Sieben Projekte stehen in Bühl zur Wahl

Bühl (BT) – Für den Klimaschutz-Publikumspreis der Stadt Bühl kann man auch online noch bis zum 10. September abstimmen.

Abstimmen kann man online unter www.buehl.de/klimaschutz-publikumspreis oder per Stimmzettel im Eingangsbereich von Rathaus 4.  Foto: Stadt Bühl/Martin Andreas

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Abstimmen kann man online unter www.buehl.de/klimaschutz-publikumspreis oder per Stimmzettel im Eingangsbereich von Rathaus 4. Foto: Stadt Bühl/Martin Andreas

Sieben Projekte aus der Bürgerschaft stehen noch bis Freitag, 10. September, zur Wahl für den ersten Klimaschutz-Publikumspreis der Stadt Bühl. Mit dem mit 2.500 Euro dotierten Preis möchte die Stadt das Engagement ihrer Bürger rund um den Klimaschutz würdigen.

Alle wahlberechtigten Bühler Bürger können ihre Stimme abgeben, entweder online unter www.buehl.de/klimaschutzpublikumspreis oder per Stimmzettel im Eingangsbereich von Rathaus 4, Friedrichstraße 2, zu den gängigen Öffnungszeiten.

Die Bewerbenden sind:

- Nimms und Brings: Auf dem privaten Hof einer Familie in Vimbuch wurde im Juni 2020 ein Tauschregal für die Öffentlichkeit errichtet. Somit erfahren Konsumgüter eine Weiternutzung und werden vor der Entsorgung bewahrt. Das Tauschregal erfreut sich einer regen Nutzung von täglich rund 50 Tauschwilligen, so eine Mitteilung. Die Familie sorgt für ein aufgeräumtes Regal und übernimmt zum Teil die Entsorgung einiger Güter.

- E-Mobilität aus Sonnenstrom: Im Jahr 2019 steigt eine Familie aus Neusatz auf die E-Mobilität um. Der elektrische Kleinwagen tankt dabei den Strom, welcher über die hauseigene Photovoltaikanlage inklusive Stromspeicher bereitgestellt wird und erreicht damit einen Autarkiegrad von 50 Prozent. Der Restbedarf wird über einen Ökostromvertrag gedeckt.

- Kühlgerätetausch: Die Kühl- und Gefriergeräte der Bühler Tafel waren unwirtschaftlich und ineffizient. Spenden wurden gesammelt, womit Ende 2020 neue Anlagen angeschafft wurden. Die jährliche Einsparung lässt sich auf 3.600 Kilowattstunden oder 1,5 Tonnen CO2 beziffern.

- Brennstoffumstellung von Öl auf Holzpellets: Eine Familie in Weitenung wechselt vom Heizölkessel zur Holzpelletheizung. Der Einbau eines Holzpellet-Lagers geschah dabei in Eigenregie und mit tatkräftiger familiärer Hilfe. Durch den Wechsel werden jährlich rund acht Tonnen CO2 eingespart.

- Wildkräutergarten Eisental: Seit 2018 arbeitete der Heimatverein Eisental zwei Jahre daran, ein vernachlässigtes Wildpflanzenareal in einen Erlebnis- und Wildkräutergarten umzuwandeln. Das Areal, das als Permakultur angelegt ist, besteht aus einem Wildpflanzen- und Heilkräuterbereich, einem Duftpfad, einem Küchenkräutergarten, einem Wildrosenpfad sowie einer Vogelschutzhecke mit Unterpflanzung. Um die vorhandene Sitzgruppe wurde eine Holzpergola errichtet, bepflanzt mit Kletterpflanzen zur natürlichen Beschattung.

- Permakulturparadies Schlaraffental – Aus Affental wird Schlaraffental: Einer Familie in Eisental gelingt die grundlegende Umgestaltung ihrer ehemals konventionell bewirtschafteten 6.000 Quadratmeter großen Rebfläche zu einem artenreichen und permakulturell bewirtschafteten Waldgarten. Seit 2019 wurde die Fläche durch die Pflanzung von 80 Bäumen erweitert, darunter 50 verschiedene Sorten von Apfel, Kirsche, Birne, Reneklode, Aprikose, Pfirsich sowie auch alte Sorten und Hochstammbäume.

- Privater Sonnenstrom und -speicher: Im Jahr 2018 steigt eine Familie aus Kappelwindeck auf Solarstrom vom eigenen Dach um. Die bestehende Photovoltaikanlage wurde ergänzt um einen Batteriespeicher. Seither können jährlich zirka zwei bis drei Tonnen CO2 durch die Bereitstellung und Nutzung der Kombianlage eingespart werden.

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Erstellt:
3. September 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

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