Spaß im Kurgarten mit Jeppe Heins Kunst

Baden-Baden (cl) – Premiere im Kurgarten von Baden-Baden: Mit Jeppe Heins Wasserraum, den ungewöhnlich geformten Bänken und den Luftballons startet die neue Sommerreihe „kunst findet stadt“.

Der dänische Künstler•Jeppe Hein und Baden-Events-Chefin Nora Waggershauser versöhnlich auf einem der „Modified Social Benches“ im Baden-Badener Kurgarten – die Sitzgelegenheit wurde gestern von einer Parkbesucherin spontan „Streitbank“ getauft.  Foto: Christiane Lenhardt

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Der dänische Künstler•Jeppe Hein und Baden-Events-Chefin Nora Waggershauser versöhnlich auf einem der „Modified Social Benches“ im Baden-Badener Kurgarten – die Sitzgelegenheit wurde gestern von einer Parkbesucherin spontan „Streitbank“ getauft. Foto: Christiane Lenhardt

Jeppe Hein weckt die Spiellaune bei den Besuchern des Baden-Badener Kurgartens ganz unmittelbar. Kaum steigen die Wasserwände vor der Kurhaus-Kulisse im Zufallsprinzip auf und ab, springen die Jungen tollkühn zwischen die sprudelnden Wände und die Älteren hinterher. Wer gut aufpasst, wird auch nicht nass. Wasser, Bänke, Luftballons und Zerrspiegel – viele historische Spielereien einer barocken Gartenanlage sollen hier auf moderne Weise das lange vermisste Miteinander neu anregen – unverfänglich und ohne Risiko an der frischen Luft.

Nach dem Medienkunstparcours von Refik Anadol 2020 im Kurhaus, fängt der Spaß mit dem fröhlich-zugewandten Dänen Jeppe Hein, dem Vater von vier Kindern zwischen Baby- und Teenie-Alter aus Kopenhagen, bei „kunst findet stadt“ im Außenbereich nun erst richtig an. Auch wenn Baden-Baden eigentlich Kunst und Kultur nicht mehr entdecken muss: Die neue Sommeridee des Teams um Baden-Events-Chefin Nora Waggershauser für die sommerliche Bespielung des Kurgartens soll auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden: mit Licht- oder Soundkunst, auch Performances soll es geben. Dafür wurde eigens ein Kunstbeirat rund um den Direktor des Museums Frieder Burda, Henning Schaper, und den Direktor der Berlinischen Galerie, Thomas Köhler, dem Landesmuseum Berlins, gebildet. „Wir wollen den Kurgarten anders entdecken – man kann hier auch abends noch umherflanieren“, sagt Waggershauser.

Nächtliches Lichtkonzept inklusive

Wenn es dunkel wird, taucht ein Lichtkonzept die spielerische Kunst Heins in ungewöhnliche Szenerien. Kein Sommerevent ohne Eis: Passend dazu wird „Flødeboller“ angeboten, der Schokokuss mit Vanille-, Schoko- und Lakritzkugeln umkränzt, gekrönt von Erdbeersahnehaube, ist eine echte dänische Spezialität. Da fehlt eigentlich nur noch die dänische Flagge im Kurgarten. Vielleicht wird sie ja auch bald gehisst?

Ab dem heutigen Samstag öffnet der Parcours von Jeppe Hein im Kurgarten offiziell. Zu sehen ist die Open-Air-Kunst bis 26. September.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Christiane Lenhardt

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Erstellt:
30. Juli 2021, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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