Spatenstich für Schlechtau-Brücke

Weisenbach (ww) – Mit dem ersten Spatenstich begann offiziell der Bau der neuen Brücke über den Triebwerkskanal in der Unteren Schlechtau in Weisenbach.

In der Unteren Schlechtau in Weisenbach entsteht eine neue Brücke. Foto: Walter Wörner

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In der Unteren Schlechtau in Weisenbach entsteht eine neue Brücke. Foto: Walter Wörner

Das bestehende Bauwerk ist marode, derzeit ermöglicht eine Behelfsbrücke die Zufahrt zu den Gewerbebetrieben und dem Gemeindebauhof.
Mit der Übernahme von Infrastrukturflächen auf dem ehemaligen Holtzmann-Gelände hat die Gemeinde Weisenbach vor mehr als zwei Jahrzehnten auch zwei Brücken über den Triebwerkskanal im Bereich der Unteren und Oberen Schlechtau als Eigentum übernommen. Dazu zählt auch die die Pflicht zu deren Unterhaltung.

Erste Überlegungen bereits 2009

Bei Untersuchungen hatte sich gezeigt, dass insbesondere die Brücke im Bereich Untere Schlechtau in einem schlechten Zustand ist. Die Gemeindeverwaltung hat bereits 2009 erste Überlegungen zu einem Neubau angestellt. In der Sitzung am 24. April 2019 stimmte der Gemeinderat dem Neubau einer Brücke auf einer modifizierten Planung südlich der bestehenden Brücke zu, Fördermittel wurden beantragt.

Der Zustand der vorhandenen Brücke hat sich 2020 exponentiell verschlechtert. Notgedrungen musste noch im November des vorigen Jahres eine Behelfsbrücke über das bestehende Bauwerk errichtet werden.

Der Ersatzneubau erhielt daraufhin erhöhte Priorität eingeräumt. Er wurde entsprechend im Haushalt 2021 berücksichtigt. Der Gemeinderat beschloss am 19. Januar die Ausschreibung.

Insgesamt sieben Baufirmen gaben Angebote ab. Der Gemeinderat vergab den Auftrag an die Firma Grötz aus Gaggenau, zum Angebotspreis von rund 941.000 Euro. Die Gesamtsumme der ausgeschriebenen Leistungen betrug laut Kostenberechnung etwa 1.002.000 Euro. Das Angebot der Firma Grötz lag um etwa 61.000 Euro darunter. Zuzüglich Planung und Grunderwerb betragen die Gesamtkosten rund 1.245.000 Euro. Aus dem kommunalen Sanierungsfonds Brücke wurde der Gemeinde vom Regierungspräsidium Karlsruhe eine Förderung von von rund 471.000 Euro bewilligt. Als Investitionshilfe aus dem Ausgleichsstock werden voraussichtlich 140.000 Euro erwartet. Die Verwaltung geht von Zuschüssen von insgesamt rund 611.000 Euro aus, sodass sich der kommunale Anteil auf rund 634.000 Euro belaufen wird.

Bauwerk kein Wunschprojekt

Auch wenn dieses Bauwerk nicht unbedingt zu den Wunschprojekten einer Kommune gehört, gilt es doch als dringend erforderlich. Es wird dort angesiedelten Betrieben und dem kommunalen Bauhof auch in den kommenden Jahrzehnten eine sichere Zufahrt ermöglichen.

Die Stahlbetonbrücke hat eine Lebensdauer von voraussichtlich 100 Jahren. Im Vorfeld diskutierte Alternativen schieden nicht nur wegen der etwa ein Drittel kürzeren Lebensdauer, sondern auch aus Gründen der Förderung, wegen eines möglichen Stillstands des Kanals während der Bauarbeiten und einer möglichen Veränderung des Wasserdurchflusses bei einer Verrohrung aus. Nach dem Spatenstich erfolgen die Bohrpfahlgründungsarbeiten. Auf den Pfählen wird das neue Bauwerk aufgelegt. Damit wird gewährleistet, dass mit der Brücke und dem darüber fahrenden Schwerlastverkehr keine Belastungen auf die Mauern des Gewerbekanals kommen. Die Bauarbeiten sollen bis zum 17. Dezember dieses Jahres abgeschlossen werden.

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Erstellt:
14. Mai 2021, 16:00 Uhr
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