Semmet wird neuer Chef der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau

Baden-Baden/Gaggenau (tas) – Der Verwaltungsrat der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau hat entschieden: Martin Semmet wird neuer Vorstandschef und Nachfolger von Lothar Volle

Der Sparkassen-Vorstand wird ab 2022 ein Mitglied weniger haben, die Gesichter sind jedoch bekannt: Susanne Burg und Martin Semmet. Foto: Sparkasse Baden-Baden Gaggenau

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Der Sparkassen-Vorstand wird ab 2022 ein Mitglied weniger haben, die Gesichter sind jedoch bekannt: Susanne Burg und Martin Semmet. Foto: Sparkasse Baden-Baden Gaggenau

Ende vergangenen Jahres hatte Lothar Volle bereits seinen Rückzug angekündigt, nun ist auch die Führungsfrage bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau frühzeitig geklärt. Der bisherige Stellvertreter Martin Semmet wird Anfang des kommenden Jahres die Geschäfte des Vorstandsvorsitzenden übernehmen.

Volle wird zu diesem Zeitpunkt nach 43 Jahren in der Sparkassenwelt in den Ruhestand treten. Wie der Verwaltungsrat der Sparkasse in seiner Sitzung am Mittwoch zudem entschieden hat, soll Susanne Burg, die seit 2017 im Führungsgremium Verantwortung trägt, neue Stellvertreterin Semmets werden.

Mit dem Beschluss des Verwaltungsrats ist auch klar, dass der Vorstand der Sparkasse von drei auf zwei Köpfe verkleinert wird. Die Überlegung, die bereits im Jahr 2009 bei der Fusion der beiden Häuser in Gaggenau und Baden-Baden diskutiert wurde, wird also Wirklichkeit. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, den Vorstand nun auf zwei Personen zu reduzieren“, sagte die Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse, Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen, auf Anfrage des BT. Auch deswegen habe es kein klassisches Bewerbungsverfahren gegeben, die Sparkasse verfüge selbst über „zwei hervorragende Fachleute“, um das Institut in die Zukunft zu führen.

„Wirtschaftliche Substanz“


Kostenüberlegungen standen bei der Entscheidung auch auf der Agenda. Angesichts von historisch niedrigen Zinsen und hohem Margendruck habe „die Sparkasse stets den Auftrag, die Kosten zu optimieren“, sagte Mergen. Das Institut habe nun in den kommenden Monaten ausreichend Zeit, die neue Aufgabenverteilung im Führungszirkel festzulegen. In ihm befinden sich auch die stellvertretenden Vorstandsmitglieder Günter Merkel und Thomas Herz, die den Vorstand bei ihren Aufgaben unterstützen.

Mergen ist überzeugt: „Unsere Sparkasse verfügt trotz des herausfordernden Niedrigzinsumfeldes durch ihre solide Ertragslage und überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung über eine sehr starke wirtschaftliche Substanz. Mit den jetzt getroffenen Personalentscheidungen haben wir die Basis geschaffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt.“

Martin Semmet ist seit 1995 bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau tätig. Seit 2012 gehört er dem Vorstand an und ist seit 2017 stellvertretender Vorsitzender. Er verantwortet in der Hauptsache den Privatkundenmarkt sowie die Bereiche Organisation, Vertriebssteuerung und Verwaltung. Susanne Burg ist in ihrem Vorstandsressort zuständig für die Bereiche Kreditmanagement, Marktservice, Gesamtbanksteuerung und Revision. Sie ist ein Eigengewächs der Sparkasse und legte im Jahr 2008 die Prüfung zur Diplom-Sparkassenbetriebswirtin erfolgreich ab.

Träger der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau sind die Städte Baden-Baden, Gaggenau und Kuppenheim sowie die Gemeinde Bischweier. Das Institut erwirtschaftet eine Bilanzsumme von mehr als zwei Milliarden Euro und beschäftigt rund 320 Mitarbeitende.


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