Unesco-Bewerbung: Spannung in der Kurstadt steigt

Baden-Baden (hez) – Vom 16. bis 31. Juli will die Unesco auch über die Baden-Badener Bewerbung entscheiden.

Auch mit seinen Kuranlagen will Baden-Baden bei der Unesco punkten. Foto: Conny Hecker-Stock/Archiv

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Auch mit seinen Kuranlagen will Baden-Baden bei der Unesco punkten. Foto: Conny Hecker-Stock/Archiv

Jetzt ist es endgültig: Im Sommer findet tatsächlich die mit Spannung erwartete Tagung des Unesco-Welterbekomitees statt, das sich dann auch mit der Bewerbung Baden-Badens in der Gruppe von elf Kurstädten aus sieben europäischen Ländern („Great Spas of Europe“) befassen wird.
Diese Veranstaltung sollte ursprünglich bereits im vergangenen Jahr im chinesischen Fuzhou durchgeführt werden, doch wegen der Corona-Pandemie hatte man sie dann abgesagt. Doch am Dienstag kam die Bestätigung, dass das Welterbekomitee vom 16. bis 31. Juli in diesem Jahr tatsächlich zusammenkommt – allerdings nur virtuell, denn vorgesehen ist eine Online-Tagung.

Zahlreiche Nominierungen

Dabei wird über fünf Anträge entschieden, an denen Deutschland beteiligt ist. Nominiert sind unter anderem die elf bedeutenden europäischen Bäder des 19. Jahrhunderts, darunter neben Baden-Baden auch Bad Ems und Bad Kissingen. In den vergangenen Jahren hatte die Kurstadt an der Oos immer wieder deutlich gemacht, welch große Bedeutung für sie eine Aufnahme in die Welterbeliste der Unesco haben würde. Unter anderem erhofft man sich davon noch eine Steigerung der touristischen Attraktivität. Zeigen wolle man, so hieß es, dass die Kurstädte einen „fortwährenden Beitrag zur europäischen Kultur als aktive Orte der Muße und der Heilung für Körper, Geist und Seele“ leisten.

Neben der Mathildenhöhe in Darmstadt sind die Orte des jüdischen Mittelalters in Speyer, Mainz und Worms zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgeschlagen. Auf Antrag von Österreich, der Slowakei, Ungarn und Deutschland soll der römische Grenzwall Donaulimes als Welterbe anerkannt werden. Dasselbe beantragen die Niederlande und Deutschland für den niedergermanischen Limes.

Auf der Liste des Unesco-Welterbes stehen zurzeit 1.121 Kultur- und Naturstätten, davon 46 aus Deutschland. Das Welterbekomitee setzt sich aus 21 gewählten Vertragsstaaten der Welterbekonvention zusammen. Es entscheidet in der Regel jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Erhaltungszustand eingeschriebener Stätten.

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Erstellt:
31. März 2021, 11:00 Uhr
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