Sprechendes Kunstwerk im Reichenbachtal

Gernsbach (vgk) – Der Verein „Kunstweg am Reichenbach“ haucht seinen Freiluft-Kunstwerken in Zusammenarbeit mit Studenten der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe zusätzliches Leben ein.

Die anstehende Reinigung einzelner Kunstwerke am Reichenbach, deren Überarbeitung und Beschriftung bedarf einer größeren Planung. Foto: Dagmar Uebel/Archiv

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Die anstehende Reinigung einzelner Kunstwerke am Reichenbach, deren Überarbeitung und Beschriftung bedarf einer größeren Planung. Foto: Dagmar Uebel/Archiv

„Hab keine Angst, komm ruhig näher…“, ertönt aus dem Lautsprecher eine sonore Stimme. Studenten des Masterstudiengangs Kulturvermittlung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sprachen in der Vergangenheit literarische Texte zu einzelnen Kunstwerken entlang des Kunstwegs im Reichenbachtal ein. Ein an diesen angebrachten und in die Website integrierter, abrufbarer QR-Code soll im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Stichwort: „Sprechendes Kunstwerk“.

Die Vorsitzende und Kuratorin des Vereins „Kunstweg am Reichenbach“, Rita Burster, kommt immer noch ins Schwärmen, wenn sie von der „wunderbaren Zusammenarbeit“ mit den Studenten spricht.

Aufgeteilt in vier Projektgruppen, begleiteten die Studierenden im zurückliegenden Halbjahr die Arbeiten des Kunstvereins mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Als Zukunftsmusik bezeichnete Burster das von einer Studentengruppe entwickelte Kartenspiel mit Fragen zu den Kunstwerken. Das Kunstwegeteam habe weder die personellen Ressourcen noch aktuell die finanziellen Mittel für die Produktion. Der Kunstverein hofft deshalb auf Sponsoren. „Auf der Rückseite könnten dann deren Namen stehen.“

Zusammenarbeit mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium

Das Tourismusbüro könnte den Verkauf übernehmen, sagte die Vorsitzende im BT-Gespräch. Neben der Printausführung wäre weiterführend die Entwicklung einer App für das Smartphone vorstellbar. Die in der Vergangenheit bewährten Führungen jeweils am ersten Sonntag des Monats um 11.30 Uhr sollen weitergeführt werden. Ebenfalls gibt es Überlegungen einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium.

Obendrein steht auf der Agenda des Vereins ein Ausbau des Bekanntheitsgrads über die Region hinaus. Die anstehende Reinigung einzelner Kunstwerke, deren Überarbeitung und Beschriftung bedürfe jedoch einer größeren Planung, legte Burster im Rahmen der Jahreshauptversammlung dar. Die nächste Vernissage ist für 3. Juli 2022 geplant. Mit welchen neuen Künstlern, dazu wollte Burster noch keine Aussage treffen. Zudem musste sich der Verein von einigen Kunstwerken durch Hochwasser und Vandalismus verabschieden. Prominentes Opfer der Fluten wurde im Rahmen eines Frühlingshochwassers das „Badehaus aus Beton“.

Die Feier anlässlich des 15. Geburtstags des Vereins im vergangenen Jahr fiel coronabedingt aus. „Jedoch wurde seit der ersten Ausstellung 2005 eine wunderbare Symbiose von Kunst und Natur geschaffen, die über die Region hinaus bekannt ist“, so die Kuratorin. Den Verein in Zahlen stellte Kassiererin Rosi Gillen vor. Die nächste Führung mit Künstler Henning Schwarz ist am 5. Dezember geplant.


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