Sickerwasser soll nicht auf Deponie zurück

Gaggenau/Rastatt (BT) – Die Kreistagsfraktion der Grünen fordert, die Rückführung von Sickerwasserkonzentrat in den Deponiekörper der Deponie Oberweier schnellstmöglich zu beenden.

Die Anlage neben dem Deponiegelände, in der das Sickerwasser behandelt wird. Foto: Thomas Senger/Archiv

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Die Anlage neben dem Deponiegelände, in der das Sickerwasser behandelt wird. Foto: Thomas Senger/Archiv

Das gab Fraktionsvorsitzender Manuel Hummel bekannt. Er begründet den entsprechenden Antrag in einem Schreiben an den stellvertretenden Landrat Hartwig Rihm und den Ersten Landesbeamten Dr. Jörg Peter wie folgt: „Soweit eine zusätzliche Befeuchtung des Deponiekörpers nach wie vor notwendig sein sollte, um den Abbau von organischer Masse zu beschleunigen, kann dies allein keine ausreichende Begründung sein, um dafür Sickerwasserkonzentrat einzusetzen. Eine Rückführung von Sickerwasser oder Sickerwasserkonzentrat könnte dann Sinn ergeben, wenn darin enthaltene Stoffe durch die Rückführung einem weiteren Abbauprozess innerhalb des Deponiekörpers unterzogen würden. Dies ist aber gerade bei PFC nicht der Fall. Da PFC unter natürlichen Bedingungen praktisch nicht abbaubar sind, halten wir es für geboten, diese konsequent aus der Biosphäre zu entfernen. Dies gilt um so mehr dann, wenn PFC (zum Beispiel durch Umkehrosmose) bereits in aufkonzentrierter Form vorliegen oder ausgefiltert worden sind. Eine Vernichtung und Unschädlichmachung von PFC ist nur durch hohe Temperaturen möglich.“

Die Kreistagsfraktion der Grünen begrüße daher ausdrücklich das Vorhaben des Abfallwirtschaftsbetriebs, die Sickerwasserreinigung künftig mit Aktivkohlefiltern durchzuführen und diese anschließend der Verbrennung zuzuführen. „Aber auch für das derzeit noch anfallende Sickerwasserkonzentrat gibt es geeignete und zugelassene Müllverbrennungsanlagen, die ausreichend hohe Temperaturen sicherstellen können. Diese Möglichkeit muss bereits jetzt schon genutzt werden“, heißt es in der Begründung des Antrags abschließend.

Weiterer Bericht zum Thema Mülldeponie „Hintere Dollert“.

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Erstellt:
7. Juni 2021, 17:40 Uhr
Lesedauer:
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