Siegel soll für Vertrauen bei Ausrichtern sorgen

Baden-Baden (BT) – Das Kongresshaus erhält als erstes deutsches Veranstaltungshaus das Dekra-Hygienezertifikat. Somit wurden insgesamt 124 Einzelkriterien erfüllt.

Nora Waggershauser (rechts) und Luisa Knopf nehmen das Zertifikat aus den Händen von Frank Barenscheer, Mitglied der Dekra-Geschäftsleitung, entgegen. Foto: Schultes/Kongresshaus

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Nora Waggershauser (rechts) und Luisa Knopf nehmen das Zertifikat aus den Händen von Frank Barenscheer, Mitglied der Dekra-Geschäftsleitung, entgegen. Foto: Schultes/Kongresshaus

Das Kongresshaus Baden-Baden ist das erste, von der Prüfgesellschaft Dekra nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hygienezertifizierte Veranstaltungshaus Deutschlands. Insgesamt 124 Einzelkriterien wurden in einem umfangreichen Zertifizierungsprozess von unabhängigen Experten überprüft, heißt es in einer Pressemitteilung.

Vertrauen stärken und aufbauen

Das Ergebnis: Das Kongresshaus erfüllt verlässlich hohe Standards bei Infektionsschutz und Hygiene. „Für unser international anerkanntes Kongress- und Veranstaltungshaus ist das Vertrauen unserer Gäste das wertvollste Gut. Die Zertifizierung kann in diesen herausfordernden Zeiten dazu beitragen, das Vertrauen zu stärken und zusätzliches Vertrauen aufzubauen“, betonte die Geschäftsführerin der Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH, Nora Waggershauser, laut der Mitteilung.

Frank Barenscheer, Prokurist und Mitglied der Dekra-Geschäftsleitung, überreichte Waggershauser als sichtbares Zeichen des erfolgreichen Zertifizierungsprozesses das Siegel „Dekra Standard Trusted Facility – Hygienemaßnahmen“. „Bei der Zertifizierung geht es darum, Risiken zu minimieren und nachhaltig den bestmöglichen Schutz für Besucher und Mitarbeitende sicherzustellen“, erklärte Barenscheer und ergänzte: „Das Siegel bietet potenziellen Ausrichtern von Kongressen eine gute Orientierung bei der Suche nach einem sicheren Veranstaltungsort und verantwortungsbewussten Gastgebern – heute und in der Zukunft.“

Intensive Gespräche vor dem Audit

Für Waggershauser zahlt das Siegel nicht nur auf das Renommee des Kongresshauses, sondern auch der Kongressstadt Baden-Baden ein: „Das Kongresshaus und die Kongressstadt Baden-Baden bilden eine Einheit. Beide verbindet nicht zuletzt der Anspruch, für höchste Qualität zu stehen und Vorreiter diesbezüglich zu sein.“

Bei der mehrere Wochen in Anspruch nehmenden Zertifizierung fungierte Dekra nicht nur als Prüfungsinstanz, sondern auch als Partner bei der Einführung verlässlicher Strukturen und Konzepte. Noch bevor die Experten ins Haus zum eigentlichen Audit gekommen sind, haben sie intensive Gespräche mit den jeweils zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kongresshauses geführt: Wie sehen die aktuell angewandten Standards und Pläne aus? Wie setzt man konkret die Corona-Maßnahmen um? Welche möglichen Verbesserungspotenziale sehen die Mitarbeiter vor Ort? Welche räumlichen Besonderheiten gibt es? Wie arbeiten Dienstleister des Kongresshauses, etwa Reinigungsfirmen? „Jedes Haus ist unterschiedlich. Daher ist es entscheidend, sich individuell auf das zu prüfende Objekt einzustellen“, stellte Barenscheer heraus.

Professionalität und Sorgfalt

124 Anforderungen umfasst die Checkliste, die dann im zweiten Schritt vor Ort von einem Dekra-Auditor überprüft wurden. Generell nahmen die WHO-Vorgaben sowie die gesetzlichen Hygiene-Bestimmungen für den Infektionsschutz breiten Raum ein. Dazu zählen etwa: Anzahl und Anordnung der Desinfektionsspender, Abtrennung aller möglichen Kontaktflächen mit Plexiglasscheiben, Professionalität und Sorgfalt bei der Reinigung und Desinfektion aller Flächen und Bereiche des Hauses. Aber auch: Nachvollziehbarkeit und Sichtbarkeit der Bodenmarkierungen, der Hinweisbeschilderungen und Kennzeichnungen sowie die Wegeführung der Gäste. „Elementar wichtig sind die Corona-Bestimmungen einhaltenden Bestuhlungsvarianten und Raumpläne für Veranstaltungen“, erklärte Waggershauser.

„Die Zertifizierung ist nicht nur eine vertrauensbildende Maßnahme für unsere Gäste, sondern gibt auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit in ihrer täglichen Arbeit und im professionellen Umgang mit den Besuchern“, betonte Waggershauser, die sehr stolz auf ihr Team ist: „Bei der Überprüfung gab es nur in wenigen Punkten einen Nachbesserungsbedarf.“ Ausruhen will und kann sich das Kongresshaus jedoch nicht auf der erreichten Zertifizierung: Nach einem halben Jahr steht ein zweites Audit für eine erneute Überprüfung an, heißt es in der Mitteilung abschließend.

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Erstellt:
9. Februar 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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