Sport- und Festplatz in Illingen geplant

Elchesheim-Illingen (as) – Gelingt es dem Gemeinderat am Montag, einen Knopf an das Streitthema Sportstätte zu machen? Vorgeschlagen wird ein Gesamtkonzept, das Festplatz und Skateranlage einbezieht.

In Illingen plant die Gemeinde nun eine Sport- und Freizeitstätte mit Festplatz. Foto: Anja Groß/Archiv

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In Illingen plant die Gemeinde nun eine Sport- und Freizeitstätte mit Festplatz. Foto: Anja Groß/Archiv

Die Gemeinde Elchesheim-Illingen treibt die Planung der Sportstätte in Illingen weiter voran (das BT berichtete). So soll der Gemeinderat am Montag in öffentlicher Sitzung ab 19 Uhr im Bürgerhaus Alte Kirche über ein Gesamtkonzept für die mögliche künftige Sport- und Freizeitstätte in Illingen entscheiden. Das Architekturbüro StadtLandschaftsplus hat dafür im Auftrag der Gemeinde einen Entwurf erarbeitet.

Das Gesamtkonzept für die neue Sportstätte mit Festplatz in Illingen. Entwurf: StadtLandschaftsplus/Repro: BT

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Das Gesamtkonzept für die neue Sportstätte mit Festplatz in Illingen. Entwurf: StadtLandschaftsplus/Repro: BT

Was sieht das Gesamtkonzept Sport- und Freizeitstätte Altrhein“ vor?

Die Instandsetzung des Rasenplatzes in Illingen, ein Kleinspielfeld auf dem jetzigen Hartplatz, einen Festplatz für die Vereine, Sanitärräume, Umkleiden in Containern und 66 Stellplätze.

Was ist mit der bisherigen Planung von zwei Rasenspielfeldern entsprechend der Größenanforderung des DFB?

Durch die eindeutige Nutzungsabsage des Fußballvereins Rot-Weiß Elchesheim und die hohe Investitionssumme (611.000 Euro) hält die Verwaltung die bislang gesetzten Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung der Rasenspielfelder für „diskussionswürdig“. Der Rasenplatz in Illingen sollte aus Sicht der Verwaltung schnellstmöglich für Trainings- und Spielbetrieb nutzbar gemacht werden. Eine denkbare Alternative zur ursprünglichen Planung wäre die Verkleinerung des zweiten Spielfelds. Dort wären weiterhin Spiele in den meisten jugendlichen Altersklassen möglich, heißt es in der Sitzungsvorlage, und das Rasenfeld wäre ein gleichermaßen geeigneter Trainingsplatz für den Jugend- sowie den Seniorenbereich. Ein zeitgleicher Trainingsbetrieb wäre so insgesamt für drei Mannschaften möglich (je ein Halbfeld des Hauptplatzes und Kleinspielfeld). Mehrere aktive Fußballvereine im badischen Fußballverband würden so trainieren, nennt die Verwaltung als Beispiel die Sportstätte des SC Neuburgweier.

Wohin soll die Skateranlage?

Die Skateranlage soll nach Elchesheim verlegt werden – auf den jetzigen Hartplatz des RWE, schlägt die Verwaltung vor. Ein neuerlicher Aufbau der Elemente sei laut einem Gutachter möglich, aber nur auf einer wirklich ebenen Fläche mit einem asphaltierten Untergrund (Kosten: rund 50.000 Euro). Als geeignete Standorte kämen laut Sitzungsvorlage die neue Sportstätte am Altrhein sowie der bisherige Hartplatz in der Waldstraße in Frage. Aufgrund der anstehenden Dammertüchtigung in Illingen sei ein Wiederaufbau der Anlage auf der neuen Sportstätte zeitnah nicht möglich. Auf dem Hartplatz Elchesheim könnten hingegen ab Juli dieses Jahres die Bauarbeiten beginnen, schreibt die Verwaltung – wohl mit Blick auf die Kündigung des Nutzungsvertrags mit dem RWE zum 30. Juni 2021. Die Skateranlage stünde der Bevölkerung bei einer Entscheidung für diesen Standort demnach deutlich schneller zur Verfügung.

Was ist mit weiteren Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche?

Perspektivisch könnte der Hartplatz in Elchesheim in eine Freizeitanlage umgewandelt werden, die verschiedene Elemente (Soccer-Court, Bike-Parcour, Spielplatz) enthalten könnte, stellt man in der Sitzungsvorlage eine Gesamtplanung in Aussicht. Eine Umsetzung wäre „Zug um Zug“ vorstellbar.


Warum ein Festplatz und keine neue Festhalle?

Aufgrund der geringen Auslastung und Rückmeldung der Vereine sowie aus finanziellen Gründen wurde und wird das Errichten einer weiteren kommunalen Veranstaltungshalle nicht weiterverfolgt, heißt es in der Sitzungsvorlage. Auf dem Gelände der neuen Sportstätte am Altrhein sollen nun 900 Quadratmeter Fläche für einen Festplatz zur Verfügung gestellt werden – mit Lagerfläche im rückwärtigen Bereich. Um möglichen Nutzungskonflikten vorzubeugen, empfiehlt die Verwaltung, das Festgelände im vorderen und das Sportplatzgelände im rückwärtigen Bereich zu belassen.

Wie soll es weitergehen?

Die Gemeinde schlägt dem Gemeinderat vor, den Umbau des Hauptrasenfelds der Sportstätte am Altrhein und der Errichtung der Skateranlage auf dem Hartplatz an der Waldstraße zu beauftragen. Für Letzteres soll als Grundlage eine Machbarkeitsstudie für eine Freizeitanlage beauftragt werden. Zudem soll der Gemeinderat beschließen, der Vereinsgemeinschaft auf dem Sportgelände Illingen Flächen zur Errichtung eines Festgeländes mit entsprechender Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

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Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
19. März 2021, 16:48 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 48sec

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