„Sensationeller Abi-Durchschnitt“ am Goethe

Gaggenau (mm) – Der Jahrgang 2021 hat einen „wirklich sensationellen Durchschnitt von 2,1 erreicht“, freute sich Bernhard Krabbe, der Schulleiter des Goethe-Gymnasiums, bei den Abiturfeiern.

Am Gaggenauer Goethe-Gymnasium bestehen alle 86 Abiturienten die Prüfung. Foto: Stephan Kaminksi

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Am Gaggenauer Goethe-Gymnasium bestehen alle 86 Abiturienten die Prüfung. Foto: Stephan Kaminksi

Die Festakte fanden wegen der Corona-Pandemie in zwei Abschnitten in der Sporthalle des Gymnasiums statt – wo vor acht Jahren mit der Einschulungsfeier ihre Zeit am Goethe begonnen hatte.

Alle 86 Abiturienten haben die Prüfung bestanden, 35 davon mit einer 1 vor dem Komma, berichtete der Schulleiter. Carolina Damm, Verena Moosmann, Jannik Schenk und Lennard Wickersheimer erreichten die Traumnote 1,0.

Eingeleitet wurden die Feiern von Merle Ring (Klavier), Leonie Sprenkmann (Schlagzeug) und Annelie Wurz (Violine) mit einer eigenen Bearbeitung des Jazz-Standards „Fly me to the Moon“.

Oberstufenkoordinator Joerg Hainer zeigte sich bei der Begrüßung froh darüber, dass alle regulär zum Abitur antreten konnten – und das nach der neuen Abiturverordnung und mit dem herausragenden Gesamtergebnis. Der Jahrgang sei im wahrsten Sinne des Wortes eine Schicksalsgemeinschaft gewesen. Hainer zollte großen Respekt dafür, wie die Anspannungen und Auflagen der Pandemie zusätzlich zum Prüfungsstress gemeistert wurden.

„Flaggschiff Goethe“ im Trockendock

In seiner feinsinnigen und humorvollen Rede ging Krabbe auf das Abi-Motto des Jahrgangs ein: „Abi heute! Captain Morgan – endlich Rum“. Bis zur Klassenstufe 10 sei für den Jahrgang die „Reise in acht Jahren um die Welt“ normal verlaufen. Doch im vorletzten Schuljahr kam alles anders. „Wir lagen vor Madagaskar, und hatten die Pest an Bord“, intonierte dazu passend der neue Musiklehrer Christian Mitzel mit dem Akkordeon. Das „Flaggschiff Goethe“ musste ins Trockendock. „Ihr seid bislang der Abiturjahrgang, der unter den Pandemie-Maßnahmen am meisten litt“, verdeutlichte Krabbe. Der erreichte Abi-Durchschnitt sei allerdings kein Pest-Bonus, blieb der Schulleiter bei einem Bild aus der Seefahrt. Vielmehr seien die schriftlichen Prüfungsaufgaben mindestens zwei Jahre zuvor erstellt worden. „Der Pest-Bonus ist Seemannsgarn“, unterstrich er. „Heuert nicht auf dem falschen Dampfer an“, gab er den Abiturienten mit auf den Weg und wünschte „stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Gaggenaus Oberbürgermeister Christof Florus betonte ebenfalls die „herausragenden Leistungen“ der Abiturienten unter erschwerten Bedingungen. Er dankte dem Lehrerkollegium für dessen Engagement, um die Corona-Situation zu meistern. Die Absolventen werden „jetzt aufbrechen zu neuen Ufern, machen Sie Ihr Ding!“

„Kapitäne der Zukunft“

„Von Kaperfahren konnte man nur träumen“, sagte Scheffelpreisträgerin Annelie Wurz. Auch sie blieb bei der Terminologie der Seefahrt. Der Jahrgang sei zusammengewachsen, die Absolventen die „Kapitäne der Zukunft“. Man habe trotz der Pandemie das ferne Land „Abituranien“ erreicht. „Wenn wir wollen, können wir alles erreichen und die Welt verändern“, schloss sie ihre Rede.

Im Anschluss überreichten die Tutoren die Abiturzeugnisse. Ebenfalls wurden die Zertifikate für die bilingualen Leistungen sowie für das Internationale Abitur Baden-Württemberg übergeben. Den Scheffelpreis (Deutsch) erhielt Annelie Wurz. Der Schulpreis des Fördervereins für soziales Engagement ging an Mia Krieg und Jens Hausdorf. Insgesamt wurden in rund anderthalb Dutzend Kategorien Preise an zahlreiche erfolgreiche Abiturienten vergeben.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
25. Juli 2021, 16:14 Uhr
Lesedauer:
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