So viele Frauen wie noch nie

Stuttgart (bjhw) – Im nächsten Landtag werden 43 der 154 Abgeordnete weiblich sein. Damit gibt Baden-Württemberg endgültige die rote Laterne in Sachen Gleichstellung ab.

Der neue Landtag in Baden-Württemberg wird weiblicher. Symbolfoto: Marija Murat/dpa

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Der neue Landtag in Baden-Württemberg wird weiblicher. Symbolfoto: Marija Murat/dpa

Mit dem höchsten Frauenanteil von 48 Prozent tragen die Grünen überdurchschnittlich zum Abschmelzen des Männerüberhangs bei.

Petra Olschowski (Grüne/Stuttgart) und Katrin Schindele (CDU/Freudenstadt, Dorothea Kliche-Behnke (SPD/Tübingen) und Alena Trauschel (FDP/Ettlingen) haben eines gemeinsam: Sie ziehen nach der Wahl vom Sonntag neu in den Landtag ein. Die Liberalen stellen mit Trauschel und Julia Goll (Waiblingen) wieder einmal zwei Frauen in einer Fraktion, in der immer wieder ausschließlich Männer saßen und deshalb auch die Rolle eines Frauenbeauftragten übernehmen mussten.

Drei Frauen kommen aus der CDU

Großer Nachholbedarf herrschte auch bei der CDU, die nur noch zwölf der insgesamt 70 prestigeträchtigen Direktmandate für die jeweils stimmenstärksten Bewerber in ihren Wahlkreisen gewinnen konnte. Immerhin drei gingen an Frauen, darunter Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (Balingen). Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann konnte nicht nur ihren Stuttgarter Wahlkreis nicht gewinnen, sondern sie fuhr auch noch ein Minus gegenüber dem CDU-Ergebnis von 2016 ein und wird dem Parlament gar nicht angehören. Unter den 48 Grünen sind dagegen zwei Frauen Stimmenköniginnen: Landtagspräsidentin Muhterem Aras mit 44,8 Prozent im Stuttgarter Wahlkreis eins und Nese Erikli mit 42,1 Prozent in Konstanz.

Ihr Autor

BT-Korrespondentin Brigitte J. Henkel-Waidhofer

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Erstellt:
15. März 2021, 12:10 Uhr
Lesedauer:
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