So will Sinzheim künftig Kita-Plätze vergeben

Sinzheim (nie) – Weil die Nachfrage höher ist als das Angebot, wird die Vergabe der Kita-Plätze in Sinzheim mit einem Punktesystem gesteuert. Jetzt will die Verwaltung nachschärfen.

Wer muss warten, wer darf kommen? Bei der Vergabe von Plätzen zur Kinderbetreuung in Sinzheim spielt das Alter eine wesentliche Rolle. Foto: Caroline Seidel/dpa

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Wer muss warten, wer darf kommen? Bei der Vergabe von Plätzen zur Kinderbetreuung in Sinzheim spielt das Alter eine wesentliche Rolle. Foto: Caroline Seidel/dpa

Diese Kriterien greifen immer dann, wenn für eine Einrichtung in der Gemeinde mehr Vormerkungen vorliegen, als Plätze dort vorhanden sind. Und „jedes Kindergartenjahr“ sei das der Fall und es gebe Wartelisten, heißt es vonseiten der Verwaltung. Solche Vergabekriterien gibt es auch jetzt schon, aber im Rathaus hat man diese nun detaillierter gefasst und die stellvertretende Hauptamtsleiterin Annemarie Huck wird die neuen „Aufnahmekriterien für kommunale Kindergärten und das Kinderhaus St. Vinzenz“ in der Gemeinderatssitzung an diesem Mittwoch vorstellen. Das Gremium soll dem neuen Kriterienkatalog zustimmen. Grund für die Überarbeitung ist laut den Sitzungsunterlagen, dass die bisherigen Kriterien „sehr breit gefasst“ waren und „nicht immer zu einer Aufnahmereihenfolge geführt“ haben.

Die meisten Punkte gibt es für das Alter

Die Verwaltung hat verschiedene Bereiche abgesteckt, für die Punkte verteilt werden – und nach deren Anzahl dann die Platzvergabe stattfindet. Die meisten Punkte gibt es beim Kriterium des Alters. Ein Beispiel: Bei der Vergabe für einen Kindergartenplatz (also für Kinder über drei Jahre) gibt es für ein sechsjähriges Kind 60 Punkte, für ein dreijähriges Kind 30 Punkte. Wesentlich weniger ins Gewicht fallen andere Bereiche. Zum einen spielt hierbei die familiäre Situation und die Berufstätigkeit eine Rolle, also ob Eltern gemeinsam ihr Kind erziehen, ob jemand alleinerziehend ist und in welchem Umfang die Erziehungsberechtigten arbeiten. Für Alleinerziehende in Vollzeit Arbeitende gibt es beispielsweise sieben Punkte, arbeiten beide Elternteile Vollzeit gibt es fünf Punkte. In die Bewertung fließt außerdem mit ein, ob das Kind schon auf der Warteliste steht, ob das Kind aus der U3- in die Ü3-Betreuung wechseln soll und ob schon Geschwisterkinder in der gewünschten Einrichtung sind.

Grundsätzlich gilt: „In den Einrichtungen werden nur Kinder aufgenommen, die zum Aufnahmezeitpunkt ihren Wohnsitz in Sinzheim haben. Nicht in Sinzheim wohnende Kinder können auf Antrag nur aufgenommen werden, wenn in einem absehbaren Zeitraum (mindestens zwei Kindergartenjahre) kein in Sinzheim wohnendes Kind auf der Warteliste steht“. Die Vormerkung für das darauffolgende Kindergartenjahr muss bis zum 31. Januar gemacht sein und ist auf der Homepage der Gemeinde unter „Bildung und Soziales/Kinderbetreuung“ möglich.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nina Ernst

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Erstellt:
13. Dezember 2021, 17:30 Uhr
Lesedauer:
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