Siebenschläfer inspiriert zu Kinder-Krimi

Rheinau/Baden-Baden (BT) – Verena Dörrich (40) schrieb mit „Die Walnussverschwörung“ ihren ersten Roman. Es ist ein 100-seitiger Kinderkrimi für Kinder ab acht Jahren.

Mit „Die Walnussverschwörung“ veröffentlicht Verena Dörrich einen 100-seitigen Krimi für Kinder. Foto: Ellen Matzat

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Mit „Die Walnussverschwörung“ veröffentlicht Verena Dörrich einen 100-seitigen Krimi für Kinder. Foto: Ellen Matzat

Das Buch, das im April veröffentlicht wurde, handelt von Siebenschläfern, denen ihr ganzer Wintervorrat gestohlen und deren Wächter Toni Knabberoni ermordet wurde.

Illustriert hat Dörrich ihr Buch selbst. Die Walnussverschwörung ist zwar der erste Roman, aber bereits Dörrichs zweites Buch. Ihr erstes Buch „Felis et Ego“ war das Sachbuch über die Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Katze.

„Ich schreibe nun schon eine ganze Weile“, sagt Dörrich. Angefangen habe alles mit Notizen, die sie sammelte, bis sie der Meinung war, dass es für ein Buch reicht. Ihr erstes Buch dauerte von der ersten Idee bis zum fertig gedruckten Werk rund drei Jahre. „Die Walnussverschwörung hingegen entstand eigentlich durch Zufall“, schmunzelt sie und berichtet von mehreren Begegnungen mit Wildtieren in ihrem riesigen Garten am Waldrand, indem es sowohl Siebenschläfer, Rehe als auch die Füchsin Ragna gibt.

Toter Siebenschläfer animiert zur der Geschichte

„Als ich 2019 in unserem Esszimmer den toten Siebenschläfer fand, dem ich zuvor, ohne ihn gesehen zu haben, den Namen Toni Knabberoni gab, weil ich ihn immer knabbern hörte, war mein erster Gedanke ‚Jemand hat Toni Knabberoni ermordet‘“, erinnert sie sich. Sie fing an, sich eine Geschichte auszudenken, unter welchen Umständen ein Siebenschläfer ums Leben gekommen sein könnte.

Neben dem Siebenschläfer und der Füchsin spielen weitere Wildtiere wie Eichhörnchen, Feldhamster und Maulwurf eine Rolle. „Es wurde alles mit einbezogen, das in unserem Garten in Östringen (zwischen Bruchsal und Heidelberg) heimisch ist“, erzählt sie. Neben jugendlichen Krimifans sind auch Erwachsene von ihrem Buch begeistert.

Die Fortsetzung wird aller Wahrscheinlichkeit nach „Das Haselnusskonklave“ heißen. Ein bis zwei Jahre müssen sich ihre Leser allerdings noch gedulden. Ein Buch zu schreiben ist für Dörrich ein Prozess. Manchmal passiert monatelang nichts und dann kommt plötzlich eine Art Flash, an dem sie schreiben „muss“. „Da bin ich in einer Art Autorentunnel, sehe und höre nichts und habe keine Zeit mehr im Blick“, beschreibt sie den Zustand. In diesem Schreibfluss darf man sie unter keinen Umständen stören. Effektiv schreibt sie vier bis fünf Stunden am Stück, dann ist sie platt. Zuerst schreibt sie das Grundgerüst per Hand auf Papier und schmückt die Geschichte später beim Abtippen in den Computer aus.

Historien- und Fantasy-Romane als Lektüre

Dörrich war schon als Kind den Büchern verschrieben und las bereits im Alter von zehn Jahren Stephen King. Später geriet sie in die Abhängigkeit der Historien-Romane. Weiter mag sie die Fantasy-Romane von Terry Pratchett und die Wissenschaftskrimis des Autorenduos Preston & Child aus New York, aber auch mal Blutiges wie „Die Blutlinie“ von Cody McFadyen sowie den romantisch-schönen Roman „Das Herz ist eine miese Gegend“ von Thommie Bayer. „Es gibt nichts, was ich nicht lese.“

Schreiben und Geschichten erzählt sie schon immer gerne. Sie war schon als Kind sehr kreativ, hat viel gezeichnet und gemalt. „Das Schreiben überkam mich und ich fing einfach an. Ich bin recht wortgewandt, kann mich gut ausdrücken und verfüge über eine große Fantasie.“ Weiter gehören Tiere und Natur zu ihren Lieblingsthemen. In ihrem Buch geht es – ohne erhobenen Zeigefinger – darum, die Natur zu bewahren. „Unterschwellig versuche ich zu verdeutlichen, was für eine unglaubliche Belastung für ein Tier weggeworfener Müll oder auch nur ein Zigarettenstummel sein kann.“

„Ich hoffe, dass ich demnächst eine Lesung planen kann, denn ich finde es spannend, die Reaktionen meiner Leser direkt und unvermittelt zu erleben“, meint die Autorin. „Die Walnussverschwörung“ ist für 16,80 Euro unter der ISBN-Nummer 978-3-95457-225-0 überall erhältlich, wo es Bücher gibt.

Zur Person

Die Autorin Verena Dörrich, geborene Zimmer, wurde in Achern geboren und wuchs in Memprechtshofen auf. Ihre Großeltern kommen aus Helmlingen beziehungsweise Freistett. Als Beweis, dass sie eine „echte“ Rheinauerin ist, hatte sie sogar „Franze-Gutzele“, bekannt und vertraut aus der Kindheit in Helmlingen, in ihrer Jackentasche dabei.

Ihr Opa war das bekannte Freistetter Urgestein René Schmidt. Auch wenn sie in Östringen wohnt, bleibt ihre Heimat Rheinau. „Sobald ich den Schwarzwald sehe, weiß ich, dass ich zuhause bin“, lacht sie. Ihr Abitur absolvierte sie an der Heimschule Lender. In Baden-Baden ließ sie sich zur Fremdsprachensekretärin, Wirtschafts- und Fremdsprachenkorrespondentin ausbilden. Dörrich arbeitet bei „Unser Haus“ in Sinsheim als Marketingleiterin und rechte Hand des Geschäftsführers. Neben ihrer Arbeit und dem Schreiben benötigen ihr riesiger Garten, ihre Wachteln und Katzen viel Zeit und Liebe. Sie ist sehr gerne draußen, arbeitet mit ihren Händen und macht gerne mit ihrem Mann Fitnesstraining oder geht reiten.

Ihr Autor

Ellen Matzat

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Erstellt:
5. Juli 2021, 09:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 20sec

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