Sinzheimer Ehrenamtliche sollen gewürdigt werden

Sinzheim (nie) – Die Sinzheimer Verwaltung hat die Ehrungsrichtlinien der Gemeinde überarbeitet und unter anderem die neue Kategorie des Ehrenamtspreises aufgenommen.

Danke will auch Sinzheim sagen: In vielen Lebensbereichen ist ehrenamtliche Arbeit wichtig. Mit einem neuen Preis soll das gewürdigt werden. Foto: Swen Pförtner/dpa

© dpa

Danke will auch Sinzheim sagen: In vielen Lebensbereichen ist ehrenamtliche Arbeit wichtig. Mit einem neuen Preis soll das gewürdigt werden. Foto: Swen Pförtner/dpa

Ehre, wem Ehre gebührt. Nach diesem Motto handelt auch Sinzheim schon lange, nicht erst, seit die Ehrengala Ende März fester Bestandteil im Jahreskalender der Gemeinde ist. Die Statuten für Ehrungen sind nun überarbeitet und um einen Ehrenamtspreis erweitert worden. Der Gemeinderat soll der neuen Ehrungsrichtlinie an diesem Mittwoch in seiner Sitzung zustimmen.

Fortan soll es den so betitelten Ehrenamtspreis in den Kategorien „Jugend“, „Bronze“, „Silber“ und „Gold“ geben. Der bisher vergebene Ehrenteller wird dadurch abgelöst. Schon seit Ende 2019 hat ein solcher Preis mehrere Gremien beschäftigt. Auch die Vereine hat die Gemeinde bei der Erarbeitung der Richtlinien einbezogen, unter anderem mit einer Vereinsbesprechung zu diesem Thema im vergangenen November. Schließlich sollen die Regularien „im Gleichklang“ mit der Meinung der Vereine stehen, erläutert Bürgermeister Erik Ernst dazu. Nun heißt es in den Richtlinien, dass der Ehrenamtspreis „als Dank und Anerkennung für Einzelpersonen, Familien sowie gemeinnützige Gruppierungen“ verliehen werden kann, die „durch ihr soziales, kulturelles, sportliches oder anderweitiges Engagement das Gemeindeleben prägen und bereichern“ oder „den interkulturellen Austausch, Toleranz und Integration stärken“ oder „die Teilhabe, das Miteinander und eine gute Nachbarschaft fördern“ oder „hilfsbedürftigen Menschen und Familien zur Seite stehen“. Die Geehrten für „Jugend“, „Bronze“, „Silber“ sollen bei der Ehrengala ihre Urkunden erhalten. Der „Gold“-Ehrenpreis soll am Neujahrsempfang vergeben werden, ebenso wie ein neuer Sonderpreis. Dieser kann laut Richtlinie für „außergewöhnliche Verdienste“ unabhängig von der Dauer der Tätigkeit ausgelobt werden.

Vorschläge schriftlich einreichen

Grundsätzlich gelten für die Kategorien: Bei „Jugend“ darf der Geehrte nicht älter als 27 Jahre alt sein und muss mindestens fünf Jahre lang ehrenamtlich tätig gewesen sein. „Bronze“ kann bekommen, wer mindestens 15 Jahre lang ehrenamtlich tätig gewesen ist, für „Silber“ müssen es mindestens 25 Jahre sein und für „Gold“ mindestens 35 Jahre.

Und woher kommen die Vorschläge? Vorgesehen ist, dass Gruppierungen, Vereine oder Bürger Vorschläge schriftlich einreichen und der Ausschuss für Verwaltung und Soziales entscheidet. Die Menge soll dabei pro Jahr limitiert sein: Der „Jugend“-Ehrenamtspreis kann nur zweimal vergeben werden, „Bronze“ dreimal, „Silber“ zweimal und „Gold“ einmal. Es ist laut Verwaltung zudem angedacht, auch die Ehrungen des Deutschen Roten Kreuzes für vielmalige Blutspender bei der Ehrengala auszusprechen – und nicht wie bisher, dass das DRK die Ehrung gesondert organisiert.

Ehrengala am 29. April

Die Ehrengala ist 2020 und 2021 coronabedingt abgesagt worden. Sie war nun auf 25. März datiert, wurde aber auf Freitag, 29. April verlegt, wodurch man sich laut Erik Ernst mehr Handlungsspielraum bei der Durchführung erwarte. Und außerdem bedürfe es ja eines gewissen Vorlaufs hinsichtlich der neuen Richtlinien.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nina Ernst

Zum Artikel

Erstellt:
25. Januar 2022, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.