„Shopping-Queen“-Teilnehmerin kleidet sich gern feminin

Malsch (ans) – Die Malscher Kandidatin zeigt ihren Modegeschmack in der Vox-Sendung. Im Netz erfährt sie Häme, aber in der Kommentarspalte gibt es auch viel Lob von Freunden und Bekannten zu lesen.

Unterstützt wurde Ayascha Alexandra Bechler von ihrer Freundin Susanne Zörrer. Foto: Ayascha Alexandra Bechler

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Unterstützt wurde Ayascha Alexandra Bechler von ihrer Freundin Susanne Zörrer. Foto: Ayascha Alexandra Bechler

Ayascha Alexandra Bechler aus Malsch hat am Dienstag in der Fernsehsendung „Shopping Queen“ des Senders Vox ein Outfit unter dem Motto „Mut zum Hut“ zusammengestellt. Damit konkurriert sie mit vier weiteren Frauen aus dem Raum Karlsruhe darum, zur „Shopping Queen“, also der Frau mit dem besten Stil, gekürt zu werden. Die Entscheidung wird heute um 15 Uhr ausgestrahlt.

Und so funktioniert das Ganze: Am Montag haben die Frauen eine Aufgabe und ein Budget von 500 Euro bekommen. Jede Teilnehmerin hatte vier Stunden Zeit, ihr Outfit einzukaufen. Anschließend bewerten die anderen Frauen zusammen mit Modedesigner Guido Maria Kretschmer das Outfit und vergeben Punkte. Am Ende der Woche wird verkündet, wer „Shopping Queen“ wird.

Den Hut, der Bechler zugeteilt wurde, hatte Moderator Kretschmer zuvor für sie ausgesucht. Um 10 Uhr startete ihre Shoppingtour. „Es sieht leichter aus, als es ist“, sagt Bechler. Denn von den vier Stunden werden die An- und Rückfahrt vom Studio in Neureut in die Stadt abgezogen. Im ersten Ladengeschäft sei bei ihr „kurz Panik ausgebrochen“, da sie auf der Hinfahrt Pech mit Stau gehabt habe und unter Zeitdruck stand. Begleitet wurde die Malscher Kandidatin von ihrer Freundin und Tanzpartnerin Susanne Zörrer. „Sie hat mich von der Aufregung runtergeholt und gut beraten“, erzählt die 51-Jährige.

Das gekaufte Kleid ist ihr „heilig“

Jetzt im Nachhinein würde sie die Sache anders angehen, verrät Bechler im BT-Gespräch. Das Kleid, das sie sich ausgesucht habe, gefalle ihr zwar, aber sie würde rückblickend betrachtet noch mehr Verschiedenes anprobieren. Dennoch sei ihr das gekaufte Kleid „heilig“. Bisher habe sie noch keine passende Gelegenheit gefunden, es zu tragen.

Kleid, Mantel und rosa Täschchen: Bechler präsentiert ihr fertiges Outfit. Foto: Ayascha Alexandra Bechler

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Kleid, Mantel und rosa Täschchen: Bechler präsentiert ihr fertiges Outfit. Foto: Ayascha Alexandra Bechler

Vor Aufzeichnung der Sendung sei es ihre größte Angst gewesen, in den Geschäften nichts in der Kleidergröße 44 zu finden. Aber „diese Angst hat sich schnell zerschlagen“, freut sie sich.

Bechler, die früher hauptberuflich Bauchtänzerin war, arbeitet jetzt in einem Büro in Ettlingen. „Ich bin froh über den festen Job“, sagt sie. Ihr Tanzstudio sei seit drei Monaten geschlossen. Privat interessiere sie sich außerdem für Mode, Nähen und Stricken. „Ich bin sehr kreativ“, meint die 51-Jährige über sich selbst. In ihrer Freizeit „upcycelt“ sie Kleidung und passt diese ihrem eigenen Geschmack an. Ihren Kleidungsstil beschreibt sie als „feminin und mädchenhaft“. Am liebsten trage sie Kleider und Röcke, in Hosen sehe man sie selten.

Anfeindungen im Netz

Am Dienstag, nachdem ihr Shoppingtag ausgestrahlt wurde, habe sie einiges an Häme im Netz über sich selbst lesen müssen. Dort sei behauptet worden, sie habe ein falsches Gewicht angegeben und sei in Wahrheit viel dicker. Andere Anmerkungen kritisieren ihren Kleidungsstil.

„Ich bin furchtbar entsetzt darüber, was sich Menschen herausnehmen, über andere zu urteilen“. Sie habe zwar mit Kritik gerechnet und sei recht selbstbewusst, doch die Kommentare „tun trotzdem weh“, merkt sie an.

„Ich versuche, das nicht so an mich herankommen zu lassen“. Sehr positives Feedback habe sie dagegen von ihren Freunden und Bekannten erhalten. „Mein Lebensmotto lautet ,Leben und leben lassen‘, wenn das mehr Leute so sehen würden, dann wäre die Welt friedlicher“, ist sich Bechler sicher. Trotz Kritik bereut sie es nicht, mitgemacht zu haben. „Es hat total Spaß gemacht“, meint die Malscherin.

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
5. Februar 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 40sec

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