werden muss. Als Grund nannte der Ortsvorsteher die dortigen Absperrpfosten. Diese werden im Winter zeitweise entfernt, um den Winterdienst möglich zu machen. Ein Abbiegen soll nur noch nach rechts in Betracht kommen.

Bessere Auslastung der elf Parkplätze vor der Turnhalle angestrebt

Ebenfalls verspricht sich der Ortsvorsteher von der Veränderung eine bessere Auslastung der elf Parkplätze vor der Turnhalle. Denn ein Abfahren der Elterntaxen ist dann nur noch über die Erlengasse möglich. Die Fahrzeuge müssen gewendet werden. Am besten eignet sich dafür das Ausfahren aus dem Parkplatz, führte Schiel aus. Dass diese Verkehrsführung funktionieren kann, davon zeigen sich Schiel und die Ortschaftsräte überzeugt. Diese sind sich zudem im Wesentlichen einig darüber, dass die veränderte Verkehrsführung zu mehr Sicherheit beitragen könnte. Der Ortschaftsrat verständigte sich dahingehend, dass ein zusätzlich im Staufenberger Weg angebrachtes Schild auf diesbezügliche Gefahren hinweisen soll.


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