Sperrung der Rheintalbahn läuft nach Plan

Rastatt/Baden-Baden (BNN) – Seit Karfreitag und noch bis zu diesem Dienstagmorgen ist die Rheintalbahn zwischen Rastatt und Baden-Baden komplett gesperrt. Ein vorläufiges Fazit.

Weit fortgeschritten: In Rastatt-Niederbühl hat die Bahn über das Osterwochenende eine Ersatztrasse ans Schienennetz angeschlossen. Nach Angaben eines Sprechers gab es dabei keine Verzögerungen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Weit fortgeschritten: In Rastatt-Niederbühl hat die Bahn über das Osterwochenende eine Ersatztrasse ans Schienennetz angeschlossen. Nach Angaben eines Sprechers gab es dabei keine Verzögerungen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Was hat die Sperrung verursacht?
Die Bahn hat das Osterwochenende genutzt, um eine etwa 700 Meter lange Parallelstrecke bei Rastatt-Niederbühl an das Schienennetz anzuschließen. Diese Trasse ist notwendig, weil die bestehenden Gleise wegmüssen. Nur so kann laut Bahn die darunter einbetonierte Tunnelvortriebsmaschine geborgen werden. Die Maschine liegt dort seit 2017. Und damit seit dem Tunnelunglück, als Wasser, Sand und Kies in den gerade fertigen Tunnelabschnitt sickerten.

Welche Bilanz zieht die Bahn beim Ersatzverkehr?
Der Ersatzverkehr über das Osterwochenende sei planmäßig gelaufen, teilte ein Sprecher der Bahn auf Nachfrage mit. Für ein ausführliches Fazit ist es seiner Aussage nach aber noch zu früh. Dennoch: Der Konzernzentrale seien in den vergangenen Tagen keine Verspätungen von Ersatzbussen oder Probleme beim Umsteigen bekannt geworden.

Wie hat der Umstieg am Rastatter Bahnhof geklappt?
Der Umstieg habe größtenteils problemlos funktioniert, sagt ein Mitarbeiter des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) vor Ort. Er ist Teil eines achtköpfigen Teams, das Reisenden etwa den Weg zu den Ersatzbussen gewiesen hat. Als Ansprechpartner für Ortsunkundige diente zudem ein fünfköpfiges Mitarbeiterteam der Deutschen Bahn. Der KVV-Mitarbeiter resümiert: Lediglich am Karfreitag sei es vor dem Rastatter Bahnhof „etwas chaotischer“ zugegangen. Das führt er darauf zurück, dass an diesem Tag sehr viele Reisende unterwegs gewesen seien. Trotz der großen Menschenmenge vor dem Bahnhof habe es kein Drängeln und keine langen Wartezeiten gegeben.

Wie geht es bei den Bauarbeiten voran?
Die Arbeiten liegen laut einem Bahn-Sprecher im Zeitplan. „Sie werden aller Voraussicht nach pünktlich abgeschlossen.“ Die Vollsperrung könne gegen 4 Uhr an diesem Dienstag aufgehoben werden. Doch es stehen weitere Bauarbeiten an, die bis Mittwoch zu Einschränkungen auf der Bahnstrecke führen.

Was müssen Bahnreisende bis einschließlich Mittwoch beachten?
Von Dienstag bis Mittwoch, 21 Uhr, steht für den Regionalverkehr nur ein Gleis zur Verfügung. Der Fernverkehr ist davon nicht mehr beeinträchtigt. Doch für Nutzer von Regionalzügen gilt es Folgendes zu beachten: Neben Zügen der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) sind auch Regionalzüge der Bahn betroffen. Die Züge der Linie RE 7 (Karlsruhe–Basel) fallen zwischen Karlsruhe und Baden-Baden aus. Die Züge der RE 2 (Karlsruhe–Konstanz) fahren dagegen zwischen Karlsruhe und Offenburg im Stundentakt.

Wo können sich Bahnreisende informieren?

Informationen in Echtzeit können die Reisenden sowohl in der Reiseauskunft auf bahn.de sowie in der Handy-App „DB Navigator“ einholen.

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Endstation Rastatt: Das heißt es für Züge wie diesen ICE während der Sperrung auf der Rheintalstrecke. Danach müssen die Passagiere auf den Schienenersatzverkehr umsteigen. Foto: Adrian Mahler

Endstation Rastatt: Das heißt es für Züge wie diesen ICE während der Sperrung auf der Rheintalstrecke. Danach müssen die Passagiere auf den Schienenersatzverkehr umsteigen. Foto: Adrian Mahler

Ihr Autor

BNN-Redakteur Adrian Mahler

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Erstellt:
18. April 2022, 17:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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