Speerwerfer Vetter mit Handball-„Donnerschlag“

Baden-Baden (moe) – Die Sandweierer Handballer gastieren am Samstag beim TSV Birkenau – und denken über Verpflichtung von Speerwurf-Ass Johannes Vetter nach

Nie die Bodenhaftung verlieren: Sandweiers Max Mitzel zeigt vollen Körpereinsatz. Foto: Michael Wendling

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Nie die Bodenhaftung verlieren: Sandweiers Max Mitzel zeigt vollen Körpereinsatz. Foto: Michael Wendling

Der TVS Baden-Baden hat vor dem Start der Oberligasaison äußerst vielversprechende Neuzugänge verpflichtet. Tim Krauth wird das freilich noch zeigen, Jeremias Seebacher und Jascha Lehnkering haben ihr Können beim siegreichen Auftakt vor genau zwei Wochen in Schutterwald bereits unter Beweis gestellt. Glaubt man den aktuellen Entwicklungen in den sozialen Netzwerken, könnte sogar noch ein vierter Neuer dazustoßen. Es wäre der hochkarätigste von allen.

Obwohl die Saison bereits läuft, „ziehen sich die Vertragsverhandlungen noch hin“, hat Johannes Vetter, seines Zeichens aktuell weltbester Speerwerfer und TVS-Edelfan, unter ein Video geschrieben, das ihn handballwerfend im „Trainingslager“ an einem italienischen Strand zeigt. Weil der Offenburger aber auch oft Tribünengast bei den Südbadenliga-Handballern der SG Steinbach/Kappelwindeck ist, hält er sich wohl alle handballerischen Optionen offen: Keiner seiner beiden Herzensvereine hätte dem Muskelpaket „ein adäquates Angebot“ unterbreitet – trotz seines „Donnerschlagwurfs“.

Catak: Vetter ist „ein cooler Typ“

Wurfgewalt hat Sandro Catak bekanntlich reichlich im Kader, „Johannes würde ich dennoch gerne verpflichten“, sagt der TVS-Trainer scherzhaft, „er ist einfach ein cooler Typ. Und dass er den Handball hier so intensiv verfolgt, macht ihn echt sympathisch.“ Auf einen Besuch in der Sandweierer Rheintalhalle wird Vetter aufgrund der Sanierungsarbeiten noch eine Weile verzichten müssen. Weil das erste Heimspiel diesbezüglich verschoben werden musste, hatten die TVS-Spieler am vergangenen Wochenende frei. Aus der unfreiwilligen Spielpause habe man laut Catak aber „das Beste gemacht“. Beispielsweise im athletischen Bereich ordentlich rangeklotzt und die Belastung nach oben gefahren. Zudem wurde viel untereinander gespielt, um Wettbewerbssituationen zu simulieren. Mit der Trainingsleistung seiner Jungs war Catak jedenfalls zufrieden. Ebenso positiv: „Aktuell sind alle gesund!“

„Schwere Aufgabe in Birkenau

Das trifft sich gut, denn das Spiel am Samstag beim TSV Birkenau, den Catak sehr gut kennt, „wird eine schwere Aufgabe für uns“. Der Gastgeber hat zum Auftakt gegen Weilstetten gewonnen und zudem beim starken TSV Heiningen gewonnen. „Das hat mich etwas überrascht“, sagt Catak über einen Gegner, der „nie aufgibt und bis zum Ende kämpft“. Besonders die Achse Timo Fritsche (Tor), Jonas Böhm, Simon Kuch (beide Rückraum) und Stefan Dietrich (Kreis) müsse man in den Griff kriegen, so der TVS-Trainer nach dem Videostudium.

„Aber“, sagt Catak, „nach dem Sieg in Schutterwald fahren wir mit viel Selbstvertrauen da hin.“ Und Johannes „Donnerschlag“ Vetter drückt bestimmt seine starken Daumen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Moritz Hirn

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Erstellt:
30. September 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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