Spatenstich für neues Kinderhaus in Bietigheim

Bietigheim (ser) – Die Gemeinde investiert 8,3 Million Euro für den Bau einer neuen Kita. An der Planung ist auch die künftige Leiterin Andrea Federle-Walter beteiligt.

Architekt Michael Weindel und Constantin Braun (von links) sowie Bietigheimer Kinder beim Spatenstich.  Foto: Heiner Wirbser

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Architekt Michael Weindel und Constantin Braun (von links) sowie Bietigheimer Kinder beim Spatenstich. Foto: Heiner Wirbser

Beim Spatenstich für den Neubau des „Kinderhauses Schneidergarten“ stellte Bürgermeister Constantin Braun heraus, dass damit auch der Startschuss für die Neustrukturierung der Kinderbetreuung in Bietigheim gegeben wurde.
Der neue und erste kommunale Kindergarten in der Hardtgemeinde, so der Bürgermeister weiter, ist für die Gemeinde ein herausragendes Projekt. Mit der dritten Kita biete die Gemeinde in Zukunft alles, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Die Gemeinde investiert für den Neubau rund 8,3 Millionen Euro.

Platz für 140 Kinder

Das Kinderhaus bietet künftig ein Betreuungsangebot für zirka 140 Kinder in vier Krippengruppen im Erdgeschoss und vier Kindergartengruppen im Obergeschoss. Der Neubau, so Planer Michael Weindel, ist als zweigeschossiges und nicht unterkellertes Gebäude in Massivbauweise konzipiert. Die Gebäudehülle besteht aus einer hinterlüfteten Fassade in Holz-/Faserzementplatten im Wechsel mit raumhoher Verglasung. Die Flachdächer sind begrünt und auf der südlichen Dachfläche wird eine Fotovoltaikanlage installiert.

Die größte Raumeinheit bildet der Mehrzweckraum im Erdgeschoss. Beheizt wird das Kinderhaus über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer Fußbodenheizung. Diese kann in den Sommermonaten zur Fußbodenkühlung genutzt werden.

Geplante Betreuung ab 2023

Der Spatenstich für das Kinderhaus war der erste Termin für die künftige Leiterin Andrea Federle-Walter. Sie wird ab November diese Tätigkeit übernehmen und ist in die Planungen involviert. Es ist vorgesehen, dass die Betreuung der Kinder ab Januar 2023 möglich ist. Anmeldungen nimmt die Gemeinde ab September entgegen.

Um ein zukunftsorientiertes Angebot für Kinder und Familien zu schaffen, müssen die beiden kirchlichen Einrichtungen Kinderhaus St. Gabriel und Kindertageseinrichtung St. Michael entlastet werden. Beide Einrichtungen weisen Gebäudemängel auf und müssen die Betreuungsplätze reduzieren. Das Kinderhaus St. Gabriel soll im Rahmen des Landessanierungsprogramms „Alter Ortskern“ saniert werden, und in St. Michael müssen die Container rückgebaut werden.


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