Spielplatzverkauf für neue Freizeitanlage

Elchesheim-Illingen (as) – Elchesheim-Illingen treibt die Pläne für den Hartplatz in der Waldstraße voran. Dort soll eine Freizeitanlage entstehen. Am 19. Juli ist das Thema im Gemeinderat.

Die Gemeinde schlägt vor, den Spielplatz in der Schulstraße zur Finanzierung einer Freizeitanlage auf dem jetzigen Hartplatz an der Waldstraße zu verkaufen. Foto: Frank Vetter

© fuv

Die Gemeinde schlägt vor, den Spielplatz in der Schulstraße zur Finanzierung einer Freizeitanlage auf dem jetzigen Hartplatz an der Waldstraße zu verkaufen. Foto: Frank Vetter

Während über die Sportplatznutzung in der Elchesheimer Waldstraße kommenden Mittwoch das Amtsgericht Rastatt verhandeln wird (das BT berichtete), treibt die Gemeinde die Pläne voran, die Sportstätte in Illingen zu sanieren und auf einem Teil des bisherigen Rot-Weiß-Hartplatzes in Elchesheim eine Freizeit- und Skateranlage zu errichten. Mit beiden Themen soll sich der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung am Montag um 19 Uhr im Bürgerhaus Alte Kirche befassen.

Freizeitanlage soll entwickelt werden

Bereits am 22. März hatte das Gremium beschlossen, die aufgrund der Dammbaumaßnahme in Illingen abgebaute Skateranlage auf dem Hartplatz in Elchesheim wieder aufzubauen (das Gelände gehört der Gemeinde) und hierüber eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen (das BT berichtete). „Die Verwaltung könnte sich vorstellen, auf einem Teilbereich des Hartplatzgeländes eine Freizeitanlage zu entwickeln“, heißt es in der Vorlage für die nächste Ratssitzung, die auf der Homepage der Gemeinde (www.elchesheim-illingen.de) veröffentlicht ist.

Als mögliche Fläche dafür wird in den Unterlagen ein Teilbereich des Hartplatzes skizziert, dessen Nutzung die Gemeinde dem Fußballverein bekanntlich gekündigt hatte. „Bewusst wurde seitens der Verwaltung auf die Errichtung von baulichen Anlagen innerhalb des Schutzstreifens der Stromleitung verzichtet“, geht aus der Vorlage hervor. Und: Eine mögliche Bebauung müsste zunächst baurechtlich geklärt werden und vom Gemeinderat gewollt sein. Die Verwaltung schlägt zwei Varianten vor: Die Schaffung einer Freizeitanlage mit Skaterfläche und weiteren Freizeiteinrichtungen (Variante 1) oder den Verkauf des Spielplatzgrundstücks in der Schulstraße zur Finanzierung einer Mehrgenerationenanlage mit Spielplatz auf dem Hartplatz (Variante 2).

Zur Finanzierung wird Spielplatzverkauf erwogen

Die Finanzierung – für dieses Projekt stehen keine Mittel im Haushalt bereit – könnte an den Verkaufserlösen für das Spielplatzgrundstück ausgerichtet werden, heißt es in den Sitzungsunterlagen. Das Grundstück in der Schulstraße habe eine Fläche von 1.297 Quadratmetern „und wäre für eine Wohnbebauung geeignet“, so die Verwaltung. Bei Realisierung des Baugebiets „Wörthäcker“ würde dort auch ein neuer Spielplatz für kleinere Kinder berücksichtigt werden. Dieser wäre dann in unmittelbarer Nähe zum heutigen Spielplatz „Schulstraße“, führt die Verwaltung weiter aus.

Ingenieurbüro stellt Ideen vor

Das Ingenieurbüro Modus Consult aus Karlsruhe werde in der Sitzung am Montag Ideen zu Freizeiteinrichtungen vorstellen. Die Verwaltung könnte sich unter anderem einen Pumptrack (Mountainbikestrecke), Skater- und Soccer-Kleinfeld vorstellen. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung könnten zunächst Ideen gesammelt werden, letztlich müsse der Gemeinderat entscheiden. Der finanzielle Rahmen sollte jedoch zuvor, zumindest hinsichtlich der „Spielplatzvariante“, vom Gemeinderat festgelegt werden, steht weiter in der Sitzungsvorlage.

Eine Absage erteilt die Verwaltung damit der ursprünglich geplanten kurzfristigen Aufstellung der Skateranlage auf dem Hartplatz, weil diese „den Gesamtplanungen entgegenstehen“ könnte. Mit den erforderlichen 500 Quadratmetern Asphaltfläche mit Untergrund/Anböschung würde das rund 50.000 Euro kosten, der bloße Auftrag einer Asphaltschicht wird mit 20.000 Euro beziffert. Diese Lösung sei aber nicht nachhaltig, wird in der Sitzungsvorlage betont.

Dem Gemeinderat wird vorgeschlagen, eine Machbarkeitsstudie für eine altersübergreifende Freizeitanlage, inklusive Bürgerbeteiligung, zu beauftragen. „Dabei soll eine Verlagerung des Spielplatzes in der Schulstraße erfolgen und der Verkaufserlös für diese Anlage verwendet werden.“ Zudem soll der Gemeinderat über den Umfang der Freizeitanlage beschließen.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.