Sinzheimer „Love-Island“-Kandidatin bleibt sich treu

Sinzheim/Köln/Mallorca (nie) – Am Montag ist die Reality-Show „Love Island“ auf RTL-2 zu Ende gegangen. Bis kurz vor Schluss war auch Aurelia Lamprecht aus Sinzheim in der Villa auf Mallorca dabei.

„Die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“: Kandidatin Aurelia Lamprecht. Foto: RTLZWEI/Magdalena Possert

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„Die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“: Kandidatin Aurelia Lamprecht. Foto: RTLZWEI/Magdalena Possert

Abgeschottet und doch für die ganze Welt sichtbar: So erging es den Kandidaten der Reality-Show „Love Island“, die wochenlang im September auf RTL-2 zu sehen war. Mitten drin: Granate Aurelia. Im bürgerlichen Leben Aurelia Lamprecht aus Sinzheim.

Wie viele andere hat auch Aurelias Familie kräftig vor dem Fernseher mitgefiebert und mitgelitten, extra eine Fan-Whatsapp-Gruppe gegründet und Abend für Abend die Daumen gedrückt – und das sei für die sympathische 23-Jährige das Wichtigste: „Ich bin stolz und freue mich, dass meine Familie so dabei war!“

Fürs Finale hat es für Aurelia nicht gereicht, das hat sie sich am Montagabend zusammen mit den anderen ausgeschiedenen „Islandern“, wie RTL-2 die Teilnehmer der Show nennt, in Köln angeschaut, erzählt sie am Telefon. Denn ihren Lebensmittelpunkt hat Aurelia nicht mehr in der Stabsgemeinde, sondern mittlerweile als Hotelfachfrau in Frankfurt.

Am vergangenen Mittwoch hatte sie die Sendung freiwillig verlassen: Sie sah für sich keine Chance mehr, ihr Herz an einen Mann zu vergeben. Aber nur zu zweit ist die Sendung, die in diesem Jahr in der vierten Staffel ausgestrahlt wurde, zu gewinnen: In der Villa auf Mallorca müssen sich die Singles einen Partner angeln – im Prinzip egal ob die Basis des „Couples“, also der zwei verbandelten Islander, Liebe, Freundschaft oder reiner Siegeswille ist. Immerhin winken dem Siegerpärchen 50.000 Euro Prämie.

Aber Aurelia hat sich nicht von Tausenden von Euro locken lassen. Sie hat damit ihr selbst gestecktes Ziel erreicht: Sie habe sich für ihren TV-Auftritt vorgenommen, „so zu sein wie ich bin“, „nach Bauchgefühl zu handeln“ und sich vor allem „nicht verbiegen“ zu lassen. Und einen Mann in der Villa auszuwählen, nur um die Chance auf den Sieg zu wahren, das sei nicht ihr Ding gewesen. Denn während der Zeit auf der Insel wechselten die Couples schon mal – und so war auch Aurelia nach ihrer Zeit mit Henrik – der Tränen und Enttäuschung folgten – wieder als Single unterwegs.

Eine „intensive Zeit“ in einer „komplett eigenen Welt“

Apropos Tränen: Die sind zahlreich geflossen, nicht nur bei den neuen Freundinnen, als Aurelia ihren Abschied bekannt gegeben hat. Ja, Freundinnen, so bezeichnet die Sinzheimerin die Beziehungen zu den anderen Kandidatinnen bereits, denn es sei eine „intensive Zeit“ in einer „komplett eigenen Welt“ gewesen. „Ein Tag fühlt sich dort an wie eine Woche, weil so viel passiert“, blickt Aurelia auf viele emotionale Momente zurück. Relativ schnell habe sie zwar die Kameras um sich herum ausblenden und sich darauf einstellen können, keinerlei Kontakt zur Außenwelt haben zu dürfen. Umso mehr hat sie sich aber dann über die Reaktion ihrer Mutter gefreut, als ihre Reise zu Ende war: „Als ich raus war, habe ich auch Schiss gehabt, wie die Leute reagieren würden. Aber meine Mama hat mir gesagt, dass sie stolz ist und ich mir keine Gedanken machen muss.“ So wie es gelaufen ist, habe sie es nie erwartet: Nur Positives habe sie seit ihrem freiwilligen Abgang erreicht und sogar auf der Straße werde sie angesprochen. „Unwirklich“ findet Aurelia das, denn: „Ich fühle mich ja nicht anders und habe nichts Besonderes getan.“

Heimaturlaub steht an

Auch ihre Entscheidung bei „Love Island“ mitzumachen beschreibt sie ganz nüchtern: Sie habe Werbung für das Format gesehen, total spontan überlegt, sich zu bewerben und gleich nach der ersten persönlichen Vorstellung in Köln hatte sie die Zusage. Und über die ist sie heute froh. „Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, lautet Aurelias Fazit. „Ich habe extrem viel gelernt, bin über mich hinaus gewachsen und mir treu geblieben.“ Nicht alles davon haben die Zuschauer auf RTL-2 zu sehen bekommen. Das war auch der Grund, warum Aurelia nach ihrem Ausscheiden nur sporadisch reingeschaltet habe, erzählt sie. Sie wisse eben, was gezeigt wird – und wie die Dinge wirklich waren.

Was oder ob auf „Love Island“ etwas Ähnliches folgt, das weiß Aurelia Lamprecht noch nicht. Momentan sei ihr Alltag eher ruhig, sie nehme sich Zeit, die Dinge zu verarbeiten und zu reflektieren. Was dagegen aber sicher ist: Auf Mallorca folgt Sinzheim, denn am Wochenende steht der nächste Heimatbesuch an.

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Erstellt:
29. September 2020, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 11sec

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