Spaß im Schwarzwaldbad in Bühl bleibt aus

Bühl (nad) – In der Zwetschgenstadt ist die Freibadsaison ins Wasser gefallen: Weil es in diesem Sommer so viel geregnet hat, gab es im Schwarzwaldbad kaum Besucher.

Trotz Hochsaison leere Becken im Bühler Schwarzwaldbad: Leider keine Seltenheit in diesem Sommer. Foto: Bernhard Margull

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Trotz Hochsaison leere Becken im Bühler Schwarzwaldbad: Leider keine Seltenheit in diesem Sommer. Foto: Bernhard Margull

Den Sommer im Freibad verbringen und das kühle Nass genießen: Was sonst die perfekte Freizeitgestaltung für heiße Tage ist, findet in diesem Jahr nur wenig Beachtung. Denn Regen und kühle Temperaturen sorgen eher für Herbststimmung statt für Schwimmlaune. Auch der Betrieb im Bühler Schwarzwaldbad hat unter den Wetterumständen zu leiden.

„So schlecht wie dieses Jahr war es noch nie“, betont Jörg Zimmer, Geschäftsführer des Schwarzwaldbads, auf BT-Nachfrage. Zu keiner Zeit habe das Freibad eine so niedrige Besucherzahl zu verzeichnen gehabt wie im diesjährigen Sommer, es sei „ganz schlimm“. So seien dort circa die Hälfte der Freibadgäste weggefallen: Waren es im August 2020 ungefähr 28.000, sind es in diesem Jahr nur um die 14.000.

Aufheizen ist „viel zu teuer“

Dabei standen die Lichter bei Saisoneröffnung im Mai auf Grün, die Coronaregeln waren klar und die Mitarbeiter des Schwarzwaldbads seien gut auf die Sommermonate vorbereitet gewesen. Im Juni war die Besucherzahl sogar noch höher als im vorherigen Jahr – Potenzial für eine gute Sommersaison gab es also, „wenn das Wetter mitgespielt hätte“.

Doch das hat es nicht und das Schlimme daran sei die Unplanbarkeit. Schließlich konnte niemand vorhersehen, dass die Hochsaison quasi ins Wasser fallen würde – so wurde das Personal für einen Normalbetrieb eingeplant. „Auch „bei sechs Wochen Hitze muss hier alles funktionieren“, unterstreicht der Geschäftsführer und gibt an, dass zwischenzeitlich schon an mancher Stelle gekürzt worden sei.

Um den recht herbstlichen Temperaturen entgegenzuwirken, werden die Becken aktuell sogar beheizt. Etwas, das die Betreiber im Sommer laut Zimmer normalerweise nie machen würden. Er setze wenig Hoffnung in den September, denn selbst wenn es noch mal schönere und wärmere Tage geben sollte, sind die Nächte dann schon zu lang und zu kalt, und die Wassertemperatur in den Becken kühlt dementsprechend ab. Das Aufheizen sei in bestimmtem Umfang machbar, aber bei zu niedrigen Außentemperaturen irgendwann einfach „viel zu teuer“.

Hallenbadbetrieb wird das Jahr nicht retten

Das Hallenbad, im Sommer nur für Vereine und Schulen geöffnet, wird ab dem 18. September wieder für die Allgemeinheit zugänglich sein. Aber es sei schlichtweg zu klein, um die Zahlen noch „rauszureißen“, fügt Zimmer hinzu. Auch weil die Corona-Verordnung für den Innenbereich strikter ist als fürs Freibad, denn die Besucherzahl ist begrenzt und ein 3G-Nachweis erforderlich.

Am 15. September ist der Sommer im Bühler Schwarzwaldbad dann offiziell vorbei. Zum Ausklang der durchwachsenen Freibadsaison findet am Samstag, 11. September, bei trockener Witterung ein Konzert der städtischen Musikschule im Anschluss an einen Schwimmwettkampf des TV Bühl statt. Unter dem Motto „Wasser“ wird das Salonorchester Werke von Händel bis Deep Purple präsentieren – bleibt zu hoffen, dass das Motto nicht zum Programm wird und Petrus zumindest an diesem Tag für eine Wasserpause von oben sorgt.

Ein tierisches Abschlussfest wird es am Wochenende nach offizieller Schließung geben: Vom 17. bis 19. September findet das sechste Hundeschwimmen im Schwarzwaldbad statt. An diesen Tagen dürfen die Vierbeiner in die „stillgelegten“ Becken springen, mit Artgenossen ausgelassen im Wasser planschen und auf der Liegewiese toben.

Ihr Autor

BT-Volontärin Natalie Dresler

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Erstellt:
1. September 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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