Sexuelle Belästigung in zwei Fällen

Gernsbach (BT) – Wegen sexueller Belästigung wird am Amtsgericht Gernsbach einem ehemaligen ehrenamtlichen Trainer eines Murgtäler Frauenfußballvereins der Prozess gemacht.

Das Amtsgericht Gernsbach hat am 29. März gegen einen Gernsbacher einen Strafbefehl über eine mehrmonatige Gesamtfreiheitsstrafe mit Strafaussetzung zur Bewährung wegen sexueller Belästigung in zwei Fällen erlassen. Foto. Ulrich Jahn

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Das Amtsgericht Gernsbach hat am 29. März gegen einen Gernsbacher einen Strafbefehl über eine mehrmonatige Gesamtfreiheitsstrafe mit Strafaussetzung zur Bewährung wegen sexueller Belästigung in zwei Fällen erlassen. Foto. Ulrich Jahn

Dem zum Tatzeitpunkt 61-jährigen Gernsbacher wird von der Staatsanwaltschaft Baden-Baden zur Last gelegt, im Rahmen seiner Tätigkeit als ehrenamtlicher Trainer einer Fußballmannschaft für Mädchen eine 14-Jährige sexuell belästigt zu haben. Die Taten sollen im August und September 2020 in Gernsbach begangen worden sein.

Ende März 2021 schloss die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen ab. Das Amtsgericht Gernsbach erließ am 29. März antragsgemäß einen Strafbefehl über eine mehrmonatige Gesamtfreiheitsstrafe mit Strafaussetzung zur Bewährung wegen sexueller Belästigung gemäß Paragraf 184i des Strafgesetzbuchs (sexuelle Belästigung) in zwei Fällen. Der Angeklagte hat über seinen Verteidiger Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, sodass das Amtsgericht Gernsbach über die Vorwürfe in öffentlicher Hauptverhandlung wird entscheiden müssen. Darauf macht die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung aufmerksam.

Die Geschädigte, eine zum Tatzeitpunkt 14-jährige Schülerin, spielte in einer vom Angeklagten als Trainer betreuten Mannschaft eines Frauenfußballvereins im Murgtal. Das Mädchen offenbarte sich schließlich Mitschülerinnen und einer Schulsozialarbeiterin, die darauf hinwirkte, dass die Eltern die Polizei informierten.

Angeklagter von Arbeitgeber unverzüglich freigestellt

Das Kriminalkommissariat Rastatt leitete unverzüglich Maßnahmen ein, um den Sachverhalt aufzuklären und weitere Kontakte des Beschuldigten mit Mädchen – sei es an seinem Arbeitsplatz an einer Gernsbacher Schule oder im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Fußballtrainer – zu unterbinden.

Der Beschuldigte wurde zunächst vorläufig festgenommen, nach seiner Vernehmung aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Stadt Gernsbach als Arbeitgeberin des Beschuldigten hatte diesen unverzüglich freigestellt, als die Ermittlungen gegen ihn aufgenommen wurden.


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