Sporthalle Niederbühl: Jetzt reichts

Rastatt (ema) – Die Stadtverwaltung will das Flachdach der Sporthalle Niederbühl kurzfristig sanieren. Der jetzige Zustand sei nicht mehr tragbar, heißt es aus dem Rathaus.

Die Oberlichter des Flachdachs sind die wunden Punkte der Sporthalle Niederbühl.  Archivfoto: Egbert Mauderer

© ema

Die Oberlichter des Flachdachs sind die wunden Punkte der Sporthalle Niederbühl. Archivfoto: Egbert Mauderer

Das jahrzehntelange Elend um das undichte Dach der Sporthalle Niederbühl soll nun ein Ende haben. Die Stadtverwaltung will jetzt einschreiten – ungeachtet der Tatsache, dass kommunalpolitisch über die Zukunft einer Großsporthalle in Rastatt noch nicht entschieden ist.
Die Verwaltung schlägt dem Gemeinderat für die Sitzung am Montag (17.30 Uhr, Badner Halle) vor, das Flachdach zu sanieren. Dafür will man bis zu 410.000 Euro in die Hand nehmen. Die Lage hatte sich zuletzt verschärft, weil Ligaspiele der Handballer wegen Pfützen auf dem Hallenboden abgesagt werden mussten und damit auch Verbandsstrafen drohen, so die Verwaltung. Ausweichen mussten die Handballer im Notfall in die Halle der August-Renner-Realschule.

Immer wieder verschoben

Die Dachsanierung hat die Verwaltung immer wieder verschoben. Die Hochbauer begründen die Verzögerung mit der höheren Priorität anderer Projekte sowie der Inanspruchnahme von Flächen neben der Halle durch die Bahn wegen des Tunnelbaus. Außerdem galt die Maxime, dass die Ertüchtigung in Niederbühl im Zusammenhang zu sehen sei mit einem möglichen Neubau einer Sporthalle an der Realschule.

Der gerade vorgelegte Sportentwicklungsplan empfiehlt eine Machbarkeitsstudie, die klären soll, inwiefern der Standort Niederbühl für eine Veranstaltungshalle geeignet ist oder ob ein anderer Standort in Rastatt gefunden werden kann.

Den jetzigen Zustand im Meerrettichdorf hält die Verwaltung jedenfalls für nicht mehr tragbar. Zur Überbrückung plädieren die Planer dafür, das Flachdach mit den Oberlichtern mit dem geringstmöglichen Aufwand so zu sanieren, dass die Sporthalle für die nächsten zehn bis 15 Jahre „uneingeschränkt“ nutzbar sein wird.

Ausgeführt werden sollen die Arbeiten in diesem Herbst oder im Frühjahr kommenden Jahres. Die Sporthalle wäre dann nur eingeschränkt nutzbar.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Die nächste Problem-Sporthalle.

Zum Artikel

Erstellt:
18. Juli 2020, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.