Stadt Rastatt plant Radschutzstreifen

Rastatt (dm) – Auf der Plittersdorfer Straße und dem Friedrichring in Rastatt sollen neue Radschutzstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn markiert werden. Allerdings fallen dadurch Parkplätze weg.

Nach dem Vorbild Leopoldring sollen auch Friedrichring und Plittersdorfer Straße auf beiden Seiten Schutzmarkierungen für Radler erhalten. Foto: Egbert Mauderer

Nach dem Vorbild Leopoldring sollen auch Friedrichring und Plittersdorfer Straße auf beiden Seiten Schutzmarkierungen für Radler erhalten. Foto: Egbert Mauderer

Der Bereich erstreckt sich von der Rheinauer Brücke im Norden an der Hindenburgbrücke vorbei bis hin zum Leopoldring, wo solche Streifen bereits aufgetragen sind. Dem von der Stadtverwaltung so vorgeschlagenem „Lückenschluss“ hat der Technische Ausschuss zugestimmt.

Die Polizei trage die entsprechende, auf Erkenntnissen einer Radverkehrsschau fußenden Planung mit, wie es aus dem Rathaus heißt. Und auch das Büro PTV aus Karlsruhe, das das Integrierte Mobilitätskonzept für Rastatt erstellt, befürworte das Vorhaben klar, das Durchgängigkeit schafft.

Die Argumente: Die Maßnahme helfe dabei, die Straßen am Murgufer vom Autoverkehr zu entlasten und diesen von den innerstädtischen Achsen nach außen zu verlagern (in diesem Fall die Oberwaldstraße). Da die Schutzstreifen den Straßenraum optisch einengen, wirkten sie zudem geschwindigkeitssenkend. Beidseitig angebrachte Streifen erhöhten das Sicherheitsniveau für Radfahrer (im Gegensatz zu nur einseitigen Markierungen), zumal der Friedrichring als wichtige Verbindung für die Nahmobilität gilt.

Stadt erwartet „gewissen Zielkonflikt“

Die Verwaltung teilt die Einschätzung – und stellt sich durchaus auch auf Ärger ein. Denn: Für die beidseitigen Radschutzstreifen müssen rund 20 öffentliche, nicht markierte Autostellplätze weichen. Zwar seien die auf der Straße abgestellten Pkw „überwiegend den angrenzenden Mehrfamilienhäusern zuzuordnen und könnten auf den privaten Stellplätzen“ geparkt werden, wie die Verwaltung sagt. Gleichwohl sei ein „gewisser Zielkonflikt“ zwischen wohnortnahen Stellplätzen und der Verbesserung des Radverkehrs dort zu erwarten.

Das Vorhaben wird nun im Rahmen einer verkehrsrechtlichen Anordnung geprüft. Kommen die Schutzstreifen, müsse auch in die Markierung an den Kreuzungen sowie die Programmierung der Ampeln „in geringem Umfang“ eingegriffen werden. Die Kosten werden auf 45.000 Euro geschätzt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
29. November 2021, 13:30 Uhr
Lesedauer:
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